MySQL-Referenzhandbuch für Version 4.1.1-alpha - 3 Installation von MySQL
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Dieses Kapitel beschreibt, woher man MySQL bezieht und wie man MySQL
installiert:
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Eine Liste der Site, von denen Sie MySQL beziehen können, finden Sie unter
section 3.2.1 Wie man MySQL erhält.
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Um festzustellen, welche Plattformen unterstützt werden, siehe
section 3.2.2 Betriebssysteme, die von MySQL unterstützt werden. Beachten Sie bitte, dass nicht alle
unterstützten Systeme gleich gut
sind, um MySQL laufen zu lassen. Auf einigen läuft es sehr viel robuster
und effizienter als auf anderen - siehe section 3.2.2 Betriebssysteme, die von MySQL unterstützt werden für
Details.
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Mehrere Versionen von MySQL sind sowohl als Binär- als auch als
Quellcode-Distributionen erhältlich. Wir stellen auch öffentlichen Zugriff
auf unseren aktuellen Quellcode-Baum für diejenigen zur Verfügung, die die
aktuellsten Entwicklungen sehen und uns helfen wollen, neuen Code zu
testen. Um festzustellen, welche Version und welche Art von Distribution Sie
benutzen sollten, siehe section 3.2.3 Welche MySQL-Version Sie benutzen sollten. Im Zweifelsfall benutzen Sie
die Binärdistribution.
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Installationsanleitungen für Binär- und Quelldistributionen sind
beschrieben in section 3.2.6 MySQL-Binärdistributionen, die von MySQL AB kompiliert wurden und section 3.3 Installation der Quelldistribution. Jede
Anleitung enthält einen Abschnitt über System-spezifische Probleme, denen
Sie begegnen können.
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Prozeduren, die nach der Installation durchgeführt werden sollen / müssen,
finden Sie unter section 3.4 Einstellungen und Tests nach der Installation. Diese Prozeduren gelten, egal ob
Sie MySQL von einer Binär- oder einer Quellcode-Distribution installieren.
Die empfohlene Vorgehensweise für die Installation von MySQL auf Linux ist
die Benutzung einer RPM-Datei. Die MySQL-RPMs werden aktuell auf einer
RedHat-Version 6.2 gebaut, sollten aber auch auf anderen Linux-Versionen
funktionieren, die rpm unterstützen und glibc benutzen.
Wenn Sie Probleme mit einer RPM-Datei haben, wenn Sie beispielsweise den
Fehler ``Sorry, the host 'xxxx' could not be looked up'' erhalten,
sehen Sie bitte unter section 3.1.1 MySQL auf Linux installieren nach.
Die RPM-Dateien, die Sie benutzen sollten, sind:
MySQL-VERSION.i386.rpm
Der MySQL-Server. Sie brauchen diese, es sei denn, Sie wollen sich
lediglich mit einem MySQL-Server verbinden, der auf einer anderen Maschine
läuft.
MySQL-client-VERSION.i386.rpm
Die Standard-MySQL-Client-Programme. Dieses Paket sollten Sie wohl immer
installieren.
MySQL-bench-VERSION.i386.rpm
Tests und Benchmarks. Erfordert Perl und msql-mysql-modules RPMs.
MySQL-devel-VERSION.i386.rpm
Bibliotheken und Include-Dateien, die benötigt werden, wenn Sie andere
MySQL-Clients kompilieren wollen, beispielsweise Perl-Module.
MySQL-VERSION.src.rpm
Dieses Paket enthält den Quelltext für alle obigen Pakete. Es kann auch
dazu benutzt werden, um RPMs für andere Architekturen zu bauen (zum
Beispiel für Alpha oder SPARC).
Um alle Dateien in einem RPM-Paket zu sehen, geben Sie folgendes ein:
shell> rpm -qpl MySQL-VERSION.i386.rpm
Um eine minimale Standard-Installation durchzuführen, geben Sie folgendes
ein:
shell> rpm -i MySQL-VERSION.i386.rpm MySQL-client-VERSION.i386.rpm
Um nur das Client-Paket zu installieren, geben Sie folgendes ein:
shell> rpm -i MySQL-client-VERSION.i386.rpm
Das RPM legt Dateien in `/var/lib/mysql' ab. Ausserdem erzeugt das RPM
die entsprechenden Einträge in `/etc/rc.d/', um den Server beim Booten
automatisch zu starten. (Falls Sie bereits vorher eine Installation
durchgeführt haben, bedeutet das, dass Sie eine Kopie Ihrer vorher
installierten MySQL-Startdateien machen sollten, falls Sie darin Änderungen
vorgenommen haben, damit Sie diese Änderungen nicht verlieren.)
Nach der Installation der RPM-Datei(en) sollte der mysqld-Daemon
laufen und Sie sollten jetzt in der Lage sein, mit der Benutzung von MySQL
zu beginnen. See section 3.4 Einstellungen und Tests nach der Installation.
Wenn etwas schief geht, finden Sie weitere Informationen im Kapitel über
die Binär-Installationen. See section 3.2.6 MySQL-Binärdistributionen, die von MySQL AB kompiliert wurden.
Der MySQL-Server für Windows ist in zwei Distributionstypen erhältlich:
-
Die Binärdistribution enthält ein Setup-Programm, das alles Benötigte
installiert, so dass Sie den Server sofort starten können.
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Die Quelldistribution enthält den gesamten Code und
Unterstützungsdateien, um die ausführbaren Dateien unter Benutzung des
VC++-6.0-Kompilers zu bauen.
See section 3.3.7 Windows-Quelldistribution.
Im Allgemeinen sollten Sie die Binärdistribution benutzen.
Sie benötigen folgendes:
-
Ein Windows-32-Bit-Betriebssystem der Familien Windows 9x, ME, NT oder
Windows 2000. Die NT-Familie gestattet, den MySQL-Server als
Systemdienst laufen zu lassen. See section 3.6.2.2 MySQL auf Windows NT oder Windows 2000 starten.
Wenn Sie Tabellen benutzen, die größer als 4 GB sind, sollten Sie MySQL
auf NTFS oder einem neueren Dateisystem installieren. Vergessen Sie bei
der Erzeugung der Tabellen nicht,
MAX_ROWS und
AVG_ROW_LENGTH zu benutzen. See section 7.5.3 CREATE TABLE-Syntax.
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TCP/IP-Protokollunterstützung.
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Die MySQL-Binär- oder Quelldistribution für Windows kann von
http://www.mysql.com/downloads/ herunter geladen werden.
Hinweis: Die Distributionsdateien werden in einem komprimierten Format
zur Verfügung gestellt. Wir empfehlen die Benutzung eines FTP-Clients,
der in der Lage ist, abgebrochene FTP-Downloads wieder aufzunehmen
(resume).
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Ein
ZIP-Programm, um die Distributionsdatei zu entpacken.
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Genug Platz auf der Festplatte, um die Datenbanken entsprechend Ihren
Anforderungen zu entpacken, zu installieren und zu erzeugen.
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Wenn Sie planen, sich über
ODBC mit dem MySQL-Server zu
verbinden, benötigen Sie zusätzlich den MyODBC-Treiber.
See section 9.3 MySQL-ODBC-Unterstützung.
-
Wenn Sie auf einem NT- oder Windows-2000-Server arbeiten, melden Sie
sich als Benutzer mit Administrationsrechten an.
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Wenn Sie ein Upgrade einer früheren MySQL-Installation durchführen,
müssen Sie den Server anhalten. Wenn Sie den Server als Systemdienst
laufen lassen, geben Sie ein:
C:\> NET STOP MySQL
Ansonsten geben Sie folgendes ein:
C:\mysql\bin> mysqladmin -u root shutdown
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Auf NT-/Windows-2000-Maschinen müssen Sie auch den Systemdienst
entfernen, wenn Sie die ausführbare Datei des Servers (z. B. -max or -nt) austauschen wollen:
C:\mysql\bin> mysqld-max-nt --remove
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Entpacken Sie die Distributionsdatei in ein temporäres Verzeichnis.
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Starten Sie `setup.exe', um den Installationsprozess zu beginnen.
Wenn Sie in ein anderes Verzeichnis als das vorgabemäßige
(`c:\mysql') installieren wollen, legen Sie mit der Schaltfläche
Durchsuchen das gewünschte Verzeichnis fest.
-
Beenden Sie den Installationsprozess.
Seit MySQL 3.23.38 enthält die Windows-Distribution sowohl die normalen als
auch die MySQL-Max-Binärdateien. Der wichtigste Vorteil der
Benutzung der normalen mysqld.exe-Binärdatei liegt darin, dass sie
etwas schneller ist und weniger Ressourcen belegt.
Hier ist eine Liste der unterschiedlichen MySQL-Server, die Sie benutzen
können:
mysqld | Kompiliert mit komplettem Debugging und automatischer Überprüfung der Speicherzuordnung (memory allocation), symbolischen Links, InnoDB- und BDB-Tabellen.
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mysqld-opt | Optimierte Binärdistribution ohne Unterstützung von Transaktionstabellen.
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mysqld-nt | Optimierte Binärdatei für NT mit Unterstützung von Named Pipes. Man kann diese Version auf Windows 98 laufen lassen, aber in diesem Fall werden keine Named Pipes angelegt und man muss TCP/IP installiert haben.
|
mysqld-max | Optimierte Binärdistribution mit Unterstützung symbolischer Links, InnoDB und BDB-Tabellen.
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mysqld-max-nt | Wie mysqld-max, aber mit Unterstützung von Named Pipes kompiliert.
|
Alle genannten Binärdistributionen sind für den Pentium Pro Prozessor
optimiert, sollten aber auf jedem Intel-Prozessor >= 386 laufen.
ACHTUNG: Wenn Sie InnoDB-Tabellen benutzen wollen, müssen Sie bestimmte
Start-Optionen in Ihrer `my.ini'-Datei festlegen! See section 8.5.2 Mit InnoDB anfangen - Optionen.
Sehen Sie wegen Informationen zur aktuellen Version und für
Download-Anweisungen auf MySQL home page
nach.
Unser Haupt-Mirror-Server für den Download ist hier:
http://mirrors.sunsite.dk/mysql/
Wenn Sie Interesse haben, eine MySQL-Mirror-Site beizusteuern, können Sie
anonymes rsync mit rsync://sunsite.dk/ftp/mirrors/mysql/ machen.
Schicken Sie bitte eine E-Mail an webmaster@mysql.com und geben
Sie uns Bescheid, wo Ihr Mirror liegt, damit wir ihn der unten stehenden
Liste hinzufügen können.
Wenn Sie Probleme beim Download von unserer Hauptseite aus haben, probieren
Sie eine der unten stehenden Mirror-Sites.
Geben Sie bitte webmaster@mysql.com Bescheid, wenn Sie auf
schlechte oder veraltete Mirror-Sites stoßen.
Wir benutzen GNU Autoconf, daher ist es möglich, MySQL auf alle modernen
Betriebssysteme zu portieren, auf denen Posix-Threads und ein C++-Kompiler
funktionieren. (Um nur den Client-Code zu kompilieren, wir lediglich ein
C++-Kompiler benötigt.) Wir benutzen und entwickeln die Software selbst
hauptsächlich auf Sun Solaris (Versionen 2.5 - 2.7) und SuSE Linux Version
7.x.
Beachten Sie, dass die native Thread-Unterstützung für viele
Betriebssysteme nur mit den neuesten Versionen funktioniert. Es wurde
berichtet, dass MySQL erfolgreich auf folgenden Betriebssystemen /
Thread-Paket-Kombinationen kompiliert wurde:
Beachten Sie, dass nicht alle Plattformen gleichermaßen gut geeignet sind,
um MySQL laufen zu lassen. Wie gut eine bestimmte Plattform für hohe Last
und geschäftskritische Anwendungen geeignet ist, hängt von folgenden
Faktoren ab:
-
Allgemeine Stabilität der Thread-Bibliothek. Eine Plattform mag in anderer
Hinsicht einen exzellenten Ruf haben, aber wenn die Thread-Bibliothek
unstabil ist, die von MySQL aufgerufen wird, läuft MySQL nur so stabil wie
die Thread-Bibliothek, selbst wenn alles Sonstige perfekt ist.
-
Fähigkeit des Kernels und / oder der Thread-Bibliothek, die Vorteile von
SMP auf Mehrprozessor-Systemen wahrzunehmen. Mit anderen Worten:
Wenn ein Prozess einen Thread anlegen, sollte es für diesen Thread möglich
sein, auf anderen Prozessoren zu laufen als der Original-Prozess.
-
Fähigkeit des Kernels und / oder der Thread-Bibliothek, viele Threads
laufen zu lassen, die häufig einen Mutex über eine kurze, kritische Region
anlegen / lösen können ohne exzessive Kontext-Umschaltungen. Mit anderen
Worten: Wenn die Implementation von
pThread_mutex_lock() zu sehr
darauf bedacht ist, CPU zu erlangen, wird das MySQL gewaltig schmerzen.
Wenn man sich dieser Tatsache nicht bewusst ist, machen zusätzliche
Prozessoren MySQL in der Tat langsamer.
-
Allgemeine Stabilität und Performance des Dateisystems.
-
Fähigkeit des Dateisystems, überhaupt mit großen Dateien umgehend zu
können, und zwar effizient, wenn Ihre Tabellen Groß sind.
-
Unser Grad von Erfahrung, hier bei MySQL AB, mit der Plattform. Wenn wir
eine Plattform gut kennen, setzen wir plattformspezifische Optimierungen /
Verbesserungen (Fixes) ein, die zur Kompilierzeit aktiv werden. Darüber
hinaus können wir Sie beraten, wie Sie Ihr System optimal für MySQL
konfigurieren.
-
Umfang des Testens ähnlicher Konfigurationen, das wir intern durchgeführt
haben.
-
Anzahl von Benutzern, die MySQL auf dieser Plattform erfolgreich mit
ähnlichen Konfigurationen haben laufen lassen. Wenn diese Zahl Groß ist,
ist die Wahrscheinlichkeit viel geringer, plattformspezifische
Überraschungen zu erleben.
Nach den genannten Kriterien sind die besten Plattformen für MySQL bislang
x86 mit SuSE Linux 7.1, 2.4 Kernel und ReiserFS (oder jede ähnliche
Linux-Distribution) und Sparc mit Solaris 2.7 oder 2.8. FreeBSD kommt als
drittes, aber wir hoffen wirklich, dass es zur Spitze aufschließt, sobald
erst einmal die Thread-Bibliothek verbessert ist. Wir hoffen auch, dass wir
alle anderen Plattformen, auf denen MySQL kompiliert werden kann und
korrekt läuft, die aber nicht ganz denselben Grad an Stabilität und
Performance aufweisen, in die Spitzenkategorie aufnehmen können. Das
erfordert von unserer Seite aus einige Kooperationsbemühungen mit den
Entwicklern der Betriebssystem-Bibliothek-Komponenten, von denen MySQL
abhängt. Wenn Sie Interesse daran haben, eine dieser Komponenten zu
verbessern und in der Lage sind, ihre Entwicklung zu beeinflussen, und
detailliertere Informationen darüber brauchen, was MySQL benötigt, um
besser zu laufen, schicken Sie eine E-Mail an
internals@lists.mysql.com.
Beachten Sie bitte auch, dass der obige Vergleich nichts darüber aussagen
will, dass ein Betriebssystem allgemein besser oder schlechter als ein
anderes sei. Wir reden hier über die Auswahl eines bestimmten
Betriebssystems für einen ganz bestimmten Zweck - nämlich, MySQL laufen zu
lassen, und vergleichen die Betriebssysteme nur in dieser Hinsicht.
Folglich wäre das Ergebnis dieses Vergleichs ein anderes, wenn wir weitere
Belange berücksichtigen würden. In manchen Fällen liegt der Grund, warum
ein Betriebssystem besser als ein anderes geeignet ist, schlicht darin,
dass wir auf dieser speziellen Plattform mehr Tests und Optimierungen
durchgeführt haben. Wir stellen hier nur unsere Beobachtungen dar, um Ihnen
bei der Entscheidung zu helfen, auf welcher Plattform Sie MySQL benutzen
sollten.
Zunächst müssen Sie entscheiden, ob Sie das letzte Entwicklungs-Release
oder das letzte stabile Release benutzen wollen:
-
Normalerweise, wenn Sie MySQL zum ersten Mal benutzen, oder wenn Sie
versuchen, MySQL auf ein System zu portieren, für das es keine
Binärdistribution gibt, empfehlen wir, das stabile Release zu nehmen
(aktuell Version 4.1.1-alpha). Beachten Sie, dass alle
MySQL-Releases mit den MySQL-Benchmarks und einer umfassenden Test-Suite
getestet sind, bevor das Release heraus gegeben wird.
-
Wenn Sie ein altes System laufen lassen und es aktualisieren möchten, aber
nicht riskieren wollen, dass ein Update nicht reibungslos klappt, sollten
Sie zur aktuellsten Version des Zweiges aktualisieren, den Sie benutzen
(bei dem nur die letzte Versionsnummer neuer ist als Ihre, also z. B. von
3.23.36 auf 3.23.44, wenn 3.23.44 die neueste Version des Zweigs ist). Wir
haben uns innerhalb der Versions-Zweige bemüht, nur schwere Fehler zu
beseitigen und kleine, relativ sichere Änderungen zu machen.
Als nächstes müssen Sie entscheiden, ob Sie eine Quelldistribution oder
eine Binärdistribution nehmen wollen. In den meisten Fällen ist es ratsam,
eine Binärdistribution zu nehmen, wenn eine für Ihre Plattform existiert,
weil sich diese im Allgemeinen leichter installieren läßt als eine
Quelldistribution.
In folgenden Fällen fahren Sie mit einer Quellinstallation wahrscheinlich
besser:
-
Wenn Sie MySQL an einer ganz bestimmten Stelle installieren wollen. (Die
Standard-Binärdistributionen sind an jeder Stelle lauffähig, aber
vielleicht wollen Sie noch mehr Flexibilität haben.)
-
Um unterschiedlichen Bedürfnissen von Benutzern entgegen zu kommen, stellen
wir zwei unterschiedliche Binärversionen zur Verfügung: Eine, die mit den
nicht transaktionalen Tabellen-Handlern kompiliert ist (eine kleine,
schnelle Binärdatei), sowie eine, die mit den wichtigsten erweiterten
Optionen wie transaktionssicheren Tabellen kompiliert ist. Beide Versionen
sind aus derselben Quelldistribution kompiliert. Alle nativen
MySQL-Clients können sich mit beiden MySQL-Versionen verbinden.
Die erweiterte MySQL-Binärdistribution ist mit dem -max-Suffix
gekennzeichnet und ist mit denselben Optionen konfiguriert wie
mysqld-max. See section 5.7.5 mysqld-max, ein erweiterter mysqld-Server.
Wenn Sie das MySQL-Max-RPM benutzen wollen, müssen Sie zuerst das
Standard-MySQL-RPM installieren.
-
Wenn Sie
mysqld mit einigen zusätzlichen Features konfigurieren
wollen, die NICHT in den Standard-Binärdistributionen enthalten sind. Hier
ist eine Liste der gebräuchlichsten Zusatzoptionen, die Sie vielleicht
nutzen wollen:
--with-berkeley-db
--with-innodb
--with-raid
--with-libwrap
--with-named-z-lib (ist in einigen Binärdateien enthalten)
--with-debug[=full]
-
Die vorgabemäßige Binärdistribution wird normalerweise mit Unterstützung
für alle Zeichensätze kompiliert und sollte auf einer Vielzahl von
Prozessoren derselben Prozessorfamilie laufen.
Wenn Sie einen schnelleren MySQL-Server erhalten wollen, können Sie ihn
erneut kompilieren und nur die Zeichensätze benutzen, die Sie brauchen. Sie
können auch einen besseren Kompiler (wie
pgcc) oder andere
Kompilieroptionen benutzen, die besser auf Ihren Prozessor optimiert sind.
-
Wenn Sie einen Bug gefunden und dem MySQL-Entwicklungsteam mitgeteilt
haben, werden Sie wahrscheinlich einen Patch erhalten, den Sie mit der
Quelldistribution verwenden müssen, um den Bug zu beheben.
-
Wenn Sie den C- und C++-Code lesen (und / oder ändern) wollen, aus dem
MySQL besteht, müssten Sie eine Quelldistribution laden. Der Quellcode ist
immer das ''letzte Handbuch''. Quelldistributionen enthalten auch mehr
Tests und Beispiele als Binärdistributionen.
Das MySQL Benennungsschema benutzt Release-Nummern, die aus drei Zahlen und
einem Suffix bestehen. Ein Release-Name wie mysql-3.21.17-beta zum
Beispiel wird wie folgt interpretiert:
-
Die erste Zahl (
3) beschreibt das Dateiformat. Alle
Version-3-Releases haben dasselbe Dateiformat.
-
Die zweite Zahl (
21) ist die Release-Ebene (Level). Normalerweise
kann man hier zwischen zweien auswählen. Einer ist der stabile Zweig des
Releases (aktuell 23), der andere ist der Entwicklungs-Zweig
(aktuell 4.0). Normalerweise sind beide stabil, aber die
Entwicklungsversion kann Macken oder fehlende Dokumentation neuer Features
haben oder sich auf einigen Systemen nicht kompilieren lassen.
-
Die dritte Zahl (
17) ist die Versionsnummer innerhalb der
Release-Ebene. Diese wird für jede neue Distribution hochgezählt.
Üblicherweise werden Sie die neueste Version der Release-Ebene einsetzen
wollen, die Sie gewählt haben.
-
Das Suffix (
beta) zeigt den Stabilitätsgrad des Releases an.
Mögliche Suffixe sind:
-
alpha zeigt an, dass das Release größere Abschnitte von neuem Code
enthält, der noch nicht zu 100% getestet wurde. Bekannte Bugs
(üblicherweise gibt es keine) sind im News-Abschnitt dokumentiert.
See section D MySQL-Änderungsverlauf (Change History). In den meisten Alpha-Releases gibt es neue Befehle und
Erweiterungen. Bei einem Alpha-Release können durch aktive
Weiterentwicklung größere Code-Änderungen vorkommen, aber alles wird
getestet, bevor ein Release veröffentlicht wird. Es sollte in keinem
MySQL-Release bekannte Bugs geben.
-
beta bedeutet, dass jeglicher neue Code getestet wurde. Es wurden
keine neuen Features hinzugefügt, die bei altem Code Probleme verursachen
könnten. Es sollte keine bekannten Bugs geben. Eine Version wird von Alpha
auf Beta gesetzt, wenn innerhalb der Alpha-Version mindestens einen Monat
lang keine schweren Fehler mehr berichtet wurden. Wir planen für eine
solche Version dann keine neuen Features mehr, die einen alten Befehl
unzuverlässiger machen könnten.
-
gamma ist eine Beta-Version, die eine ganze Weile draussen war und
offensichtlich gut funktioniert. Nur kleinere Problembehebungen wurden
hinzugefügt. So etwas nennen viele andere Unternehmen ein Release.
-
Wenn eine Version kein Suffix besitzt, bedeutet das, dass diese Version
schon eine ganze Weile auf vielen unterschiedlichen Sites eingesetzt wird,
wobei keine Bugs ausser plattformspezifischen Bugs berichtet wurden. Für
ein solches Release werden nur kritische Fehlerbehebungen durchgeführt. So
etwas nennen wir ein stabiles Release.
Alle Versionen von MySQL laufen durch unsere Standard-Tests und
-Benchmarks, um sicherzustellen, dass man sie relativ sicher benutzen kann.
Weil die Standard-Tests im Laufe der Zeit erweitert werden, um auf alle
früher gefundenen Bugs zu prüfen, wird die Test-Suite immer besser.
Beachten Sie, dass alle Releases mindestens wie folgt getestet wurden:
- Mit der internen Test-Suite
-
Diese ist Teil unseres Produktionssystems für einen Kunden. Sie besitzt
viele Tabellen mit Hunderten Megabytes an Daten.
- Mit der MySQL-Benchmark-Suite
-
Diese läßt eine Reihe gebräuchlicher Anfragen laufen. Das ist zusätzlich
ein Test darauf, ob die letzten Optimierungen den Code tatsächlich
schneller gemacht haben.
See section 6.1.4 Die MySQL-Benchmark-Suite.
- Mit dem
crash-me-Test
-
Dieser Test versucht festzustellen, welche Features die Datenbank
unterstützt und was ihre Fähigkeiten und Beschränkungen sind. See section 6.1.4 Die MySQL-Benchmark-Suite.
Ein weiterer Test besteht darin, dass wir die neueste MySQL-Version in
unserer internen Entwicklungsumgebung einsetzen, mindestens auf einer
Maschine. Wir arbeiten hierbei mit mehr als 100 Gigabytes an Daten.
Dieser Abschnitt beschreibt das vorgabemäßige Layout der Verzeichnisse,
die durch die Installation von Binär- und Quelldistributionen angelegt
werden.
Eine Binärdistribution wird installiert, indem sie an die
Installationsstelle entpackt wird, die Sie auswählen (typischer Weise
`/usr/local/mysql'). Die Installation erstellt folgende Verzeichnisse
an dieser Stelle:
| Verzeichnis | Verzeichnisinhalt
|
| `bin' | Client-Programme und der
mysqld-Server
|
| `data' | Log-Dateien, Datenbanken
|
| `include' | Include-(Header)-Dateien
|
| `lib' | Bibliotheken
|
| `scripts' | mysql_install_db
|
| `share/mysql' | Dateien mit Fehlernachrichten
|
| `sql-bench' | Benchmarks
|
Eine Quelldistribution wird installiert, nachdem Sie sie konfiguriert und
kompiliert haben. Vorgabemäßig werden Dateien unter `/usr/local'
installiert, und zwar in den folgenden Unterverzeichnissen:
| Verzeichnis | Verzeichnisinhalt
|
| `bin' | Client-Programme und -Skripte
|
| `include/mysql' | Include-(Header)-Dateien
|
| `info' | Dokumentation im Info-Format
|
| `lib/mysql' | Bibliotheken
|
| `libexec' | Der mysqld-Server
|
| `share/mysql' | Dateien mit Fehlernachrichten
|
| `sql-bench' | Benchmarks und crash-me-Test
|
| `var' | Datenbanken und Log-Dateien
|
Innerhalb eines Installationsverzeichnisses weicht das Layout einer
Quellinstallation von dem einer Binärinstallation wie folgt ab:
-
Der
mysqld-Server wird in das `libexec'-Verzeichnis installiert
und nicht in das `bin'-Verzeichnis.
-
Das Daten-Verzeichnis ist `var' und nicht `data'.
-
mysql_install_db wird in das `/usr/local/bin' Verzeichnis
installiert und nicht in `/usr/local/mysql/Skripts'.
-
Die Header-Datei und Bibliotheksverzeichnisse sind `include/mysql' und
`lib/mysql' und nicht `include' und `lib'.
Sie können Ihre eigene Binärinstallation aus einer kompilierten
Quelldistribution erzeugen, indem Sie das Skript
`Skripts/make_binary_Distribution' ausführen.
MySQL entwickelt sich ziemlich schnell hier bei MySQL AB und wir wollen,
dass andere MySQL-Benutzer daran teilhaben. Wir versuchen, immer dann ein
neues Release heraus zu bringen, wenn wir sehr nützliche Features haben,
für die offensichtlich ein Bedarf besteht.
Auch versuchen wir, unseren Benutzern zu helfen, wenn Sie nach Features
anfragen, die einfach zu implementieren sind. Wir notieren, was unsere
lizensierten Nutzer haben wollen, und insbesondere, was unsere Benutzer mit
erweitertem E-Mail-Support haben wollen, und versuchen ihnen, eben das zu
bieten.
Niemand muss einen neuen Release herunter laden. Im News-Abschnitt steht
stets, ob das neue Release etwas beinhaltet, was Sie wirklich brauchen.
See section D MySQL-Änderungsverlauf (Change History).
Wenn wir MySQL aktualisieren, fahren wir folgende Politik:
-
Bei kleineren Updates wird die letzte Zahl (von rechts) in der
Versionsnummer herauf gezählt (Minor Release). Wenn es größere neue
Features gibt oder kleinere Inkompatibilitäten mit vorherigen Versionen,
wird die zweite Zahl der Versionsnummer herauf gezählt (Major Release).
Wenn sich das Dateiformat ändert, wird die erste Zahl herauf gezählt.
-
have to do with "small bugs" => minor releases?
Stable tested releases are meant to appear about 1-2 times a year, but
if small bugs are found, a release mit only bug fixes will be released.
Als stabil getestete Releases sollten etwa ein- bis zweimal im Jahr
erscheinen, aber wenn kleinere Fehler gefunden werden, wird nur ein Release
mit Bug-Fixes heraus gegeben.
-
Funktionierende Releases sollten etwa alle 1 bis 8 Wochen erscheinen.
-
Binärdistributionen für einige Plattformen werden von uns für größere
Releases (Major) heraus gegeben. Andere Leute stellen vielleicht auch
Binärdistributionen für andere Systeme her, aber nicht so häufig.
-
Patches stellen wir üblicherweise zur Verfügung, sobald wir kleinere Bugs
ausfindig gemacht und behoben haben.
-
Für nicht kritische, aber störende Bugs machen wir Patches verfügbar, wenn
sie uns zugesandt werden. Ansonsten kombinieren wir mehrere davon in einem
größeren Patch.
-
Wenn durch unglückliche Umstände ein Release einen schweren Fehler enthält,
erstellen wir sobald wie möglich ein neues Release. Das würden wir auch
gern bei anderen Unternehmen so sehen.
The current stable release ist Version 3.23; We have already moved active
Entwicklung to Version 4.0. Bugs will still be fixed in the stable version.
We don't believe in a complete freeze, as this also leaves out bug fixes
und things that ``must be done.'' ``Somewhat frozen'' means that we may
add small things that ``almost surely will not affect anything that's
already working.''
Als Service stellen wir bei MySQL AB einen Satz von Binärdistributionen von
MySQL zur Verfügung, die auf unserer Site kompiliert wurden oder auf Sites
von Kunden, die uns freundlicherweise Zugang zu Ihren Maschinen gewährt
haben.
Diese Distributionen werden mit Skripts/make_binary_distribution
erzeugt und mit folgenden Kompilern und Optionen konfiguriert:
- SunOS 4.1.4 2 sun4c mit
gcc 2.7.2.1
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -felide-constructors" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --disable-shared --with-extra-charsets=complex --enable-assembler
- SunOS 5.5.1 (und höher) sun4u mit
egcs 1.0.3a oder 2.90.27 oder gcc 2.95.2 und neuer
-
CC=gcc CFLAGS="-O3" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-low-memory --with-extra-charsets=complex --enable-assembler
- SunOS 5.6 i86pc mit
gcc 2.8.1
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-low-memory --with-extra-charsets=complex
- Linux 2.0.33 i386 mit
pgcc 2.90.29 (egcs 1.0.3a)
-
CFLAGS="-O3 -mpentium -mstack-align-double" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -mpentium -mstack-align-double -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --enable-assembler --with-mysqld-ldflags=-all-static --with-extra-charsets=complex
- Linux 2.2.x mit x686 mit
gcc 2.95.2
-
CFLAGS="-O3 -mpentiumpro" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -mpentiumpro -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --enable-assembler --with-mysqld-ldflags=-all-static --disable-shared --with-extra-charset=complex
- SCO 3.2v5.0.4 i386 mit
gcc 2.7-95q4
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-extra-charsets=complex
- AIX 2 4 mit
gcc 2.7.2.2
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-extra-charsets=complex
- OSF1 V4.0 564 alpha mit
gcc 2.8.1
-
CC=gcc CFLAGS=-O CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-low-memory --with-extra-charsets=complex
- Irix 6.3 IP32 mit
gcc 2.8.0
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-extra-charsets=complex
- BSDI BSD/OS 3.1 i386 mit
gcc 2.7.2.1
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-extra-charsets=complex
- BSDI BSD/OS 2.1 i386 mit
gcc 2.7.2
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-extra-charsets=complex
Wenn jemand optimalere Optionen für die obigen Konfigurationen hat, können
diese jederzeit der Entwickler-Mailing-Liste unter
internals@lists.mysql.com mitgeteilt werden.
RPM-Distributionen von MySQL-Version 3.22 wurden durch Benutzer
beigesteuert. Ab Version 3.22 werden die RPMs von uns bei MySQL AB erzeugt.
Wenn Sie eine Debug-Version von MySQL kompilieren wollen, müssen Sie den
oben genannten Kompilierzeilen --with-debug oder
--with-debug=full hinzufügen und jegliche
-fomit-frame-pointer-Optionen entfernen.
Bevor Sie mit der Quellinstallation fortfahren, sehen Sie nach, ob eine
Binärdistribution für Ihre Plattform verfügbar ist, die so wie Sie wollen
funktioniert. Wir geben uns viel Mühe, die Binärdistributionen mit den
bestmöglichen Optionen zu bauen.
Sie benötigen folgende Werkzeuge, um MySQL aus der Quelldistribution zu bauen
und zu installieren:
-
GNU
gunzip, um die Distribution zu entpacken.
-
Ein vernünftiges
tar, um die Distribution zu entpacken. Von GNU
tar ist bekannt, dass es funktioniert. Sun tar ist dafür
bekannt, dass es Probleme verursacht.
-
Einen funktionierenden ANSI-C++-Kompiler.
gcc >= 2.95.2, egcs >= 1.0.2
oder egcs 2.91.66, SGI C++ und SunPro C++ sind einige der Kompiler,
von denen bekannt ist, dass sie funktionieren. libg++ wird nicht
benötigt, wenn Sie gcc benutzen. gcc 2.7.x hat einen Bug, der
es verunmöglicht, einige perfekt der vorgeschriebenen Form entsprechende
C++-Dateien zu kompilieren, zum Beispiel `sql/sql_base.cc'. Wenn Sie
nur gcc 2.7.x zur Verfügung haben, müssen Sie Ihren gcc
aktualisieren, um MySQL kompilieren zu können. gcc 2.8.1 ist
ebenfalls für Probleme auf einigen Plattformen bekannt, daher sollten Sie
auch diesen vermeiden, wenn Sie einen neueren Kompiler für diese Plattform
zur Verfügung haben.
gcc >= 2.95.2 wird für das Kompilieren von MySQL-Versionen 3.23.x
empfohlen.
-
Ein gutes
make-Programm. GNU make wird stets empfohlen und
ist manchmal erforderlich. Wenn Sie Probleme bekommen, empfehlen wir, es
mit GNU make 3.75 oder neuer zu versuchen.
Wenn Sie eine aktuelle Version von gcc verwenden (aktuell genug,
um die -fno-exceptions-Option zu verstehen), ist es SEHR
WICHTIG, dass Sie diese Option benutzen. Ansonsten könnte es sein, dass
Sie eine Binärdatei kompilieren, die zu zufälligen Zeitpunkten abstürzt.
Wir empfehlen zusätzlich, dass Sie -felide-contructors und
-fno-rtti zusammen mit -fno-exceptions benutzen. Im Zweifel
gehen Sie wie folgt vor:
CFLAGS="-O3" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --enable-assembler --with-mysqld-ldflags=-all-static
Für die meisten Systeme werden Sie dadurch eine schnelle, stabile
Binärinstallation erhalten.
Wenn Sie Probleme bekommen, BITTE BENUTZEN SIE IMMER
mysqlbug zum Fragenstellen die Liste
mysql@lists.mysql.com. Selbst wenn das Problem kein Bug ist,
sammelt mysqlbug Systeminformationen, die anderen helfen werden, Ihr
Problem zu lösen. Wenn Sie mysqlbug nicht benutzen, verringern Sie
die Möglichkeit, eine Lösung Ihres Problems zu bekommen! mysqlbug
finden Sie im `scripts'-Verzeichnis, nachdem Sie die Distribution
entpackt haben. See section 2.6.2.3 Wie man Bugs oder Probleme berichtet.
Die grundlegenden Befehle, die Sie ausführen müssen, um eine
MySQL-Quelldistribution zu installieren, sind:
shell> groupadd mysql
shell> useradd -g mysql mysql
shell> gunzip < mysql-VERSION.tar.gz | tar -xvf -
shell> cd mysql-VERSION
shell> ./configure --prefix=/usr/local/mysql
shell> make
shell> make install
shell> scripts/mysql_install_db
shell> chown -R root /usr/local/mysql
shell> chown -R mysql /usr/local/mysql/var
shell> chgrp -R mysql /usr/local/mysql
shell> cp support-files/my-medium.cnf /etc/my.cnf
shell> /usr/local/mysql/bin/safe_mysqld --user=mysql &
Wenn Sie Unterstützung für InnoDB-Tabellen haben wollen, sollten Sie die
Datei /etc/my.cnf editieren und die `#'-Zeichen vor den Parametern
entfernen, der mit innodb_... beginnen. See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien.
See section 8.5.2 Mit InnoDB anfangen - Optionen.
Wenn Sie mit einem Quell-RPM anfangen, gehen Sie wie folgt vor:
shell> rpm --rebuild MySQL-VERSION.src.rpm
Das erzeugt ein Binär-RPM, das Sie installieren können.
Sie können neue Benutzer hinzufügen, indem Sie das
bin/mysql_setpermission-Skript benutzen, falls Sie die DBI-
und Msql-Mysql-modules-Perl-Module installieren.
Eine detailliertere Beschreibung folgt.
Um eine Quelldistribution zu installieren, führen Sie die unten stehenden
Schritte aus und gehen dann weiter zu section 3.4 Einstellungen und Tests nach der Installation, um die
Schritte nach der Installation und ein paar Tests durchzuführen.
-
Wählen Sie das Verzeichnis, in dem Sie die Distribution entpacken wollen,
und wechseln Sie dort hinein.
-
Holen Sie sich eine Distributionsdatei von einer der Sites, die unter
section 3.2.1 Wie man MySQL erhält aufgelistet sind.
-
Wenn Sie Berkeley-DB-Tabellen mit MySQL verwenden wollen, müssen Sie sich
eine gepatchte Version des Berkeley-DB-Quellcodes besorgen. Bitte lesen Sie
das Kapitel über Berkeley-DB-Tabellen, bevor Sie fortfahren. See section 8.6 BDB- oder Berkeley_db-Tabellen.
MySQL-Quelldistributionen stehen als komprimierte
tar-Archive zur
Verfügung und haben Namen wie `mysql-VERSION.tar.gz', wobei
VERSION eine Zahl ist, wie 4.1.1-alpha.
-
Fügen Sie einen Benutzer (User) und eine Gruppe (Group) hinzu, unter dem /
der
mysqld laufen soll:
shell> groupadd mysql
shell> useradd -g mysql mysql
Diese Befehle fügen den Benutzer mysql und die Gruppe mysql
hinzu. Die Syntax für useradd und groupadd kann sich auf
unterschiedlichen Unix-Systemen geringfügig unterscheiden. Die Befehle
können adduser und addgroup heißen. Wenn Sie wollen, können
Sie Benutzer und Gruppe auch anders nennen als mysql.
-
Entpacken Sie die Distribution ins aktuelle Verzeichnis:
shell> gunzip < /pfad/zu/mysql-VERSION.tar.gz | tar xvf -
Dieser Befehl erzeugt ein Verzeichnis namens `mysql-VERSION'.
-
Wechseln Sie in das oberste Verzeichnis der entpackten Distribution:
shell> cd mysql-VERSION
Beachten Sie, dass Sie aktuell MySQL aus diesem obersten Verzeichnis
konfigurieren und bauen müssen. Sie können MySQL nicht in ein anderes
Verzeichnis bauen.
-
Konfigurieren Sie das Release und kompilieren Sie alles:
shell> ./configure --prefix=/usr/local/mysql
shell> make
Wenn Sie
configure laufen lassen, können Sie dabei einige Optionen
angeben. Geben Sie ./configure --help ein, um eine Liste von
Optionen zu erhalten. section 3.3.3 Typische configure-Optionen
erörtert einige der nützlicheren Optionen.
Wenn configure fehlschlägt und Sie sich wegen Hilfe an
mysql@lists.mysql.com wenden, geben Sie bitte alle Zeilen aus
`config.log' an, von denen Sie annehmen, dass sie bei der
Problembehebung hilfreich sein könnten. Fügen Sie auch die letzten Zeilen
der Ausgabe von configure hinzu, wenn configure abbricht.
Schicken Sie den Bug-Bericht ein, indem Sie das mysqlbug-Skript
benutzen. See section 2.6.2.3 Wie man Bugs oder Probleme berichtet.
Wenn das Kompilieren fehlschlägt, sehen Sie unter
section 3.3.5 Probleme beim Kompilieren? nach, was bei einer Reihe geläufiger Probleme
hilft.
-
Installieren Sie alles:
shell> make install
Eventuell müssen Sie diesen Befehl als
root ausführen.
-
Erzeugen Sie die MySQL-Berechtigungstabellen (Grant Tables, nur notwendig,
wenn Sie MySQL noch nie vorher installiert haben):
shell> scripts/mysql_install_db
Beachten Sie, dass bei MySQL-Versionen vor Version 3.22.10 der MySQL-Server
startet, wenn Sie
mysql_install_db laufen lassen. Das gilt für
neuere Versionen nicht mehr!
-
Ändern Sie den Besitzer der Binärdateien zu
root und den Besitzer
des Daten-Verzeichnisses zu dem Benutzer, unter dem Sie mysqld laufen
lassen wollen:
shell> chown -R root /usr/local/mysql
shell> chown -R mysql /usr/local/mysql/var
shell> chgrp -R mysql /usr/local/mysql
Der erste Befehl ändert die owner-Attribute der Dateien auf den
Benutzer root, der zweite ändert die owner-Attribute des
Daten-Verzeichnisses auf den Benutzer mysql und der dritte ändert die
group-Attribute auf die Gruppe mysql.
-
Wenn Sie die Unterstützung für die Perl-
DBI/DBD-Schnittstelle
hinzufügen wollen, sehen Sie unter section 9.2 MySQL-Perl-API nach.
-
Wenn Sie wollen, dass MySQL automatisch startet, wenn Sie Ihre Maschine
hoch fahren, kopieren Sie
support-files/mysql.server an die Stelle,
wo Ihr System seine Startdateien hat. Weitere Informationen finden Sie im
support-files/mysql.server-Skript selbst sowie unter
section 3.4.3 MySQL automatisch starten und anhalten.
Nachdem alles installiert wurde, sollten Sie Ihre Distribution
initialisieren und testen:
shell> /usr/local/mysql/bin/safe_mysqld --user=mysql &
Wenn dieser Befehl sofort mit mysqld daemon ended fehlschlägt,
finden Sie einige Informationen dazu in der Datei
`mysql-Daten-Verzeichnis/'hostname'.err'. Der wahrscheinliche Grund ist
der, dass bereits ein anderer mysqld-Server läuft. See section 5.1.4 Viele MySQL-Server auf derselben Maschine laufen lassen.
See section 3.4 Einstellungen und Tests nach der Installation.
Manchmal erscheinen Patches auf der Mailing-Liste oder werden auf
Patches-Bereich auf der
MySQL-Website eingestellt.
Um einen Patch aus der Mailing-Liste anzuwenden, speichern Sie die
Nachricht, in der der Patch enthalten ist, in eine Datei. Wechseln Sie dann
ins oberste Verzeichnis Ihres MySQL-Source-Trees und geben Sie folgende
Befehle ein:
shell> patch -p1 < patch-datei-name
shell> rm config.cache
shell> make clean
Patches von der FTP-Site werden als Klartextdateien (Plain Text) oder als
mit gzip komprimierte Dateien distribuiert. Ein Klartext-Patch
wenden Sie genau so an, wie oben für die Patches von der Mailing-Liste
beschrieben. Um ein komprimiertes Patch anzuwenden, wechseln Sie ins
oberste Verzeichnis Ihres MySQL-Source-Trees und geben Sie folgende Befehle
ein:
shell> gunzip < patch-datei-name.gz | patch -p1
shell> rm config.cache
shell> make clean
Nachdem Sie einen Patch angewendet haben, folgen Sie den Anweisungen für
eine normale Installation vom Quellcode, indem Sie mit dem Schritt
./configure anfangen. Nach dem Schritt make install, starten
Sie den MySQL-Server neu.
Es kann sein, dass Sie jeden laufenden Server anhalten müssen, bevor Sie
make install laufen lassen können. (Das machen Sie mit
mysqladmin shutdown.) Einige Systeme lassen es nicht zu, dass eine
neue Programmversion installiert wird, wenn diese eine Version ersetzt, die
momentan ausgeführt wird.
Das configure-Skript gibt Ihnen in großem Umfang Kontrolle über die
Konfigurationsmöglichkeiten Ihrer MySQL-Distribution. Typischerweise machen
Sie das unter Verwendung der Optionen auf der
configure-Kommandozeile. Sie können ausserdem configure
beeinflussen, indem Sie bestimmte Umgebungsvariablen benutzen.
See section F Umgebungsvariablen. Um eine Liste der Optionen zu erhalten, die
configure unterstützt, geben Sie folgendes ein:
shell> ./configure --help
Einige der gebräuchlicheren configure-Optionen sind im Folgenden
beschrieben:
-
Um nur die MySQL-Client Bibliotheken und Client-Programme und nicht den
Server zu kompilieren, benutzen Sie die
--ohne-server-Option:
shell> ./configure --without-server
Wenn Sie keinen C++-Kompiler haben, können Sie mysql nicht
kompilieren (MySQL ist das einzige Client-Programm, das C++ erfordert). In
diesem Fall können Sie den Code in configure entfernen, der auf den
C++-Kompiler testet, und dann ./configure mit der
--without-server-Option eingeben. Dieser Kompilierschritt wird nach
wie vor versuchen, mysql zu bauen, aber Sie können alle Warnungen zu
`mysql.cc' ignorieren. (Wenn make anhält, versuchen Sie
make -k, um ihm mitzuteilen, dass es mit dem Rest des Builds
fortfahren soll, auch wenn Fehler auftreten.)
-
Wenn Sie nicht wollen, dass Ihre Log-Dateien und Datenbankverzeichnisse
unter `/usr/local/var' liegen, benutzen Sie ein
configure-Kommando wie folgendes:
shell> ./configure --prefix=/usr/local/mysql
shell> ./configure --prefix=/usr/local \
--localstatedir=/usr/local/mysql/data
Der erste Befehl ändert das Installationspräfix, so dass alles unter
`/usr/local/mysql' statt unter `/usr/local' installiert wird. Der
zweite Befehl bewahrt das vorgabemäßige Installationspräfix, aber
überschreibt die vorgabemäßige Stelle für Datenbankverzeichnisse
(normalerweise `/usr/local/var') und ändert sie zu
/usr/local/mysql/data.
-
Wenn Sie Unix benutzen und wollen, dass der MySQL-Socket an anderer Stelle
liegt als vorgabemäßig (normalerweise im Verzeichnis `/tmp' oder
`/var/run'), benutzen Sie ein
configure-Kommando wie folgendes:
shell> ./configure --with-unix-socket-path=/usr/local/mysql/tmp/mysql.sock
Beachten Sie, dass die angegebene Datei mit einem absoluten Pfadnamen
angegeben werden muss! Sie können den Speicherort von `mysql.sock'
auch später noch ändern, indem Sie die MySQL Optionsdateien benutzen.
See section A.4.5 Wie Sie die MySQL-Socket-Datei `/tmp/mysql.sock' schützen oder ändern.
-
Wenn Sie statisch gelinkte Programme kompilieren wollen (um zum Beispiel
eine Binärdistribution zu machen, mehr Geschwindigkeit zu erhalten oder
Probleme mit RedHat-Linux-Distributionen zu umgehen (Workaround)), geben
Sie
configure wie folgt ein:
shell> ./configure --with-client-ldflags=-all-static \
--with-mysqld-ldflags=-all-static
-
Wenn Sie
gcc benutzen und libg++ oder libstdc++ nicht
installiert haben, können Sie configure mitteilen, gcc als
Ihren C++-Kompiler zu benutzen:
shell> CC=gcc CXX=gcc ./configure
Wenn Sie gcc als C++-Kompiler benutzen, versucht dieser nicht,
libg++ oder libstdc++ zu linken.
Hier sind einige gebräuchliche Umgebungsvariablen, die man in Abhängigkeit
vom verwendeten Kompiler setzen kann:
| gcc 2.7.2.1 |
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -felide-constructors"
|
| egcs 1.0.3a |
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti"
|
| gcc 2.95.2 |
CFLAGS="-O3 -mpentiumpro" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -mpentiumpro -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti"
|
| pgcc 2.90.29 oder newer |
CFLAGS="-O3 -mpentiumpro -mstack-align-double" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -mpentiumpro -mstack-align-double -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti"
|
In den meisten Fällen erhalten Sie eine ziemlich optimale MySQL-Binärdatei,
indem Sie die Optionen von weiter oben nutzen und die folgenden Optionen
zur Konfigurationszeile hinzufügen:
--prefix=/usr/local/mysql --enable-assembler --with-mysqld-ldflags=-all-static
Die komplette Konfigurationszeile würde also etwa wie folgt aussehen (für
alle aktuellen gcc-Versionen):
CFLAGS="-O3 -mpentiumpro" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -mpentiumpro -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --enable-assembler --with-mysqld-ldflags=-all-static
Die Binärdistributionen, die wir auf der MySQL-Website unter
http://www.mysql.com zur Verfügung stellen, sind allesamt mit voller
Optimierung kompiliert und sollten daher für die meisten Benutzer perfekt
sein. See section 3.2.6 MySQL-Binärdistributionen, die von MySQL AB kompiliert wurden. Einiges können Sie noch fein justieren, um
noch schnellere Binärdistributionen zu erhalten, aber das ist nur etwas für
fortgeschrittene Benutzer. See section 6.5.3 Wie Kompilieren und Linken die Geschwindigkeit von MySQL beeinflusst.
Wenn der Build fehlschlägt und Fehler produziert, die aussagen, dass Ihr
Kompiler oder Linker nicht in der Lage ist, die gemeinsam benutzte
(shared) Bibliothek `libmysqlclient.so.#' (`#' ist eine
Versionsnummer) zu erzeugen, können Sie dieses Problem umgehen, indem Sie
die --disable-shared-Option von configure benutzen. In diesem
Fall baut configure keine gemeinsam benutzte
libmysqlclient.so.#-Bibliothek.
-
Sie können MySQL so konfigurieren, dass keine
DEFAULT-Spaltenwerte
für Nicht-NULL-Spalten benutzt werden (also Spalten, bei denen nicht
zulässig ist, dass sie NULL sind). Das führt dazu, dass
INSERT-Statements einen Fehler erzeugen, ausser wenn ausdrücklich
Werte für Spalten angegeben werden, die einen Nicht-NULL-Werte
verlangen. Um die Benutzung von Vorgabewerten zu unterdrücken, geben Sie
configure wie folgt ein:
shell> CXXFLAGS=-DDONT_USE_DEFAULT_FIELDS ./configure
-
Als Vorgabe benutzt MySQL den Zeichensatz ISO-8859-1 (Latin1). Um diesen
Vorgabesatz zu ändern, benutzen Sie die
--with-charset-Option:
shell> ./configure --with-charset=CHARSET
CHARSET kann einer der folgenden sein: big5, cp1251, cp1257,
czech, danish, dec8, dos, euc_kr,
gb2312, gbk, german1, hebrew, hp8,
hungarian, koi8_ru, koi8_ukr, latin1,
latin2, sjis, swe7, tis620, ujis,
usa7 oder win1251ukr.
See section 5.6.1 Der für Daten und Sortieren benutzte Zeichensatz.
Wenn Sie Zeichen zwischen Server und Client konvertieren wollen, sollten
Sie sich den SET OPTION CHARACTER SET-Befehl ansehen.
See section 6.5.6 SET-Syntax.
Achtung: Wenn Sie Zeichensätze ändern, nachdem Sie irgend welche
Tabellen angelegt haben, müssen Sie myisamchk -r -q über jede
Tabelle laufen lassen, denn ansonsten könnten Ihre Indexe falsch sortiert
werden. (Das kann passieren, wenn Sie MySQL installieren, ein paar Tabellen
erzeugen und danach MySQL rekonfigurieren, so dass es einen anderen
Zeichensatz benutzt, und dann neu installieren.)
Mit der Option --with-extra-charset=LIST können Sie zusätzliche
Zeichensätze definieren, die in den Server einkompiliert werden sollen.
Hierbei ist LIST entweder eine Liste eines Zeichensatzes, die durch
Leerzeichen getrennt ist, oder complex, um alle Zeichen
einzuschließen, die nicht dynamisch geladen werden können, oder
all, um alle Zeichensätze in die Binärdateien einzuschließen.
-
Um MySQL mit Debug-Code zu konfigurieren, benutzen Sie die
--with-debug-Option:
shell> ./configure --with-debug
Das bewirkt, dass eine sichere Speicherzuweisung (Memory Allocator)
eingeschlossen wird, die einige Fehler finden kann und die Ausgaben
liefert, was passiert ist. See section E.1 Einen MySQL-Server debuggen.
-
Wenn Ihre Client-Programme Threads benutzen, müssen Sie zusätzlich eine
Thread-sichere Version der MySQL-Client-Bibliothek mit der
--enable-Thread-safe-client-configure-Option kompilieren. Hierdurch
wird eine libmysqlclient_r-Bibliothek angelegt, mit der Sie Ihre
threaded Applikationen linken können. See section 9.4.8 Wie man einen threaded Client herstellt.
-
Optionen, die zu bestimmten Systemen gehören, finden sich im
systemspezifischen Abschnitt dieses Handbuchs. See section 3.2.2 Betriebssysteme, die von MySQL unterstützt werden.
VORSICHT: Sie sollten diesen Abschnitt nur lesen, wenn Sie daran
interessiert sind, uns beim Testen von neuem Code zu helfen. Wenn Sie nur
wollen, dass MySQL auf Ihrem System läuft, sollten Sie eine
Standard-Distribution wählen (entweder eine Quell- oder eine
Binärdistribution).
Um unseren aktuellsten Entwicklungs-Source-Tree zu bekommen, folgen Sie
diesen Anweisungen:
-
Laden Sie BitKeeper von
http://www.bitmover.com/cgi-bin/download.cgi herunter. Sie benötigen
Bitkeeper 2.0 oder neuer, um auf unser Repository zuzugreifen.
-
Folgen Sie den Anweisungen, um BitKeeper zu installieren.
-
Nachdem BitKeeper installiert ist, benutzen Sie diesen Befehl, um
den MySQL-3.23-Branch zu klonen:
shell> bk clone bk://mysql.bkbits.net/mysql-3.23 mysql-3.23
Um den 4.0-Branch zu klonen, benutzen Sie statt dessen diesen Befehl:
shell> bk clone bk://mysql.bkbits.net/mysql-4.0 mysql-4.0
Um den 4.1-Branch zu klonen, benutzen Sie statt dessen diesen Befehl:
shell> bk clone bk://mysql.bkbits.net/mysql-4.1 mysql-4.1
Um den 5.0-Branch zu klonen, benutzen Sie statt dessen diesen Befehl:
shell> bk clone bk://mysql.bkbits.net/mysql-5.0 mysql-5.0
Das erstmalige Herunterladen des Source-Trees kann eine Weile dauern,
abhängig von Ihrer Verbindungsgeschwindigkeit. Bitte Geduld.
-
Sie brauchen GNU
autoconf, automake, libtool und
m4, um die nächsten Befehle auszuführen.
Wenn Sie in diesem Stadium seltsame Fehler erhalten, überprüfen Sie bitte,
ob Sie wirklich libtool installiert haben!
shell> cd mysql
shell> bk -r edit
shell> aclocal; autoheader; autoconf; automake;
shell> ./configure # Geben Sie hier Ihre Lieblingsoptionen an
shell> make
Eine Sammlung unserer Standard-configure-Skripts befindet sich im
`BUILD/' Unterverzeichnis. Wenn Sie faul sind, können Sie
`BUILD/compile-pentium-debug' benutzen. Um für unterschiedliche
Architekturen zu kompilieren, ändern Sie das Skript ab und entfernen die
Flags, die Pentium-spezifisch sind.
-
Wenn der Build fertig ist, lassen Sie
make install laufen. Seien Sie
damit vorsichtig auf Produktionsmaschinen, denn dieser Befehl kann Ihre
Live-Release-Installation überschreiben! Wenn Sie eine weitere Installation
von MySQL haben, empfehlen wir, dass Sie ./configure mit anderen
Werten für die prefix-, tcp-port- und
unix-socket-path-Optionen ausführen als die, die für Ihren
Produktionsserver benutzt werden.
-
Spielen Sie reichlich mit Ihrer neuen Installation herum und versuchen Sie,
die neuen Features zum Absturz zu bringen. Fangen Sie an, indem Sie
make test laufen lassen. See section 10.3.2 MySQL-Test-Suite.
-
Wenn Sie bis zum
make-Stadium gekommen sind und die Distribution
sich nicht kompilieren läßt, berichten Sie das bitte an
bugs@lists.mysql.com. Wenn Sie die letzten Versionen der
erforderlichen GNU-Werkzeuge installiert haben und sie abstürzen, wenn Sie
versuchen, Ihre Konfigurationsdateien zu verarbeiten, berichten Sie das
bitte ebenfalls. Wenn Sie jedoch aclocal und einen Befehl
nicht gefunden-Fehler erhalten, berichten Sie diesen nicht. Stellen Sie
statt dessen sicher, dass alle notwendigen Werkzeuge installiert sind und dass
Ihre PATH-Variable korrekt gesetzt ist, damit Ihre Shell diese
finden kann.
-
Nach der erstmaligen
bk clone-Operation, um den Source-Tree zu
erhalten, sollten Sie in regelmäßigen Abständen bk pull laufen
lassen, um Aktualisierungen zu erhalten.
-
Sie erhalten die Änderungen-Geschichte (Change History) des Trees mit allen
Diffs, indem Sie
bk sccstool benutzen. Wenn Sie seltsame Diffs sehen
oder Code, zu dem Sie Fragen haben, zögern Sie nicht, uns eine E-Mail an
internals@lists.mysql.com zu schicken. Auch wenn Sie meinen, eine
bessere Idee zu haben, wie etwas gemacht werden sollte, schicken Sie uns
eine E-Mail an dieselbe Adresse, mit einem Patch. bk diffs erzeugt
ein Patch für Sie, nachdem Sie Änderungen am Quellcode durchgeführt haben.
Wenn Sie keine Zeit haben, Ihre Idee zu kodieren, schicken Sie einfach eine
Beschreibung.
-
BitKeeper hat ein nettes Hilfe-Dienstprogramm, auf das Sie über
bk
helptool zugreifen können.
Alle MySQL-Programme lassen sich sauber ohne Warnungen auf Solaris mit
gcc kompilieren. Auf anderen Systemen können Warnungen wegen
Unterschieden in System-Include-Dateien auftreten. Siehe section 3.3.6 Anmerkungen zu MIT-pThreads
wegen Warnungen, die auftreten können, wenn Sie MIT-pThreads verwenden.
Wegen anderer Probleme sehen Sie bitte in der unten stehenden Liste nach.
Die Lösung für viele Probleme beinhaltet Rekonfigurieren. Wenn Sie
rekonfigurieren müssen, beachten Sie Folgendes:
-
Wenn
configure laufen gelassen wird, nachdem es schon einmal lief,
benutzt es möglicherweise Informationen, die bei vorherigen Aufrufen
gesammelt wurden. Diese Information wird in der Datei `config.cache'
gespeichert. Wenn configure startet, sucht es diese Datei und liest
ihren Inhalt, wenn sie existiert, unter der Annahme, dass diese Information
immer noch stimmt. Diese Annahme ist falsch, wenn Sie rekonfigurieren.
-
Immer, wenn Sie
configure laufen lassen, müssen Sie auch make
laufen lassen, um erneut zu kompilieren. Sie werden jedoch einige alte
Objektdateien vorheriger Builds entfernen wollen, denn diese wurden mit
anderen Konfigurationsoptionen kompiliert.
Um zu verhindern, dass alte Konfigurationsinformationen oder Objektdateien
benutzt werden, geben Sie vor dem erneuten Aufruf von configure
folgende Befehle ein:
shell> rm config.cache
shell> make clean
Alternativ können Sie auch make distclean laufen lassen.
Die unten stehende Liste beschreibt einige der Probleme, die beim
Kompilieren von MySQL am häufigsten auftreten:
-
Wenn Sie Probleme beim Kompilieren von `sql_yacc.cc' erhalten, die den
unten gezeigten ähneln, haben Sie wahrscheinlich keinen Arbeitsspeicher
oder Swap-Platz (Auslagerungsdatei) mehr.
Internal compiler error: Programm cc1plus got fatal signal 11
oder
Out of virtual memory
oder
Virtual memory exhausted
Das Problem liegt darin, dass
gcc riesige Mengen von Arbeitsspeicher
benötigt, um `sql_yacc.cc' mit Inline-Funktionen zu kompilieren.
Versuchen Sie, configure mit der --with-low-memory-Option
auszuführen:
shell> ./configure --with-low-memory
Diese Option veranlasst, dass -fno-inline zur Kompilierzeile
hinzugefügt wird, wenn Sie gcc benutzen, bzw. -O0, wenn Sie
etwas anderes benutzen. Sie sollten die --with-low-memory-Option
selbst dann benutzen, wenn Sie glauben, so viel Arbeitsspeicher und
Swap-Platz zu haben, dass Ihnen diese unmöglich ausgehen können. Das
Problem wurde selbst auf Systemen mit großzügiger Hardware-Ausstattung
beobachtet, und die --with-low-memory-Option behebt es
üblicherweise.
-
Vorgabemäßig sucht
configure c++ als Kompiler-Namen aus und
GNU c++ linkt mit -lg++. Wenn Sie gcc benutzen, kann
dieses Verhalten Probleme bei Konfigurationen wie dieser verursachen:
configure: error: installation oder configuration problem:
c++ compiler cannot create executables.
Eventuell stoßen Sie beim Kompilieren auch auf Probleme, die mit
g++, libg++ oder libstdc++ zu tun haben.
Eine Ursache dieser Probleme liegt darin, dass Sie kein g++ haben
dürfen, oder Sie dürfen g++ haben, aber nicht libg++ oder
libstdc++. Schauen Sie in die `config.log'-Datei! Sie sollten
die genaue Ursache enthalten, warum Ihr C++-Kompiler nicht funktioniert! Um
dieses Problem zu umgehen, können Sie gcc als Ihren C++-Kompiler
benutzen. Versuchen Sie, die Umgebungsvariable CXX auf "gcc
-O3" zu setzen. Beispiel:
shell> CXX="gcc -O3" ./configure
Das funktioniert, weil gcc C++-Quellen genau so gut wie g++
kompiliert, aber vorgabemäßig weder libg++ noch libstdc++
linkt.
Eine andere Möglichkeit, das Problem zu beheben, besteht natürlich darin,
g++, libg++ und libstdc++ zu installieren.
-
Wenn Ihr Kompilieren mit Fehlern wie dem folgenden fehlschlägt, müssen Sie
Ihre Version von
make auf GNU make aktualisieren:
making all in mit-pThreads
make: Fatal error in reader: Makefile, line 18:
Badly formed macro assignment
oder
make:Datei `Makefile' line 18: Must be a separator (:
oder
pThread.h: No such file or directory
Von Solaris und FreeBSD ist bekannt, dass sie problembehaftete
make-Programme haben.
GNU make Version 3.75 funktioniert bekanntermaßen.
-
Wenn Sie Flags definieren wollen, die von Ihrem C- oder C++-Kompiler
benutzt werden, fügen Sie die Flags den
CFLAGS- und
CXXFLAGS-Umgebungsvariablen hinzu. Sie können auf diese Weise auch
die Kompilernamen festlegen, indem Sie CC und CXX benutzen.
Beispiel:
shell> CC=gcc
shell> CFLAGS=-O3
shell> CXX=gcc
shell> CXXFLAGS=-O3
shell> export CC CFLAGS CXX CXXFLAGS
Siehe section 3.2.6 MySQL-Binärdistributionen, die von MySQL AB kompiliert wurden: Eine Liste von Flag-Definitionen, die sich
auf verschiedenen Systemen als nützlich erwiesen haben.
-
Wenn Sie einen Fehler wie den folgenden erhalten, müssen Sie Ihren
gcc-Kompiler aktualisieren:
client/libmysql.c:273: parse error before `__attribute__'
gcc 2.8.1 funktioniert bekanntermaßen, aber wir empfehlen statt
dessen gcc 2.95.2 oder egcs 1.0.3a.
-
Wenn Sie Fehler wie die unten stehenden erhalten, wenn Sie
mysqld
kompilieren, hat configure den Typ des letzten Arguments für
accept(), getsockname() oder getpeername() nicht
korrekt erkannt:
cxx: Error: mysqld.cc, line 645: In this statement, the referenced
type of the pointer value "&length" is "unsigned long", which
is not compatible with "int".
new_sock = accept(sock, (struct sockaddr *)&cAddr, &length);
Um das zu beheben, editieren Sie die `config.h'-Datei (die von
configure angelegt wird). Suchen Sie nach folgenden Zeilen:
/* Define as the base type of the last arg to accept */
#define SOCKET_SIZE_TYPE XXX
Ändern Sie XXX zu size_t oder int, abhängig von Ihrem
Betriebssystem. (Beachten Sie, dass Sie das jedes Mal tun müssen, wenn Sie
configure laufen lassen, weil configure die Datei
`config.h' neu erzeugt.)
-
Die `sql_yacc.cc'-Datei wird von `sql_yacc.yy' erzeugt.
Normalerweise muss der Build-Prozess keine `sql_yacc.cc' erzeugen,
weil MySQL schon mit einer fertig erzeugten Kopie daher kommt. Wenn Sie sie
jedoch neu erzeugen müssen, könnten Sie folgenden Fehler erhalten:
"sql_yacc.yy", line xxx fatal: default action causes potential...
Das ist ein Indiz dafür, dass Ihre Version von
yacc fehlerhaft ist.
Sie müssen statt dessen wahrscheinlich bison (die GNU-Version von
yacc) installieren und benutzen.
-
Wenn Sie
mysqld oder einen MySQL-Client debuggen wollen, lassen Sie
configure mit der --with-debug-Option laufen. Kompilieren Sie
danach neu und linken Sie Ihre Clients mit der neuen Client-Bibliothek.
See section E.2 Einen MySQL-Client debuggen.
Dieser Abschnitt beschreibt einige der Themen im Zusammenhang mit MIT-pThreads.
Beachten Sie, dass Sie auf Linux KEINE MIT-pThreads benutzen, sondern statt
dessen LinuxThreads installieren sollten!
See section 3.6.1 Linux (alle Linux-Versionen).
Wenn Ihr System keine native Thread-Unterstützung bietet, müssen Sie MySQL
unter Verwendung des MIT-pThread-Pakets bauen. Das betrifft ältere
FreeBSD-Systeme, SunOS 4.x, Solaris 2.4 und früher und einige andere.
See section 3.2.2 Betriebssysteme, die von MySQL unterstützt werden.
-
Auf den meisten Systemen können Sie die Benutzung von erzwingen, indem Sie
configure mit der --with-mit-Threads-Option laufen lassen:
shell> ./configure --with-mit-threads
Wenn Sie MIT-pThreads benutzen, wird das Bauen (Building) in ein
Nicht-Quellcode-Verzeichnis nicht unterstützt, weil wir die Änderungen an
diesem Code minimal halten wollen.
-
Die Überprüfungen, die festlegen, ob MIT-pThreads benutzt werden sollten
oder nicht, finden nur in dem Teil des Konfigurationsprozesses statt, der
mit dem Server-Code zu tun hat. Wenn Sie die Distribution mit
--without-server konfigurieren, um nicht den Client-Code zu bauen,
wissen die Clients nicht, ob sie MIT-pThreads benutzen sollen oder nicht
und werden vorgabemäßig Unix-Socket-Verbindungen benutzen. Weil
Unix-Sockets unter MIT-pThreads nicht laufen, heißt das, dass Sie
-h oder --host benutzen müssen, wenn Sie Client-Programme
laufen lassen.
-
Wenn MySQL so kompiliert wird, dass es MIT-pThreads benutzt, wird
System-Sperren (System Locking) vorgabemäßig aus Performance-Gründen
ausgeschaltet. Mit der
--use-locking-Option können Sie dem Server
mitteilen, System-Sperren zu benutzen.
-
Manchmal schlägt der pThread-
bind()-Befehl fehl und bindet nicht an
ein Socket, ohne jede Fehlermeldung (zumindest auf Solaris). Als Ergebnis
schlagen alle Verbindungen zum Server fehl. Beispiel:
shell> mysqladmin version
mysqladmin: connect to server at '' failed;
error: 'Can't connect to mysql server on localhost (146)'
Die Lösung besteht darin, den mysqld-Server zu killen und neu zu
starten. Uns ist das nur dann passiert, wenn wir den Server gezwungen
haben, herunter zu fahren und sofort danach einen Neustart durchgeführt
haben.
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Bei MIT-pThreads läßt sich der
sleep()-Systemaufruf nicht mit
SIGINT (break) unterbrechen. Das merken Sie nur, wenn Sie
mysqladmin --sleep ausführen. Sie müssen dann warten, bis der
sleep()-Aufruf beendet wurde, bevor die Unterbrechungsanforderung
(Interrupt) bedient wird und der Prozess anhält.
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Wenn Sie linken, erhalten Sie möglicherweise Warnmeldungen wie diese
(zumindest auf Solaris). Sie können sie ignorieren:
ld: warning: symbol `_iob' hat differing sizes:
(file /my/local/pThreads/lib/libpThread.a(findfp.o) value=0x4;
file /usr/lib/libc.so value=0x140);
/my/local/pThreads/lib/libpThread.a(findfp.o) definition taken
ld: warning: symbol `__iob' hat differing sizes:
(file /my/local/pThreads/lib/libpThread.a(findfp.o) value=0x4;
file /usr/lib/libc.so value=0x140);
/my/local/pThreads/lib/libpThread.a(findfp.o) definition taken
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Einige weitere Warnungen können ebenfalls ignoriert werden:
implicit declaration of function `int strtoll(...)'
implicit declaration of function `int strtoul(...)'
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Wir haben es bislang nicht geschafft,
readline mit MIT-pThreads zum
Laufen zu bringen. (Das wird zwar nicht benötigt, mag aber für einige
interessant sein.)
Sie benötigen folgendes:
MySQL bauen
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Erzeugen Sie ein Arbeitsverzeichnis (z. B. workdir).
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Entpacken Sie die Quelldistribution in dieses Verzeichnis.
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Starten Sie den VC++-6.0-Kompiler.
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Wählen Sie im
File-Menü Open Workspace.
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Öffnen Sie den `mysql.dsw'-Workspace, den Sie im Arbeitsverzeichnis
finden.
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Wählen Sie im
Build-Menü das Set Active Configuration-
Menü.
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Wählen Sie
mysqld - Win32 Debug und klicken Sie auf OK.
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Drücken Sie
F7, um mit dem Bauen des Debug-Servers, der
Bibliotheken und einiger Client-Applikationen zu beginnen.
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Wenn das Kompilieren beendet ist, kopieren Sie die Bibliotheken und die
ausführbaren Dateien in ein separates Verzeichnis.
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Kompilieren Sie die Release-Versionen, die Sie haben wollen, auf
dieselbe Art.
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Erzeugen Sie das Verzeichnis für die MySQL-Dateien, z. B.
`c:\mysql'.
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Kopieren Sie aus dem Arbeitsverzeichnis folgende Verzeichnisse in das
c:\mysql-Verzeichnis:
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Erzeugen Sie das Verzeichnis `c:\mysql\bin' und kopieren Sie alle
Server und Clients, die Sie vorher kompiliert haben, hinein.
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Wenn Sie wollen, können Sie auch das `lib'-Verzeichnis erzeugen und
die vorher kompilierten Bibliotheken hinein kopieren.
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Führen Sie mit Visual Studio ein Clean durch.
Konfigurieren und starten Sie den Server auf dieselbe Weise wie bei der
Windows-Binärdistribution. See section 3.3.6.1 Vorbereitung der Windows-Umgebung.
Wenn Sie MySQL erst einmal installiert haben (aus einer Binär- oder einer
Quelldistribution), müssen Sie die Berechtigungstabellen (Grant Tables)
initialisieren, den Server starten und sicherstellen, dass der Server
korrekt funktioniert. Eventuell wollen Sie auch einrichten, dass der Server
automatisch gestartet und angehalten wird, wenn Ihr System startet oder
herunter gefahren wird.
Normalerweise installieren Sie die Berechtigungstabellen und starten den
Server wie folgt:
Bei der Installation einer Quelldistribution:
shell> ./scripts/mysql_install_db
shell> cd mysql_installations_verzeichnis
shell> ./bin/safe_mysqld --user=mysql &
Bei einer Binärdistribution (nicht RPM- oder pkg-Pakete) tun Sie folgendes:
shell> cd mysql_installations_verzeichnis
shell> ./bin/mysql_install_db
shell> ./bin/safe_mysqld --user=mysql &
Das legt die mysql-Datenbank an, die alle Zugriffsrechte auf
Datenbanken enthält, die test-Datenbank, die Sie benutzen können, um
MySQL zu testen und zusätzlich Berechtigungseinträge für den Benutzer, der
mysql_install_db ausführt sowie einen root-Benutzer (ohne
Passworte!). Durch den letzten Befehl wird der mysqld-Server
gestartet.
mysql_install_db überschreibt keine alten Berechtigungstabellen,
deshalb sollte es unter allen Umständen sicher sein. Wenn Sie die
test-Datenbank nicht haben wollen, können Sie sie mit
mysqladmin -u root drop test entfernen.
Am einfachsten läßt sich das Durchtesten vom obersten Verzeichnis der
MySQL-Distribution durchführen. Bei einer Binärdistribution ist das Ihr
Installationsverzeichnis (üblicherweise etwas wie `/usr/local/mysql').
Bei einer Quelldistribution ist es das Hauptverzeichnis Ihres
MySQL-Source-Trees.
In den unten dargestellten Befehlen dieses Abschnitts und der folgenden
Unterabschnitte ist BINDIR der Pfad zu dem Speicherort, wo Programme
wie mysqladmin und safe_mysqld installiert sind. Bei einer
Binärdistribution ist das `bin'-Verzeichnis innerhalb der
Distribution. Bei einer Quelldistribution ist BINDIR wahrscheinlich
`/usr/local/bin', es sei denn, Sie haben ein anderes
Installationsverzeichnis als `/usr/local' angegeben, als Sie
configure laufen ließen. EXECDIR ist der Speicherort, in dem
der mysqld-Server installiert ist. Bei einer Binärdistribution ist
das derselbe wie BINDIR. Bei einer Quelldistribution ist
EXECDIR wahrscheinlich `/usr/local/libexec'.
Das Durchtesten wird im Folgenden detailliert beschrieben.
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Falls notwendig, starten Sie den
mysqld-Server und richten die
anfänglichen MySQL-Berechtigungstabellen ein, die alle Zugriffsrechte
enthalten, die festlegen, wie sich Benutzer mit dem Server verbinden
dürfen. Das wird normalerweise mit dem mysql_install_db-Skript
gemacht:
shell> scripts/mysql_install_db
Typischerweise müssen Sie mysql_install_db nur laufen lassen, wenn
Sie MySQL zum ersten Mal installieren. Wenn Sie eine existierende
Installation aktualisieren (Update), können Sie deshalb diesen Schritt
überspringen. (mysql_install_db ist jedoch ziemlich sicher und
aktualisiert keine bereits existierenden Tabellen, daher können Sie im
Zweifel immer mysql_install_db laufen lassen.)
mysql_install_db erzeugt sechs Tabellen (user, db,
host, tables_priv, columns_priv und func) in
der mysql-Datenbank. Eine Beschreibung der anfänglichen
Zugriffsrechte wird in section 5.2.5 Wie das Berechtigungssystem funktioniert festgelegt. Kurz gesagt
erlauben diese Zugriffsrechte dem MySQL-Benutzer root, alles zu tun,
und jedem, Datenbanken anzulegen oder zu benutzen, deren Name 'test'
ist oder mit 'test_' beginnt.
Wenn Sie die Zugriffsberechtigungstabellen (Grant Tables) nicht einrichten,
wird folgender Fehler in der Logdatei erscheinen, wenn Sie den Server
starten:
mysqld: Can't find file: 'host.frm'
Dasselbe kann auch bei einer MySQL-Binärdistribution passieren, wenn Sie
MySQL nicht mit exakt ./bin/safe_mysqld starten!
See section 5.7.2 safe_mysqld, der Wrapper um mysqld.
Eventuell müssen Sie mysql_install_db als root laufen lassen.
Wenn Sie wollen, können Sie jedoch den MySQL-Server als unprivilegierter
(non-root)-Benutzer laufen lassen, vorausgesetzt, dieser Benutzer
darf Dateien im Datenbank-Verzeichnis lesen und schreiben. Anweisungen, wie
Sie MySQL als unprivilegierter Benutzer laufen lassen können, finden Sie in
section 5.3.3 Wann Berechtigungsänderungen wirksam werden.
Wenn Sie Probleme mit mysql_install_db bekommen, sehen Sie bitte
unter section 3.4.1 Probleme mit mysql_install_db nach.
Es gibt eine Reihe von Alternativen zum Laufenlassen des
mysql_install_db-Skripts, was mit der MySQL-Distribution
mitgeliefert wird:
-
Sie können
mysql_install_db editieren, bevor Sie es laufen lassen,
um die anfänglichen Zugriffsrechte zu ändern, die in die Rechtetabellen
installiert werden. Das ist nützlich, wenn Sie MySQL auf einer großen Zahl
von Maschinen mit denselben Zugriffsrechten installieren wollen. In diesem
Fall müssen Sie wahrscheinlich nur ein paar zusätzliche
INSERT-Statements für die mysql.user- und
mysql.db-Tabellen hinzufügen!
-
Wenn Sie Dinge in den Berechtigungstabellen ändern wollen, nachdem diese
installiert wurden, lassen Sie
mysql_install_db laufen und geben
dann den Befehl mysql -u root mysql ein, um sich als
MySQL-root-Benutzer mit den Berechtigungstabellen zu verbinden.
Danach können Sie SQL-Statements eingeben, um die Tabellen direkt zu
verändern.
-
Es ist möglich, die Berechtigungstabellen komplett neu zu erzeugen, nachdem
Sie angelegt wurden. Das werden Sie zum Beispiel tun wollen, wenn Sie die
Tabellen bereits angelegt haben, Sie nun aber neu anlegen wollen, weil Sie
mysql_install_db editiert haben.
Zu weiteren Informationen über diese Alternativen siehe
section 5.2 Allgemeine Sicherheitsthemen und das MySQL-Zugriffsberechtigungssystem.
-
Starten Sie den MySQL-Server wie folgt:
shell> cd mysql_installations_verzeichnis
shell> bin/safe_mysqld &
Wenn Sie Probleme haben, den Server zu starten, sehen Sie unter
section 3.4.2 Probleme mit dem Start des MySQL-Servers nach.
-
Benutzen Sie
mysqladmin, um sicherzustellen, dass der Server läuft.
Die folgenden Befehle sind ein einfacher Test, um zu überprüfen, ob der
Server läuft und auf Verbindungen reagiert:
shell> BINDIR/mysqladmin version
shell> BINDIR/mysqladmin variables
Die Ausgabe von mysqladmin version kann geringfügig variieren,
abhängig von Ihrer Plattform und der Version von MySQL, sollte aber etwa
wie folgt aussehen:
shell> BINDIR/mysqladmin version
mysqladmin Ver 8.14 Distrib 3.23.32, for linux on i586
Copyright (C) 2000 MySQL AB & MySQL Finnland AB & TCX DataKonsult AB
This software comes mit ABSOLUTELY NO WARRANTY. This ist free software,
und you are welcome to modify und redistribute it under the GPL license
Server version 3.23.32-debug
Protokoll version 10
Connection Localhost via Unix socket
TCP port 3306
UNIX socket /tmp/mysql.sock
Uptime: 16 sec
Threads: 1 Questions: 9 Slow queries: 0 Opens: 7 Flush tables: 2 Open tables: 0 Queries per second avg: 0.000 Memory in use: 132K Max memory used: 16773K
Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was Sie sonst noch mit
BINDIR/mysqladmin tun können, rufen Sie es mit der
--help-Option auf.
-
Stellen Sie sicher, dass Sie den Server herunter fahren können:
shell> BINDIR/mysqladmin -u root shutdown
-
Stellen Sie sicher, dass Sie den Server erneut starten können. Tun Sie das
unter Benutzung von
safe_mysqld oder indem Sie mysqld direkt
aufrufen. Beispiel:
shell> BINDIR/safe_mysqld --log &
Wenn safe_mysqld fehlschlägt, versuchen Sie, es vom
MySQL-Installationsverzeichnis aus zu starten (falls Sie noch nicht dort
sind). Wenn das nicht funktioniert, sehen Sie unter see section 3.4.2 Probleme mit dem Start des MySQL-Servers nach.
-
Lassen Sie ein paar einfache Tests ablaufen um sicherzustellen, dass der
Server funktioniert. Die Ausgabe sollte ähnlich der folgenden sein:
shell> BINDIR/mysqlshow
+-----------+
| Databases |
+-----------+
| mysql |
+-----------+
shell> BINDIR/mysqlshow mysql
Datenbank: mysql
+--------------+
| Tables |
+--------------+
| columns_priv |
| db |
| func |
| host |
| tables_priv |
| user |
+--------------+
shell> BINDIR/mysql -e "select host,db,user from db" mysql
+------+--------+------+
| host | db | user |
+------+--------+------+
| % | test | |
| % | test_% | |
+------+--------+------+
Zusätzlich gibt es eine Benchmark-Suite im `sql-bench'-Verzeichnis
(unterhalb des MySQL-Installationsverzeichnisses), die Sie benutzen können,
um die Leistungsdaten von MySQL auf verschiedenen Plattformen zu
vergleichen. Das `sql-bench/Results'-Verzeichnis enthält die
Ergebnisse vieler Testläufe mit verschiedenen Datenbanken und Plattformen.
Um alle Tests durchzuführen, geben Sie folgende Befehle ein:
shell> cd sql-bench
shell> run-all-tests
Wenn Sie kein `sql-bench'-Verzeichnis haben, benutzen Sie
wahrscheinlich ein RPM für eine Binärdistribution. (Quelldistributions-RPMs
beinhalten das Benchmark-Verzeichnis.) In diesem Fall müssen Sie die
Benchmark-Suite zuerst installieren, bevor Sie sie benutzen können. Ab
MySQL Version 3.22 gibt es Benchmark-RPM-Dateien, die
`mysql-bench-VERSION-i386.rpm' benannt sind, die Benchmark-Code und
Daten enthalten.
Wenn Sie eine Quelldistribution haben, können Sie auch die Tests im
`tests'-Unterverzeichnis ausführen. Um beispielsweise
`auto_increment.tst' auszuführen, geben Sie folgendes ein:
shell> BINDIR/mysql -vvf test < ./tests/auto_increment.tst
Die Ergebnisse stehen dann in der `./tests/auto_increment.res'-Datei.
Der Zweck des mysql_install_db-Skripts ist, neue
MySQL-Berechtigungstabellen zu erzeugen. Es betrifft keine anderen Daten!
Es tut nichts, wenn Sie bereits MySQL-Berechtigungstabellen installiert
haben!
Wenn Sie Ihre Berechtigungstabellen neu erzeugen wollen, sollten Sie den
mysqld-Server herunter fahren, falls er läuft, und dann etwas
Ähnliches wie folgendes tun:
mv mysql-data-verzeichnis/mysql mysql-data-verzeichnis/mysql-old
mysql_install_db
Dieser Abschnitt listet Probleme auf, denen Sie vielleicht begegnen, wenn
Sie mysql_install_db laufen lassen:
mysql_install_db installiert die Berechtigungstabellen nicht.
-
Eventuell stellen Sie fest, dass
mysql_install_db bei der
Installations der Berechtigungstabellen fehlschlägt und mit folgenden
Meldungen endet:
starting mysqld daemon with databases from XXXXXX
mysql daemon ended
In diesem Fall sollten Sie einen gründlichen Blick in die Log-Datei werfen!
Diese sollte sich im Verzeichnis `XXXXXX' befinden, das in der
Fehlermeldung ausgegeben wird, und sollte anzeigen, warum mysqld
nicht startete. Wenn Sie nicht verstehen, was passiert ist, schicken Sie
einen Bug-Bericht inklusive Log. Benutzen Sie hierfür mysqlbug!
See section 2.6.2.3 Wie man Bugs oder Probleme berichtet.
- Es läuft bereits ein
mysqld-Daemon.
-
In diesem Fall müssen Sie wahrscheinlich
mysql_install_db überhaupt
nicht starten. Sie müssen mysql_install_db nur einmal starten, und
zwar, wenn Sie MySQL zum ersten Mal installieren.
- Die Installation eines zweiten
mysqld-Daemons schlägt fehl,
-
wenn bereits ein Daemon läuft.
Das kann vorkommen, wenn Sie bereits eine existierende MySQL-Installation
haben, aber eine neue Installation an einem anderen Speicherort
unterbringen wollen (zum Beispiel für Testzwecke, oder vielleicht wollen
Sie auch einfach zwei Installationen zugleich laufen lassen. Im Allgemeinen
ist der Grund für das Problem, wenn Sie versuchen, den zweiten Server
laufen zu lassen, dass der zweite Server versucht, denselben Socket und
Port wie der alte zu benutzen. In diesem Fall erhalten Sie als
Fehlermeldung:
Can't start server: Bind on TCP/IP port: Address
already in use oder Can't start server : Bind on unix socket....
See section 5.1.4 Viele MySQL-Server auf derselben Maschine laufen lassen.
- Sie haben keinen Schreibzugriff auf `/tmp'.
-
Wenn Sie keinen Schreibzugriff haben, um eine Socket-Datei am
vorgabemäßigen Ort anzulegen (in `/tmp') oder keine Berechtigung, um
temporäre Dateien in `/tmp' anzulegen, erhalten Sie einen Fehler, wenn
Sie
mysql_install_db laufen lassen oder starten oder wenn Sie
mysqld benutzen.
So können Sie einen anderen Socket und ein anderes temporäres Verzeichnis
festlegen:
shell> TMPDIR=/irgendein_temporaeres_verzeichnis/
shell> MYSQL_UNIX_PORT=/irgendein_temporaeres_verzeichnis/mysqld.sock
shell> export TMPDIR MYSQL_UNIX_PORT
See section A.4.5 Wie Sie die MySQL-Socket-Datei `/tmp/mysql.sock' schützen oder ändern.
`irgendein_temporaeres_verzeichnis' sollte der Pfad zu einem
Verzeichnis sein, für das Sie Schreibberechtigung haben.
See section F Umgebungsvariablen.
Danach sollten Sie in der Lage sein, mysql_install_db laufen zu
lassen und den Server zu starten, und zwar mit folgenden Befehlen:
shell> scripts/mysql_install_db
shell> BINDIR/safe_mysqld &
mysqld stürzt sofort ab
-
Wenn Sie RedHat Version 5.0 mit einer Version von
glibc laufen
lassen, die älter als 2.0.7-5 ist, sollten Sie sicherstellen, dass Sie alle
glibc-Patches installiert haben!
Darüber gibt es jede Menge Informationen in den MySQL-Mail-Archiven. Links
zu den Mail-Archiven finden Sie online unter
http://www.mysql.com/documentation/.
Siehe auch section 3.6.1 Linux (alle Linux-Versionen).
Sie können mysqld auch manuell starten, dabei die
--skip-grant-tables-Option benutzen und dann die
Berechtigungsinformationen selbst mit mysql eintragen:
shell> BINDIR/safe_mysqld --skip-grant-tables &
shell> BINDIR/mysql -u root mysql
Von mysql aus geben Sie die SQL-Befehle ein, die in
mysql_install_db stehen. Stellen Sie sicher, dass Sie danach
mysqladmin flush-privileges oder mysqladmin reload laufen
lassen, um dem Server mitzuteilen, die Berechtigungstabellen neu zu laden.
Wenn Sie Tabellen einsetzen werden, die Transaktionen unterstützen (InnoDB,
BDB), sollten Sie zuerst eine my.cnf-Datei anlegen und die
Startoptionen für die Tabellentypen setzen, die Sie einsetzen wollen.
See section 8 MySQL-Tabellentypen.
Im allgemeinen starten Sie den mysqld-Server auf eine der drei
folgenden Weisen:
-
Indem Sie
mysql.server aufrufen. Dieses Skript wird hauptsächlich
beim Systemstart und -herunterfahren eingesetzt. Es wird ausführlicher in
section 3.4.3 MySQL automatisch starten und anhalten beschrieben.
-
Indem Sie
safe_mysqld aufrufen. Dieses Skript versucht die korrekten
Optionen für mysqld festzustellen und läßt den Server dann mit
diesen Optionen laufen. See section 5.7.2 safe_mysqld, der Wrapper um mysqld.
-
Auf Windows NT sollten Sie
mysqld wie folgt als Systemdienst
starten:
bin\mysqld-nt --install # MySQL als Systemdienst installieren
Jetzt können Sie mysqld wie folgt starten / anhalten:
NET START mysql
NET STOP mysql
Beachten Sie, dass Sie in diesem Fall keine weiteren Optionen für
mysqld benutzen können!
Sie können den Systemdienst wie folgt entfernen:
bin\mysqld-nt --remove # MySQL als Systemdienst entfernen
-
Indem Sie
mysqld direkt aufrufen.
Wenn der mysqld-Daemon hoch fährt, wechselt er in das
Daten-Verzeichnis. Dort erwartet er, Log-Dateien und die (process ID)-Datei
schreiben zu können. Ebenfalls erwartet er dort, Datenbanken zu finden.
Der Speicherort des Daten-Verzeichnisses wird zum Zeitpunkt des Kompilierens
der Distribution fest verdrahtet. Wenn mysqld jedoch erwartet, das
Daten-Verzeichnis irgendwo sonst als an der Stelle zu finden, wo es auf
Ihrem System tatsächlich ist, funktioniert er nicht richtig. Wenn Sie
Probleme mit fehlerhaften Pfaden haben, können Sie durch den Aufruf von
mysqld mit der --help-Option herausfinden, welche Optionen
mysqld erlaubt und was die vorgabemäßigen Pfad-Einstellung sind.
Sie können die Vorgaben überschreiben, indem Sie die korrekten Pfadnamen
als Kommandozeilen-Argumente für mysqld festlegen. (Diese Optionen
können auch bei safe_mysqld benutzt werden.)
Normalerweise sollte es lediglich nötig sein, mysqld das
Basis-Verzeichnis mitzuteilen, wo MySQL installiert ist. Das können Sie mit
der Option --basedir machen. Zusätzlich können Sie --help
benutzen, um die Auswirkung der Pfadänderungsoptionen zu überprüfen
(beachten Sie, dass --help die letzte Option des
mysqld-Befehls wein muss. Beispiel:
shell> EXECDIR/mysqld --basedir=/usr/local --help
Wenn Sie die Pfadeinstellungen erst einmal festgelegt haben, die Sie
wollen, starten Sie den Server ohne die --help-Option |