manual.de_Installing.html
MySQL-Referenzhandbuch für Version 4.1.1-alpha - 3 Installation von MySQL
Go to the first, previous, next, last section, table of contents.
Dieses Kapitel beschreibt, woher man MySQL bezieht und wie man MySQL
installiert:
-
Eine Liste der Site, von denen Sie MySQL beziehen können, finden Sie unter
section 3.2.1 Wie man MySQL erhält.
-
Um festzustellen, welche Plattformen unterstützt werden, siehe
section 3.2.2 Betriebssysteme, die von MySQL unterstützt werden. Beachten Sie bitte, dass nicht alle
unterstützten Systeme gleich gut
sind, um MySQL laufen zu lassen. Auf einigen läuft es sehr viel robuster
und effizienter als auf anderen - siehe section 3.2.2 Betriebssysteme, die von MySQL unterstützt werden für
Details.
-
Mehrere Versionen von MySQL sind sowohl als Binär- als auch als
Quellcode-Distributionen erhältlich. Wir stellen auch öffentlichen Zugriff
auf unseren aktuellen Quellcode-Baum für diejenigen zur Verfügung, die die
aktuellsten Entwicklungen sehen und uns helfen wollen, neuen Code zu
testen. Um festzustellen, welche Version und welche Art von Distribution Sie
benutzen sollten, siehe section 3.2.3 Welche MySQL-Version Sie benutzen sollten. Im Zweifelsfall benutzen Sie
die Binärdistribution.
-
Installationsanleitungen für Binär- und Quelldistributionen sind
beschrieben in section 3.2.6 MySQL-Binärdistributionen, die von MySQL AB kompiliert wurden und section 3.3 Installation der Quelldistribution. Jede
Anleitung enthält einen Abschnitt über System-spezifische Probleme, denen
Sie begegnen können.
-
Prozeduren, die nach der Installation durchgeführt werden sollen / müssen,
finden Sie unter section 3.4 Einstellungen und Tests nach der Installation. Diese Prozeduren gelten, egal ob
Sie MySQL von einer Binär- oder einer Quellcode-Distribution installieren.
Die empfohlene Vorgehensweise für die Installation von MySQL auf Linux ist
die Benutzung einer RPM-Datei. Die MySQL-RPMs werden aktuell auf einer
RedHat-Version 6.2 gebaut, sollten aber auch auf anderen Linux-Versionen
funktionieren, die rpm unterstützen und glibc benutzen.
Wenn Sie Probleme mit einer RPM-Datei haben, wenn Sie beispielsweise den
Fehler ``Sorry, the host 'xxxx' could not be looked up'' erhalten,
sehen Sie bitte unter section 3.1.1 MySQL auf Linux installieren nach.
Die RPM-Dateien, die Sie benutzen sollten, sind:
MySQL-VERSION.i386.rpm
Der MySQL-Server. Sie brauchen diese, es sei denn, Sie wollen sich
lediglich mit einem MySQL-Server verbinden, der auf einer anderen Maschine
läuft.
MySQL-client-VERSION.i386.rpm
Die Standard-MySQL-Client-Programme. Dieses Paket sollten Sie wohl immer
installieren.
MySQL-bench-VERSION.i386.rpm
Tests und Benchmarks. Erfordert Perl und msql-mysql-modules RPMs.
MySQL-devel-VERSION.i386.rpm
Bibliotheken und Include-Dateien, die benötigt werden, wenn Sie andere
MySQL-Clients kompilieren wollen, beispielsweise Perl-Module.
MySQL-VERSION.src.rpm
Dieses Paket enthält den Quelltext für alle obigen Pakete. Es kann auch
dazu benutzt werden, um RPMs für andere Architekturen zu bauen (zum
Beispiel für Alpha oder SPARC).
Um alle Dateien in einem RPM-Paket zu sehen, geben Sie folgendes ein:
shell> rpm -qpl MySQL-VERSION.i386.rpm
Um eine minimale Standard-Installation durchzuführen, geben Sie folgendes
ein:
shell> rpm -i MySQL-VERSION.i386.rpm MySQL-client-VERSION.i386.rpm
Um nur das Client-Paket zu installieren, geben Sie folgendes ein:
shell> rpm -i MySQL-client-VERSION.i386.rpm
Das RPM legt Dateien in `/var/lib/mysql' ab. Ausserdem erzeugt das RPM
die entsprechenden Einträge in `/etc/rc.d/', um den Server beim Booten
automatisch zu starten. (Falls Sie bereits vorher eine Installation
durchgeführt haben, bedeutet das, dass Sie eine Kopie Ihrer vorher
installierten MySQL-Startdateien machen sollten, falls Sie darin Änderungen
vorgenommen haben, damit Sie diese Änderungen nicht verlieren.)
Nach der Installation der RPM-Datei(en) sollte der mysqld-Daemon
laufen und Sie sollten jetzt in der Lage sein, mit der Benutzung von MySQL
zu beginnen. See section 3.4 Einstellungen und Tests nach der Installation.
Wenn etwas schief geht, finden Sie weitere Informationen im Kapitel über
die Binär-Installationen. See section 3.2.6 MySQL-Binärdistributionen, die von MySQL AB kompiliert wurden.
Der MySQL-Server für Windows ist in zwei Distributionstypen erhältlich:
-
Die Binärdistribution enthält ein Setup-Programm, das alles Benötigte
installiert, so dass Sie den Server sofort starten können.
-
Die Quelldistribution enthält den gesamten Code und
Unterstützungsdateien, um die ausführbaren Dateien unter Benutzung des
VC++-6.0-Kompilers zu bauen.
See section 3.3.7 Windows-Quelldistribution.
Im Allgemeinen sollten Sie die Binärdistribution benutzen.
Sie benötigen folgendes:
-
Ein Windows-32-Bit-Betriebssystem der Familien Windows 9x, ME, NT oder
Windows 2000. Die NT-Familie gestattet, den MySQL-Server als
Systemdienst laufen zu lassen. See section 3.6.2.2 MySQL auf Windows NT oder Windows 2000 starten.
Wenn Sie Tabellen benutzen, die größer als 4 GB sind, sollten Sie MySQL
auf NTFS oder einem neueren Dateisystem installieren. Vergessen Sie bei
der Erzeugung der Tabellen nicht,
MAX_ROWS und
AVG_ROW_LENGTH zu benutzen. See section 7.5.3 CREATE TABLE-Syntax.
-
TCP/IP-Protokollunterstützung.
-
Die MySQL-Binär- oder Quelldistribution für Windows kann von
http://www.mysql.com/downloads/ herunter geladen werden.
Hinweis: Die Distributionsdateien werden in einem komprimierten Format
zur Verfügung gestellt. Wir empfehlen die Benutzung eines FTP-Clients,
der in der Lage ist, abgebrochene FTP-Downloads wieder aufzunehmen
(resume).
-
Ein
ZIP-Programm, um die Distributionsdatei zu entpacken.
-
Genug Platz auf der Festplatte, um die Datenbanken entsprechend Ihren
Anforderungen zu entpacken, zu installieren und zu erzeugen.
-
Wenn Sie planen, sich über
ODBC mit dem MySQL-Server zu
verbinden, benötigen Sie zusätzlich den MyODBC-Treiber.
See section 9.3 MySQL-ODBC-Unterstützung.
-
Wenn Sie auf einem NT- oder Windows-2000-Server arbeiten, melden Sie
sich als Benutzer mit Administrationsrechten an.
-
Wenn Sie ein Upgrade einer früheren MySQL-Installation durchführen,
müssen Sie den Server anhalten. Wenn Sie den Server als Systemdienst
laufen lassen, geben Sie ein:
C:\> NET STOP MySQL
Ansonsten geben Sie folgendes ein:
C:\mysql\bin> mysqladmin -u root shutdown
-
Auf NT-/Windows-2000-Maschinen müssen Sie auch den Systemdienst
entfernen, wenn Sie die ausführbare Datei des Servers (z. B. -max or -nt) austauschen wollen:
C:\mysql\bin> mysqld-max-nt --remove
-
Entpacken Sie die Distributionsdatei in ein temporäres Verzeichnis.
-
Starten Sie `setup.exe', um den Installationsprozess zu beginnen.
Wenn Sie in ein anderes Verzeichnis als das vorgabemäßige
(`c:\mysql') installieren wollen, legen Sie mit der Schaltfläche
Durchsuchen das gewünschte Verzeichnis fest.
-
Beenden Sie den Installationsprozess.
Seit MySQL 3.23.38 enthält die Windows-Distribution sowohl die normalen als
auch die MySQL-Max-Binärdateien. Der wichtigste Vorteil der
Benutzung der normalen mysqld.exe-Binärdatei liegt darin, dass sie
etwas schneller ist und weniger Ressourcen belegt.
Hier ist eine Liste der unterschiedlichen MySQL-Server, die Sie benutzen
können:
mysqld | Kompiliert mit komplettem Debugging und automatischer Überprüfung der Speicherzuordnung (memory allocation), symbolischen Links, InnoDB- und BDB-Tabellen.
|
mysqld-opt | Optimierte Binärdistribution ohne Unterstützung von Transaktionstabellen.
|
mysqld-nt | Optimierte Binärdatei für NT mit Unterstützung von Named Pipes. Man kann diese Version auf Windows 98 laufen lassen, aber in diesem Fall werden keine Named Pipes angelegt und man muss TCP/IP installiert haben.
|
mysqld-max | Optimierte Binärdistribution mit Unterstützung symbolischer Links, InnoDB und BDB-Tabellen.
|
mysqld-max-nt | Wie mysqld-max, aber mit Unterstützung von Named Pipes kompiliert.
|
Alle genannten Binärdistributionen sind für den Pentium Pro Prozessor
optimiert, sollten aber auf jedem Intel-Prozessor >= 386 laufen.
ACHTUNG: Wenn Sie InnoDB-Tabellen benutzen wollen, müssen Sie bestimmte
Start-Optionen in Ihrer `my.ini'-Datei festlegen! See section 8.5.2 Mit InnoDB anfangen - Optionen.
Sehen Sie wegen Informationen zur aktuellen Version und für
Download-Anweisungen auf MySQL home page
nach.
Unser Haupt-Mirror-Server für den Download ist hier:
http://mirrors.sunsite.dk/mysql/
Wenn Sie Interesse haben, eine MySQL-Mirror-Site beizusteuern, können Sie
anonymes rsync mit rsync://sunsite.dk/ftp/mirrors/mysql/ machen.
Schicken Sie bitte eine E-Mail an webmaster@mysql.com und geben
Sie uns Bescheid, wo Ihr Mirror liegt, damit wir ihn der unten stehenden
Liste hinzufügen können.
Wenn Sie Probleme beim Download von unserer Hauptseite aus haben, probieren
Sie eine der unten stehenden Mirror-Sites.
Geben Sie bitte webmaster@mysql.com Bescheid, wenn Sie auf
schlechte oder veraltete Mirror-Sites stoßen.
Wir benutzen GNU Autoconf, daher ist es möglich, MySQL auf alle modernen
Betriebssysteme zu portieren, auf denen Posix-Threads und ein C++-Kompiler
funktionieren. (Um nur den Client-Code zu kompilieren, wir lediglich ein
C++-Kompiler benötigt.) Wir benutzen und entwickeln die Software selbst
hauptsächlich auf Sun Solaris (Versionen 2.5 - 2.7) und SuSE Linux Version
7.x.
Beachten Sie, dass die native Thread-Unterstützung für viele
Betriebssysteme nur mit den neuesten Versionen funktioniert. Es wurde
berichtet, dass MySQL erfolgreich auf folgenden Betriebssystemen /
Thread-Paket-Kombinationen kompiliert wurde:
Beachten Sie, dass nicht alle Plattformen gleichermaßen gut geeignet sind,
um MySQL laufen zu lassen. Wie gut eine bestimmte Plattform für hohe Last
und geschäftskritische Anwendungen geeignet ist, hängt von folgenden
Faktoren ab:
-
Allgemeine Stabilität der Thread-Bibliothek. Eine Plattform mag in anderer
Hinsicht einen exzellenten Ruf haben, aber wenn die Thread-Bibliothek
unstabil ist, die von MySQL aufgerufen wird, läuft MySQL nur so stabil wie
die Thread-Bibliothek, selbst wenn alles Sonstige perfekt ist.
-
Fähigkeit des Kernels und / oder der Thread-Bibliothek, die Vorteile von
SMP auf Mehrprozessor-Systemen wahrzunehmen. Mit anderen Worten:
Wenn ein Prozess einen Thread anlegen, sollte es für diesen Thread möglich
sein, auf anderen Prozessoren zu laufen als der Original-Prozess.
-
Fähigkeit des Kernels und / oder der Thread-Bibliothek, viele Threads
laufen zu lassen, die häufig einen Mutex über eine kurze, kritische Region
anlegen / lösen können ohne exzessive Kontext-Umschaltungen. Mit anderen
Worten: Wenn die Implementation von
pThread_mutex_lock() zu sehr
darauf bedacht ist, CPU zu erlangen, wird das MySQL gewaltig schmerzen.
Wenn man sich dieser Tatsache nicht bewusst ist, machen zusätzliche
Prozessoren MySQL in der Tat langsamer.
-
Allgemeine Stabilität und Performance des Dateisystems.
-
Fähigkeit des Dateisystems, überhaupt mit großen Dateien umgehend zu
können, und zwar effizient, wenn Ihre Tabellen Groß sind.
-
Unser Grad von Erfahrung, hier bei MySQL AB, mit der Plattform. Wenn wir
eine Plattform gut kennen, setzen wir plattformspezifische Optimierungen /
Verbesserungen (Fixes) ein, die zur Kompilierzeit aktiv werden. Darüber
hinaus können wir Sie beraten, wie Sie Ihr System optimal für MySQL
konfigurieren.
-
Umfang des Testens ähnlicher Konfigurationen, das wir intern durchgeführt
haben.
-
Anzahl von Benutzern, die MySQL auf dieser Plattform erfolgreich mit
ähnlichen Konfigurationen haben laufen lassen. Wenn diese Zahl Groß ist,
ist die Wahrscheinlichkeit viel geringer, plattformspezifische
Überraschungen zu erleben.
Nach den genannten Kriterien sind die besten Plattformen für MySQL bislang
x86 mit SuSE Linux 7.1, 2.4 Kernel und ReiserFS (oder jede ähnliche
Linux-Distribution) und Sparc mit Solaris 2.7 oder 2.8. FreeBSD kommt als
drittes, aber wir hoffen wirklich, dass es zur Spitze aufschließt, sobald
erst einmal die Thread-Bibliothek verbessert ist. Wir hoffen auch, dass wir
alle anderen Plattformen, auf denen MySQL kompiliert werden kann und
korrekt läuft, die aber nicht ganz denselben Grad an Stabilität und
Performance aufweisen, in die Spitzenkategorie aufnehmen können. Das
erfordert von unserer Seite aus einige Kooperationsbemühungen mit den
Entwicklern der Betriebssystem-Bibliothek-Komponenten, von denen MySQL
abhängt. Wenn Sie Interesse daran haben, eine dieser Komponenten zu
verbessern und in der Lage sind, ihre Entwicklung zu beeinflussen, und
detailliertere Informationen darüber brauchen, was MySQL benötigt, um
besser zu laufen, schicken Sie eine E-Mail an
internals@lists.mysql.com.
Beachten Sie bitte auch, dass der obige Vergleich nichts darüber aussagen
will, dass ein Betriebssystem allgemein besser oder schlechter als ein
anderes sei. Wir reden hier über die Auswahl eines bestimmten
Betriebssystems für einen ganz bestimmten Zweck - nämlich, MySQL laufen zu
lassen, und vergleichen die Betriebssysteme nur in dieser Hinsicht.
Folglich wäre das Ergebnis dieses Vergleichs ein anderes, wenn wir weitere
Belange berücksichtigen würden. In manchen Fällen liegt der Grund, warum
ein Betriebssystem besser als ein anderes geeignet ist, schlicht darin,
dass wir auf dieser speziellen Plattform mehr Tests und Optimierungen
durchgeführt haben. Wir stellen hier nur unsere Beobachtungen dar, um Ihnen
bei der Entscheidung zu helfen, auf welcher Plattform Sie MySQL benutzen
sollten.
Zunächst müssen Sie entscheiden, ob Sie das letzte Entwicklungs-Release
oder das letzte stabile Release benutzen wollen:
-
Normalerweise, wenn Sie MySQL zum ersten Mal benutzen, oder wenn Sie
versuchen, MySQL auf ein System zu portieren, für das es keine
Binärdistribution gibt, empfehlen wir, das stabile Release zu nehmen
(aktuell Version 4.1.1-alpha). Beachten Sie, dass alle
MySQL-Releases mit den MySQL-Benchmarks und einer umfassenden Test-Suite
getestet sind, bevor das Release heraus gegeben wird.
-
Wenn Sie ein altes System laufen lassen und es aktualisieren möchten, aber
nicht riskieren wollen, dass ein Update nicht reibungslos klappt, sollten
Sie zur aktuellsten Version des Zweiges aktualisieren, den Sie benutzen
(bei dem nur die letzte Versionsnummer neuer ist als Ihre, also z. B. von
3.23.36 auf 3.23.44, wenn 3.23.44 die neueste Version des Zweigs ist). Wir
haben uns innerhalb der Versions-Zweige bemüht, nur schwere Fehler zu
beseitigen und kleine, relativ sichere Änderungen zu machen.
Als nächstes müssen Sie entscheiden, ob Sie eine Quelldistribution oder
eine Binärdistribution nehmen wollen. In den meisten Fällen ist es ratsam,
eine Binärdistribution zu nehmen, wenn eine für Ihre Plattform existiert,
weil sich diese im Allgemeinen leichter installieren läßt als eine
Quelldistribution.
In folgenden Fällen fahren Sie mit einer Quellinstallation wahrscheinlich
besser:
-
Wenn Sie MySQL an einer ganz bestimmten Stelle installieren wollen. (Die
Standard-Binärdistributionen sind an jeder Stelle lauffähig, aber
vielleicht wollen Sie noch mehr Flexibilität haben.)
-
Um unterschiedlichen Bedürfnissen von Benutzern entgegen zu kommen, stellen
wir zwei unterschiedliche Binärversionen zur Verfügung: Eine, die mit den
nicht transaktionalen Tabellen-Handlern kompiliert ist (eine kleine,
schnelle Binärdatei), sowie eine, die mit den wichtigsten erweiterten
Optionen wie transaktionssicheren Tabellen kompiliert ist. Beide Versionen
sind aus derselben Quelldistribution kompiliert. Alle nativen
MySQL-Clients können sich mit beiden MySQL-Versionen verbinden.
Die erweiterte MySQL-Binärdistribution ist mit dem -max-Suffix
gekennzeichnet und ist mit denselben Optionen konfiguriert wie
mysqld-max. See section 5.7.5 mysqld-max, ein erweiterter mysqld-Server.
Wenn Sie das MySQL-Max-RPM benutzen wollen, müssen Sie zuerst das
Standard-MySQL-RPM installieren.
-
Wenn Sie
mysqld mit einigen zusätzlichen Features konfigurieren
wollen, die NICHT in den Standard-Binärdistributionen enthalten sind. Hier
ist eine Liste der gebräuchlichsten Zusatzoptionen, die Sie vielleicht
nutzen wollen:
--with-berkeley-db
--with-innodb
--with-raid
--with-libwrap
--with-named-z-lib (ist in einigen Binärdateien enthalten)
--with-debug[=full]
-
Die vorgabemäßige Binärdistribution wird normalerweise mit Unterstützung
für alle Zeichensätze kompiliert und sollte auf einer Vielzahl von
Prozessoren derselben Prozessorfamilie laufen.
Wenn Sie einen schnelleren MySQL-Server erhalten wollen, können Sie ihn
erneut kompilieren und nur die Zeichensätze benutzen, die Sie brauchen. Sie
können auch einen besseren Kompiler (wie
pgcc) oder andere
Kompilieroptionen benutzen, die besser auf Ihren Prozessor optimiert sind.
-
Wenn Sie einen Bug gefunden und dem MySQL-Entwicklungsteam mitgeteilt
haben, werden Sie wahrscheinlich einen Patch erhalten, den Sie mit der
Quelldistribution verwenden müssen, um den Bug zu beheben.
-
Wenn Sie den C- und C++-Code lesen (und / oder ändern) wollen, aus dem
MySQL besteht, müssten Sie eine Quelldistribution laden. Der Quellcode ist
immer das ''letzte Handbuch''. Quelldistributionen enthalten auch mehr
Tests und Beispiele als Binärdistributionen.
Das MySQL Benennungsschema benutzt Release-Nummern, die aus drei Zahlen und
einem Suffix bestehen. Ein Release-Name wie mysql-3.21.17-beta zum
Beispiel wird wie folgt interpretiert:
-
Die erste Zahl (
3) beschreibt das Dateiformat. Alle
Version-3-Releases haben dasselbe Dateiformat.
-
Die zweite Zahl (
21) ist die Release-Ebene (Level). Normalerweise
kann man hier zwischen zweien auswählen. Einer ist der stabile Zweig des
Releases (aktuell 23), der andere ist der Entwicklungs-Zweig
(aktuell 4.0). Normalerweise sind beide stabil, aber die
Entwicklungsversion kann Macken oder fehlende Dokumentation neuer Features
haben oder sich auf einigen Systemen nicht kompilieren lassen.
-
Die dritte Zahl (
17) ist die Versionsnummer innerhalb der
Release-Ebene. Diese wird für jede neue Distribution hochgezählt.
Üblicherweise werden Sie die neueste Version der Release-Ebene einsetzen
wollen, die Sie gewählt haben.
-
Das Suffix (
beta) zeigt den Stabilitätsgrad des Releases an.
Mögliche Suffixe sind:
-
alpha zeigt an, dass das Release größere Abschnitte von neuem Code
enthält, der noch nicht zu 100% getestet wurde. Bekannte Bugs
(üblicherweise gibt es keine) sind im News-Abschnitt dokumentiert.
See section D MySQL-Änderungsverlauf (Change History). In den meisten Alpha-Releases gibt es neue Befehle und
Erweiterungen. Bei einem Alpha-Release können durch aktive
Weiterentwicklung größere Code-Änderungen vorkommen, aber alles wird
getestet, bevor ein Release veröffentlicht wird. Es sollte in keinem
MySQL-Release bekannte Bugs geben.
-
beta bedeutet, dass jeglicher neue Code getestet wurde. Es wurden
keine neuen Features hinzugefügt, die bei altem Code Probleme verursachen
könnten. Es sollte keine bekannten Bugs geben. Eine Version wird von Alpha
auf Beta gesetzt, wenn innerhalb der Alpha-Version mindestens einen Monat
lang keine schweren Fehler mehr berichtet wurden. Wir planen für eine
solche Version dann keine neuen Features mehr, die einen alten Befehl
unzuverlässiger machen könnten.
-
gamma ist eine Beta-Version, die eine ganze Weile draussen war und
offensichtlich gut funktioniert. Nur kleinere Problembehebungen wurden
hinzugefügt. So etwas nennen viele andere Unternehmen ein Release.
-
Wenn eine Version kein Suffix besitzt, bedeutet das, dass diese Version
schon eine ganze Weile auf vielen unterschiedlichen Sites eingesetzt wird,
wobei keine Bugs ausser plattformspezifischen Bugs berichtet wurden. Für
ein solches Release werden nur kritische Fehlerbehebungen durchgeführt. So
etwas nennen wir ein stabiles Release.
Alle Versionen von MySQL laufen durch unsere Standard-Tests und
-Benchmarks, um sicherzustellen, dass man sie relativ sicher benutzen kann.
Weil die Standard-Tests im Laufe der Zeit erweitert werden, um auf alle
früher gefundenen Bugs zu prüfen, wird die Test-Suite immer besser.
Beachten Sie, dass alle Releases mindestens wie folgt getestet wurden:
- Mit der internen Test-Suite
-
Diese ist Teil unseres Produktionssystems für einen Kunden. Sie besitzt
viele Tabellen mit Hunderten Megabytes an Daten.
- Mit der MySQL-Benchmark-Suite
-
Diese läßt eine Reihe gebräuchlicher Anfragen laufen. Das ist zusätzlich
ein Test darauf, ob die letzten Optimierungen den Code tatsächlich
schneller gemacht haben.
See section 6.1.4 Die MySQL-Benchmark-Suite.
- Mit dem
crash-me-Test
-
Dieser Test versucht festzustellen, welche Features die Datenbank
unterstützt und was ihre Fähigkeiten und Beschränkungen sind. See section 6.1.4 Die MySQL-Benchmark-Suite.
Ein weiterer Test besteht darin, dass wir die neueste MySQL-Version in
unserer internen Entwicklungsumgebung einsetzen, mindestens auf einer
Maschine. Wir arbeiten hierbei mit mehr als 100 Gigabytes an Daten.
Dieser Abschnitt beschreibt das vorgabemäßige Layout der Verzeichnisse,
die durch die Installation von Binär- und Quelldistributionen angelegt
werden.
Eine Binärdistribution wird installiert, indem sie an die
Installationsstelle entpackt wird, die Sie auswählen (typischer Weise
`/usr/local/mysql'). Die Installation erstellt folgende Verzeichnisse
an dieser Stelle:
| Verzeichnis | Verzeichnisinhalt
|
| `bin' | Client-Programme und der
mysqld-Server
|
| `data' | Log-Dateien, Datenbanken
|
| `include' | Include-(Header)-Dateien
|
| `lib' | Bibliotheken
|
| `scripts' | mysql_install_db
|
| `share/mysql' | Dateien mit Fehlernachrichten
|
| `sql-bench' | Benchmarks
|
Eine Quelldistribution wird installiert, nachdem Sie sie konfiguriert und
kompiliert haben. Vorgabemäßig werden Dateien unter `/usr/local'
installiert, und zwar in den folgenden Unterverzeichnissen:
| Verzeichnis | Verzeichnisinhalt
|
| `bin' | Client-Programme und -Skripte
|
| `include/mysql' | Include-(Header)-Dateien
|
| `info' | Dokumentation im Info-Format
|
| `lib/mysql' | Bibliotheken
|
| `libexec' | Der mysqld-Server
|
| `share/mysql' | Dateien mit Fehlernachrichten
|
| `sql-bench' | Benchmarks und crash-me-Test
|
| `var' | Datenbanken und Log-Dateien
|
Innerhalb eines Installationsverzeichnisses weicht das Layout einer
Quellinstallation von dem einer Binärinstallation wie folgt ab:
-
Der
mysqld-Server wird in das `libexec'-Verzeichnis installiert
und nicht in das `bin'-Verzeichnis.
-
Das Daten-Verzeichnis ist `var' und nicht `data'.
-
mysql_install_db wird in das `/usr/local/bin' Verzeichnis
installiert und nicht in `/usr/local/mysql/Skripts'.
-
Die Header-Datei und Bibliotheksverzeichnisse sind `include/mysql' und
`lib/mysql' und nicht `include' und `lib'.
Sie können Ihre eigene Binärinstallation aus einer kompilierten
Quelldistribution erzeugen, indem Sie das Skript
`Skripts/make_binary_Distribution' ausführen.
MySQL entwickelt sich ziemlich schnell hier bei MySQL AB und wir wollen,
dass andere MySQL-Benutzer daran teilhaben. Wir versuchen, immer dann ein
neues Release heraus zu bringen, wenn wir sehr nützliche Features haben,
für die offensichtlich ein Bedarf besteht.
Auch versuchen wir, unseren Benutzern zu helfen, wenn Sie nach Features
anfragen, die einfach zu implementieren sind. Wir notieren, was unsere
lizensierten Nutzer haben wollen, und insbesondere, was unsere Benutzer mit
erweitertem E-Mail-Support haben wollen, und versuchen ihnen, eben das zu
bieten.
Niemand muss einen neuen Release herunter laden. Im News-Abschnitt steht
stets, ob das neue Release etwas beinhaltet, was Sie wirklich brauchen.
See section D MySQL-Änderungsverlauf (Change History).
Wenn wir MySQL aktualisieren, fahren wir folgende Politik:
-
Bei kleineren Updates wird die letzte Zahl (von rechts) in der
Versionsnummer herauf gezählt (Minor Release). Wenn es größere neue
Features gibt oder kleinere Inkompatibilitäten mit vorherigen Versionen,
wird die zweite Zahl der Versionsnummer herauf gezählt (Major Release).
Wenn sich das Dateiformat ändert, wird die erste Zahl herauf gezählt.
-
have to do with "small bugs" => minor releases?
Stable tested releases are meant to appear about 1-2 times a year, but
if small bugs are found, a release mit only bug fixes will be released.
Als stabil getestete Releases sollten etwa ein- bis zweimal im Jahr
erscheinen, aber wenn kleinere Fehler gefunden werden, wird nur ein Release
mit Bug-Fixes heraus gegeben.
-
Funktionierende Releases sollten etwa alle 1 bis 8 Wochen erscheinen.
-
Binärdistributionen für einige Plattformen werden von uns für größere
Releases (Major) heraus gegeben. Andere Leute stellen vielleicht auch
Binärdistributionen für andere Systeme her, aber nicht so häufig.
-
Patches stellen wir üblicherweise zur Verfügung, sobald wir kleinere Bugs
ausfindig gemacht und behoben haben.
-
Für nicht kritische, aber störende Bugs machen wir Patches verfügbar, wenn
sie uns zugesandt werden. Ansonsten kombinieren wir mehrere davon in einem
größeren Patch.
-
Wenn durch unglückliche Umstände ein Release einen schweren Fehler enthält,
erstellen wir sobald wie möglich ein neues Release. Das würden wir auch
gern bei anderen Unternehmen so sehen.
The current stable release ist Version 3.23; We have already moved active
Entwicklung to Version 4.0. Bugs will still be fixed in the stable version.
We don't believe in a complete freeze, as this also leaves out bug fixes
und things that ``must be done.'' ``Somewhat frozen'' means that we may
add small things that ``almost surely will not affect anything that's
already working.''
Als Service stellen wir bei MySQL AB einen Satz von Binärdistributionen von
MySQL zur Verfügung, die auf unserer Site kompiliert wurden oder auf Sites
von Kunden, die uns freundlicherweise Zugang zu Ihren Maschinen gewährt
haben.
Diese Distributionen werden mit Skripts/make_binary_distribution
erzeugt und mit folgenden Kompilern und Optionen konfiguriert:
- SunOS 4.1.4 2 sun4c mit
gcc 2.7.2.1
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -felide-constructors" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --disable-shared --with-extra-charsets=complex --enable-assembler
- SunOS 5.5.1 (und höher) sun4u mit
egcs 1.0.3a oder 2.90.27 oder gcc 2.95.2 und neuer
-
CC=gcc CFLAGS="-O3" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-low-memory --with-extra-charsets=complex --enable-assembler
- SunOS 5.6 i86pc mit
gcc 2.8.1
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-low-memory --with-extra-charsets=complex
- Linux 2.0.33 i386 mit
pgcc 2.90.29 (egcs 1.0.3a)
-
CFLAGS="-O3 -mpentium -mstack-align-double" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -mpentium -mstack-align-double -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --enable-assembler --with-mysqld-ldflags=-all-static --with-extra-charsets=complex
- Linux 2.2.x mit x686 mit
gcc 2.95.2
-
CFLAGS="-O3 -mpentiumpro" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -mpentiumpro -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --enable-assembler --with-mysqld-ldflags=-all-static --disable-shared --with-extra-charset=complex
- SCO 3.2v5.0.4 i386 mit
gcc 2.7-95q4
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-extra-charsets=complex
- AIX 2 4 mit
gcc 2.7.2.2
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-extra-charsets=complex
- OSF1 V4.0 564 alpha mit
gcc 2.8.1
-
CC=gcc CFLAGS=-O CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-low-memory --with-extra-charsets=complex
- Irix 6.3 IP32 mit
gcc 2.8.0
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-extra-charsets=complex
- BSDI BSD/OS 3.1 i386 mit
gcc 2.7.2.1
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-extra-charsets=complex
- BSDI BSD/OS 2.1 i386 mit
gcc 2.7.2
-
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-extra-charsets=complex
Wenn jemand optimalere Optionen für die obigen Konfigurationen hat, können
diese jederzeit der Entwickler-Mailing-Liste unter
internals@lists.mysql.com mitgeteilt werden.
RPM-Distributionen von MySQL-Version 3.22 wurden durch Benutzer
beigesteuert. Ab Version 3.22 werden die RPMs von uns bei MySQL AB erzeugt.
Wenn Sie eine Debug-Version von MySQL kompilieren wollen, müssen Sie den
oben genannten Kompilierzeilen --with-debug oder
--with-debug=full hinzufügen und jegliche
-fomit-frame-pointer-Optionen entfernen.
Bevor Sie mit der Quellinstallation fortfahren, sehen Sie nach, ob eine
Binärdistribution für Ihre Plattform verfügbar ist, die so wie Sie wollen
funktioniert. Wir geben uns viel Mühe, die Binärdistributionen mit den
bestmöglichen Optionen zu bauen.
Sie benötigen folgende Werkzeuge, um MySQL aus der Quelldistribution zu bauen
und zu installieren:
-
GNU
gunzip, um die Distribution zu entpacken.
-
Ein vernünftiges
tar, um die Distribution zu entpacken. Von GNU
tar ist bekannt, dass es funktioniert. Sun tar ist dafür
bekannt, dass es Probleme verursacht.
-
Einen funktionierenden ANSI-C++-Kompiler.
gcc >= 2.95.2, egcs >= 1.0.2
oder egcs 2.91.66, SGI C++ und SunPro C++ sind einige der Kompiler,
von denen bekannt ist, dass sie funktionieren. libg++ wird nicht
benötigt, wenn Sie gcc benutzen. gcc 2.7.x hat einen Bug, der
es verunmöglicht, einige perfekt der vorgeschriebenen Form entsprechende
C++-Dateien zu kompilieren, zum Beispiel `sql/sql_base.cc'. Wenn Sie
nur gcc 2.7.x zur Verfügung haben, müssen Sie Ihren gcc
aktualisieren, um MySQL kompilieren zu können. gcc 2.8.1 ist
ebenfalls für Probleme auf einigen Plattformen bekannt, daher sollten Sie
auch diesen vermeiden, wenn Sie einen neueren Kompiler für diese Plattform
zur Verfügung haben.
gcc >= 2.95.2 wird für das Kompilieren von MySQL-Versionen 3.23.x
empfohlen.
-
Ein gutes
make-Programm. GNU make wird stets empfohlen und
ist manchmal erforderlich. Wenn Sie Probleme bekommen, empfehlen wir, es
mit GNU make 3.75 oder neuer zu versuchen.
Wenn Sie eine aktuelle Version von gcc verwenden (aktuell genug,
um die -fno-exceptions-Option zu verstehen), ist es SEHR
WICHTIG, dass Sie diese Option benutzen. Ansonsten könnte es sein, dass
Sie eine Binärdatei kompilieren, die zu zufälligen Zeitpunkten abstürzt.
Wir empfehlen zusätzlich, dass Sie -felide-contructors und
-fno-rtti zusammen mit -fno-exceptions benutzen. Im Zweifel
gehen Sie wie folgt vor:
CFLAGS="-O3" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --enable-assembler --with-mysqld-ldflags=-all-static
Für die meisten Systeme werden Sie dadurch eine schnelle, stabile
Binärinstallation erhalten.
Wenn Sie Probleme bekommen, BITTE BENUTZEN SIE IMMER
mysqlbug zum Fragenstellen die Liste
mysql@lists.mysql.com. Selbst wenn das Problem kein Bug ist,
sammelt mysqlbug Systeminformationen, die anderen helfen werden, Ihr
Problem zu lösen. Wenn Sie mysqlbug nicht benutzen, verringern Sie
die Möglichkeit, eine Lösung Ihres Problems zu bekommen! mysqlbug
finden Sie im `scripts'-Verzeichnis, nachdem Sie die Distribution
entpackt haben. See section 2.6.2.3 Wie man Bugs oder Probleme berichtet.
Die grundlegenden Befehle, die Sie ausführen müssen, um eine
MySQL-Quelldistribution zu installieren, sind:
shell> groupadd mysql
shell> useradd -g mysql mysql
shell> gunzip < mysql-VERSION.tar.gz | tar -xvf -
shell> cd mysql-VERSION
shell> ./configure --prefix=/usr/local/mysql
shell> make
shell> make install
shell> scripts/mysql_install_db
shell> chown -R root /usr/local/mysql
shell> chown -R mysql /usr/local/mysql/var
shell> chgrp -R mysql /usr/local/mysql
shell> cp support-files/my-medium.cnf /etc/my.cnf
shell> /usr/local/mysql/bin/safe_mysqld --user=mysql &
Wenn Sie Unterstützung für InnoDB-Tabellen haben wollen, sollten Sie die
Datei /etc/my.cnf editieren und die `#'-Zeichen vor den Parametern
entfernen, der mit innodb_... beginnen. See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien.
See section 8.5.2 Mit InnoDB anfangen - Optionen.
Wenn Sie mit einem Quell-RPM anfangen, gehen Sie wie folgt vor:
shell> rpm --rebuild MySQL-VERSION.src.rpm
Das erzeugt ein Binär-RPM, das Sie installieren können.
Sie können neue Benutzer hinzufügen, indem Sie das
bin/mysql_setpermission-Skript benutzen, falls Sie die DBI-
und Msql-Mysql-modules-Perl-Module installieren.
Eine detailliertere Beschreibung folgt.
Um eine Quelldistribution zu installieren, führen Sie die unten stehenden
Schritte aus und gehen dann weiter zu section 3.4 Einstellungen und Tests nach der Installation, um die
Schritte nach der Installation und ein paar Tests durchzuführen.
-
Wählen Sie das Verzeichnis, in dem Sie die Distribution entpacken wollen,
und wechseln Sie dort hinein.
-
Holen Sie sich eine Distributionsdatei von einer der Sites, die unter
section 3.2.1 Wie man MySQL erhält aufgelistet sind.
-
Wenn Sie Berkeley-DB-Tabellen mit MySQL verwenden wollen, müssen Sie sich
eine gepatchte Version des Berkeley-DB-Quellcodes besorgen. Bitte lesen Sie
das Kapitel über Berkeley-DB-Tabellen, bevor Sie fortfahren. See section 8.6 BDB- oder Berkeley_db-Tabellen.
MySQL-Quelldistributionen stehen als komprimierte
tar-Archive zur
Verfügung und haben Namen wie `mysql-VERSION.tar.gz', wobei
VERSION eine Zahl ist, wie 4.1.1-alpha.
-
Fügen Sie einen Benutzer (User) und eine Gruppe (Group) hinzu, unter dem /
der
mysqld laufen soll:
shell> groupadd mysql
shell> useradd -g mysql mysql
Diese Befehle fügen den Benutzer mysql und die Gruppe mysql
hinzu. Die Syntax für useradd und groupadd kann sich auf
unterschiedlichen Unix-Systemen geringfügig unterscheiden. Die Befehle
können adduser und addgroup heißen. Wenn Sie wollen, können
Sie Benutzer und Gruppe auch anders nennen als mysql.
-
Entpacken Sie die Distribution ins aktuelle Verzeichnis:
shell> gunzip < /pfad/zu/mysql-VERSION.tar.gz | tar xvf -
Dieser Befehl erzeugt ein Verzeichnis namens `mysql-VERSION'.
-
Wechseln Sie in das oberste Verzeichnis der entpackten Distribution:
shell> cd mysql-VERSION
Beachten Sie, dass Sie aktuell MySQL aus diesem obersten Verzeichnis
konfigurieren und bauen müssen. Sie können MySQL nicht in ein anderes
Verzeichnis bauen.
-
Konfigurieren Sie das Release und kompilieren Sie alles:
shell> ./configure --prefix=/usr/local/mysql
shell> make
Wenn Sie
configure laufen lassen, können Sie dabei einige Optionen
angeben. Geben Sie ./configure --help ein, um eine Liste von
Optionen zu erhalten. section 3.3.3 Typische configure-Optionen
erörtert einige der nützlicheren Optionen.
Wenn configure fehlschlägt und Sie sich wegen Hilfe an
mysql@lists.mysql.com wenden, geben Sie bitte alle Zeilen aus
`config.log' an, von denen Sie annehmen, dass sie bei der
Problembehebung hilfreich sein könnten. Fügen Sie auch die letzten Zeilen
der Ausgabe von configure hinzu, wenn configure abbricht.
Schicken Sie den Bug-Bericht ein, indem Sie das mysqlbug-Skript
benutzen. See section 2.6.2.3 Wie man Bugs oder Probleme berichtet.
Wenn das Kompilieren fehlschlägt, sehen Sie unter
section 3.3.5 Probleme beim Kompilieren? nach, was bei einer Reihe geläufiger Probleme
hilft.
-
Installieren Sie alles:
shell> make install
Eventuell müssen Sie diesen Befehl als
root ausführen.
-
Erzeugen Sie die MySQL-Berechtigungstabellen (Grant Tables, nur notwendig,
wenn Sie MySQL noch nie vorher installiert haben):
shell> scripts/mysql_install_db
Beachten Sie, dass bei MySQL-Versionen vor Version 3.22.10 der MySQL-Server
startet, wenn Sie
mysql_install_db laufen lassen. Das gilt für
neuere Versionen nicht mehr!
-
Ändern Sie den Besitzer der Binärdateien zu
root und den Besitzer
des Daten-Verzeichnisses zu dem Benutzer, unter dem Sie mysqld laufen
lassen wollen:
shell> chown -R root /usr/local/mysql
shell> chown -R mysql /usr/local/mysql/var
shell> chgrp -R mysql /usr/local/mysql
Der erste Befehl ändert die owner-Attribute der Dateien auf den
Benutzer root, der zweite ändert die owner-Attribute des
Daten-Verzeichnisses auf den Benutzer mysql und der dritte ändert die
group-Attribute auf die Gruppe mysql.
-
Wenn Sie die Unterstützung für die Perl-
DBI/DBD-Schnittstelle
hinzufügen wollen, sehen Sie unter section 9.2 MySQL-Perl-API nach.
-
Wenn Sie wollen, dass MySQL automatisch startet, wenn Sie Ihre Maschine
hoch fahren, kopieren Sie
support-files/mysql.server an die Stelle,
wo Ihr System seine Startdateien hat. Weitere Informationen finden Sie im
support-files/mysql.server-Skript selbst sowie unter
section 3.4.3 MySQL automatisch starten und anhalten.
Nachdem alles installiert wurde, sollten Sie Ihre Distribution
initialisieren und testen:
shell> /usr/local/mysql/bin/safe_mysqld --user=mysql &
Wenn dieser Befehl sofort mit mysqld daemon ended fehlschlägt,
finden Sie einige Informationen dazu in der Datei
`mysql-Daten-Verzeichnis/'hostname'.err'. Der wahrscheinliche Grund ist
der, dass bereits ein anderer mysqld-Server läuft. See section 5.1.4 Viele MySQL-Server auf derselben Maschine laufen lassen.
See section 3.4 Einstellungen und Tests nach der Installation.
Manchmal erscheinen Patches auf der Mailing-Liste oder werden auf
Patches-Bereich auf der
MySQL-Website eingestellt.
Um einen Patch aus der Mailing-Liste anzuwenden, speichern Sie die
Nachricht, in der der Patch enthalten ist, in eine Datei. Wechseln Sie dann
ins oberste Verzeichnis Ihres MySQL-Source-Trees und geben Sie folgende
Befehle ein:
shell> patch -p1 < patch-datei-name
shell> rm config.cache
shell> make clean
Patches von der FTP-Site werden als Klartextdateien (Plain Text) oder als
mit gzip komprimierte Dateien distribuiert. Ein Klartext-Patch
wenden Sie genau so an, wie oben für die Patches von der Mailing-Liste
beschrieben. Um ein komprimiertes Patch anzuwenden, wechseln Sie ins
oberste Verzeichnis Ihres MySQL-Source-Trees und geben Sie folgende Befehle
ein:
shell> gunzip < patch-datei-name.gz | patch -p1
shell> rm config.cache
shell> make clean
Nachdem Sie einen Patch angewendet haben, folgen Sie den Anweisungen für
eine normale Installation vom Quellcode, indem Sie mit dem Schritt
./configure anfangen. Nach dem Schritt make install, starten
Sie den MySQL-Server neu.
Es kann sein, dass Sie jeden laufenden Server anhalten müssen, bevor Sie
make install laufen lassen können. (Das machen Sie mit
mysqladmin shutdown.) Einige Systeme lassen es nicht zu, dass eine
neue Programmversion installiert wird, wenn diese eine Version ersetzt, die
momentan ausgeführt wird.
Das configure-Skript gibt Ihnen in großem Umfang Kontrolle über die
Konfigurationsmöglichkeiten Ihrer MySQL-Distribution. Typischerweise machen
Sie das unter Verwendung der Optionen auf der
configure-Kommandozeile. Sie können ausserdem configure
beeinflussen, indem Sie bestimmte Umgebungsvariablen benutzen.
See section F Umgebungsvariablen. Um eine Liste der Optionen zu erhalten, die
configure unterstützt, geben Sie folgendes ein:
shell> ./configure --help
Einige der gebräuchlicheren configure-Optionen sind im Folgenden
beschrieben:
-
Um nur die MySQL-Client Bibliotheken und Client-Programme und nicht den
Server zu kompilieren, benutzen Sie die
--ohne-server-Option:
shell> ./configure --without-server
Wenn Sie keinen C++-Kompiler haben, können Sie mysql nicht
kompilieren (MySQL ist das einzige Client-Programm, das C++ erfordert). In
diesem Fall können Sie den Code in configure entfernen, der auf den
C++-Kompiler testet, und dann ./configure mit der
--without-server-Option eingeben. Dieser Kompilierschritt wird nach
wie vor versuchen, mysql zu bauen, aber Sie können alle Warnungen zu
`mysql.cc' ignorieren. (Wenn make anhält, versuchen Sie
make -k, um ihm mitzuteilen, dass es mit dem Rest des Builds
fortfahren soll, auch wenn Fehler auftreten.)
-
Wenn Sie nicht wollen, dass Ihre Log-Dateien und Datenbankverzeichnisse
unter `/usr/local/var' liegen, benutzen Sie ein
configure-Kommando wie folgendes:
shell> ./configure --prefix=/usr/local/mysql
shell> ./configure --prefix=/usr/local \
--localstatedir=/usr/local/mysql/data
Der erste Befehl ändert das Installationspräfix, so dass alles unter
`/usr/local/mysql' statt unter `/usr/local' installiert wird. Der
zweite Befehl bewahrt das vorgabemäßige Installationspräfix, aber
überschreibt die vorgabemäßige Stelle für Datenbankverzeichnisse
(normalerweise `/usr/local/var') und ändert sie zu
/usr/local/mysql/data.
-
Wenn Sie Unix benutzen und wollen, dass der MySQL-Socket an anderer Stelle
liegt als vorgabemäßig (normalerweise im Verzeichnis `/tmp' oder
`/var/run'), benutzen Sie ein
configure-Kommando wie folgendes:
shell> ./configure --with-unix-socket-path=/usr/local/mysql/tmp/mysql.sock
Beachten Sie, dass die angegebene Datei mit einem absoluten Pfadnamen
angegeben werden muss! Sie können den Speicherort von `mysql.sock'
auch später noch ändern, indem Sie die MySQL Optionsdateien benutzen.
See section A.4.5 Wie Sie die MySQL-Socket-Datei `/tmp/mysql.sock' schützen oder ändern.
-
Wenn Sie statisch gelinkte Programme kompilieren wollen (um zum Beispiel
eine Binärdistribution zu machen, mehr Geschwindigkeit zu erhalten oder
Probleme mit RedHat-Linux-Distributionen zu umgehen (Workaround)), geben
Sie
configure wie folgt ein:
shell> ./configure --with-client-ldflags=-all-static \
--with-mysqld-ldflags=-all-static
-
Wenn Sie
gcc benutzen und libg++ oder libstdc++ nicht
installiert haben, können Sie configure mitteilen, gcc als
Ihren C++-Kompiler zu benutzen:
shell> CC=gcc CXX=gcc ./configure
Wenn Sie gcc als C++-Kompiler benutzen, versucht dieser nicht,
libg++ oder libstdc++ zu linken.
Hier sind einige gebräuchliche Umgebungsvariablen, die man in Abhängigkeit
vom verwendeten Kompiler setzen kann:
| gcc 2.7.2.1 |
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -felide-constructors"
|
| egcs 1.0.3a |
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti"
|
| gcc 2.95.2 |
CFLAGS="-O3 -mpentiumpro" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -mpentiumpro -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti"
|
| pgcc 2.90.29 oder newer |
CFLAGS="-O3 -mpentiumpro -mstack-align-double" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -mpentiumpro -mstack-align-double -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti"
|
In den meisten Fällen erhalten Sie eine ziemlich optimale MySQL-Binärdatei,
indem Sie die Optionen von weiter oben nutzen und die folgenden Optionen
zur Konfigurationszeile hinzufügen:
--prefix=/usr/local/mysql --enable-assembler --with-mysqld-ldflags=-all-static
Die komplette Konfigurationszeile würde also etwa wie folgt aussehen (für
alle aktuellen gcc-Versionen):
CFLAGS="-O3 -mpentiumpro" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -mpentiumpro -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --enable-assembler --with-mysqld-ldflags=-all-static
Die Binärdistributionen, die wir auf der MySQL-Website unter
http://www.mysql.com zur Verfügung stellen, sind allesamt mit voller
Optimierung kompiliert und sollten daher für die meisten Benutzer perfekt
sein. See section 3.2.6 MySQL-Binärdistributionen, die von MySQL AB kompiliert wurden. Einiges können Sie noch fein justieren, um
noch schnellere Binärdistributionen zu erhalten, aber das ist nur etwas für
fortgeschrittene Benutzer. See section 6.5.3 Wie Kompilieren und Linken die Geschwindigkeit von MySQL beeinflusst.
Wenn der Build fehlschlägt und Fehler produziert, die aussagen, dass Ihr
Kompiler oder Linker nicht in der Lage ist, die gemeinsam benutzte
(shared) Bibliothek `libmysqlclient.so.#' (`#' ist eine
Versionsnummer) zu erzeugen, können Sie dieses Problem umgehen, indem Sie
die --disable-shared-Option von configure benutzen. In diesem
Fall baut configure keine gemeinsam benutzte
libmysqlclient.so.#-Bibliothek.
-
Sie können MySQL so konfigurieren, dass keine
DEFAULT-Spaltenwerte
für Nicht-NULL-Spalten benutzt werden (also Spalten, bei denen nicht
zulässig ist, dass sie NULL sind). Das führt dazu, dass
INSERT-Statements einen Fehler erzeugen, ausser wenn ausdrücklich
Werte für Spalten angegeben werden, die einen Nicht-NULL-Werte
verlangen. Um die Benutzung von Vorgabewerten zu unterdrücken, geben Sie
configure wie folgt ein:
shell> CXXFLAGS=-DDONT_USE_DEFAULT_FIELDS ./configure
-
Als Vorgabe benutzt MySQL den Zeichensatz ISO-8859-1 (Latin1). Um diesen
Vorgabesatz zu ändern, benutzen Sie die
--with-charset-Option:
shell> ./configure --with-charset=CHARSET
CHARSET kann einer der folgenden sein: big5, cp1251, cp1257,
czech, danish, dec8, dos, euc_kr,
gb2312, gbk, german1, hebrew, hp8,
hungarian, koi8_ru, koi8_ukr, latin1,
latin2, sjis, swe7, tis620, ujis,
usa7 oder win1251ukr.
See section 5.6.1 Der für Daten und Sortieren benutzte Zeichensatz.
Wenn Sie Zeichen zwischen Server und Client konvertieren wollen, sollten
Sie sich den SET OPTION CHARACTER SET-Befehl ansehen.
See section 6.5.6 SET-Syntax.
Achtung: Wenn Sie Zeichensätze ändern, nachdem Sie irgend welche
Tabellen angelegt haben, müssen Sie myisamchk -r -q über jede
Tabelle laufen lassen, denn ansonsten könnten Ihre Indexe falsch sortiert
werden. (Das kann passieren, wenn Sie MySQL installieren, ein paar Tabellen
erzeugen und danach MySQL rekonfigurieren, so dass es einen anderen
Zeichensatz benutzt, und dann neu installieren.)
Mit der Option --with-extra-charset=LIST können Sie zusätzliche
Zeichensätze definieren, die in den Server einkompiliert werden sollen.
Hierbei ist LIST entweder eine Liste eines Zeichensatzes, die durch
Leerzeichen getrennt ist, oder complex, um alle Zeichen
einzuschließen, die nicht dynamisch geladen werden können, oder
all, um alle Zeichensätze in die Binärdateien einzuschließen.
-
Um MySQL mit Debug-Code zu konfigurieren, benutzen Sie die
--with-debug-Option:
shell> ./configure --with-debug
Das bewirkt, dass eine sichere Speicherzuweisung (Memory Allocator)
eingeschlossen wird, die einige Fehler finden kann und die Ausgaben
liefert, was passiert ist. See section E.1 Einen MySQL-Server debuggen.
-
Wenn Ihre Client-Programme Threads benutzen, müssen Sie zusätzlich eine
Thread-sichere Version der MySQL-Client-Bibliothek mit der
--enable-Thread-safe-client-configure-Option kompilieren. Hierdurch
wird eine libmysqlclient_r-Bibliothek angelegt, mit der Sie Ihre
threaded Applikationen linken können. See section 9.4.8 Wie man einen threaded Client herstellt.
-
Optionen, die zu bestimmten Systemen gehören, finden sich im
systemspezifischen Abschnitt dieses Handbuchs. See section 3.2.2 Betriebssysteme, die von MySQL unterstützt werden.
VORSICHT: Sie sollten diesen Abschnitt nur lesen, wenn Sie daran
interessiert sind, uns beim Testen von neuem Code zu helfen. Wenn Sie nur
wollen, dass MySQL auf Ihrem System läuft, sollten Sie eine
Standard-Distribution wählen (entweder eine Quell- oder eine
Binärdistribution).
Um unseren aktuellsten Entwicklungs-Source-Tree zu bekommen, folgen Sie
diesen Anweisungen:
-
Laden Sie BitKeeper von
http://www.bitmover.com/cgi-bin/download.cgi herunter. Sie benötigen
Bitkeeper 2.0 oder neuer, um auf unser Repository zuzugreifen.
-
Folgen Sie den Anweisungen, um BitKeeper zu installieren.
-
Nachdem BitKeeper installiert ist, benutzen Sie diesen Befehl, um
den MySQL-3.23-Branch zu klonen:
shell> bk clone bk://mysql.bkbits.net/mysql-3.23 mysql-3.23
Um den 4.0-Branch zu klonen, benutzen Sie statt dessen diesen Befehl:
shell> bk clone bk://mysql.bkbits.net/mysql-4.0 mysql-4.0
Um den 4.1-Branch zu klonen, benutzen Sie statt dessen diesen Befehl:
shell> bk clone bk://mysql.bkbits.net/mysql-4.1 mysql-4.1
Um den 5.0-Branch zu klonen, benutzen Sie statt dessen diesen Befehl:
shell> bk clone bk://mysql.bkbits.net/mysql-5.0 mysql-5.0
Das erstmalige Herunterladen des Source-Trees kann eine Weile dauern,
abhängig von Ihrer Verbindungsgeschwindigkeit. Bitte Geduld.
-
Sie brauchen GNU
autoconf, automake, libtool und
m4, um die nächsten Befehle auszuführen.
Wenn Sie in diesem Stadium seltsame Fehler erhalten, überprüfen Sie bitte,
ob Sie wirklich libtool installiert haben!
shell> cd mysql
shell> bk -r edit
shell> aclocal; autoheader; autoconf; automake;
shell> ./configure # Geben Sie hier Ihre Lieblingsoptionen an
shell> make
Eine Sammlung unserer Standard-configure-Skripts befindet sich im
`BUILD/' Unterverzeichnis. Wenn Sie faul sind, können Sie
`BUILD/compile-pentium-debug' benutzen. Um für unterschiedliche
Architekturen zu kompilieren, ändern Sie das Skript ab und entfernen die
Flags, die Pentium-spezifisch sind.
-
Wenn der Build fertig ist, lassen Sie
make install laufen. Seien Sie
damit vorsichtig auf Produktionsmaschinen, denn dieser Befehl kann Ihre
Live-Release-Installation überschreiben! Wenn Sie eine weitere Installation
von MySQL haben, empfehlen wir, dass Sie ./configure mit anderen
Werten für die prefix-, tcp-port- und
unix-socket-path-Optionen ausführen als die, die für Ihren
Produktionsserver benutzt werden.
-
Spielen Sie reichlich mit Ihrer neuen Installation herum und versuchen Sie,
die neuen Features zum Absturz zu bringen. Fangen Sie an, indem Sie
make test laufen lassen. See section 10.3.2 MySQL-Test-Suite.
-
Wenn Sie bis zum
make-Stadium gekommen sind und die Distribution
sich nicht kompilieren läßt, berichten Sie das bitte an
bugs@lists.mysql.com. Wenn Sie die letzten Versionen der
erforderlichen GNU-Werkzeuge installiert haben und sie abstürzen, wenn Sie
versuchen, Ihre Konfigurationsdateien zu verarbeiten, berichten Sie das
bitte ebenfalls. Wenn Sie jedoch aclocal und einen Befehl
nicht gefunden-Fehler erhalten, berichten Sie diesen nicht. Stellen Sie
statt dessen sicher, dass alle notwendigen Werkzeuge installiert sind und dass
Ihre PATH-Variable korrekt gesetzt ist, damit Ihre Shell diese
finden kann.
-
Nach der erstmaligen
bk clone-Operation, um den Source-Tree zu
erhalten, sollten Sie in regelmäßigen Abständen bk pull laufen
lassen, um Aktualisierungen zu erhalten.
-
Sie erhalten die Änderungen-Geschichte (Change History) des Trees mit allen
Diffs, indem Sie
bk sccstool benutzen. Wenn Sie seltsame Diffs sehen
oder Code, zu dem Sie Fragen haben, zögern Sie nicht, uns eine E-Mail an
internals@lists.mysql.com zu schicken. Auch wenn Sie meinen, eine
bessere Idee zu haben, wie etwas gemacht werden sollte, schicken Sie uns
eine E-Mail an dieselbe Adresse, mit einem Patch. bk diffs erzeugt
ein Patch für Sie, nachdem Sie Änderungen am Quellcode durchgeführt haben.
Wenn Sie keine Zeit haben, Ihre Idee zu kodieren, schicken Sie einfach eine
Beschreibung.
-
BitKeeper hat ein nettes Hilfe-Dienstprogramm, auf das Sie über
bk
helptool zugreifen können.
Alle MySQL-Programme lassen sich sauber ohne Warnungen auf Solaris mit
gcc kompilieren. Auf anderen Systemen können Warnungen wegen
Unterschieden in System-Include-Dateien auftreten. Siehe section 3.3.6 Anmerkungen zu MIT-pThreads
wegen Warnungen, die auftreten können, wenn Sie MIT-pThreads verwenden.
Wegen anderer Probleme sehen Sie bitte in der unten stehenden Liste nach.
Die Lösung für viele Probleme beinhaltet Rekonfigurieren. Wenn Sie
rekonfigurieren müssen, beachten Sie Folgendes:
-
Wenn
configure laufen gelassen wird, nachdem es schon einmal lief,
benutzt es möglicherweise Informationen, die bei vorherigen Aufrufen
gesammelt wurden. Diese Information wird in der Datei `config.cache'
gespeichert. Wenn configure startet, sucht es diese Datei und liest
ihren Inhalt, wenn sie existiert, unter der Annahme, dass diese Information
immer noch stimmt. Diese Annahme ist falsch, wenn Sie rekonfigurieren.
-
Immer, wenn Sie
configure laufen lassen, müssen Sie auch make
laufen lassen, um erneut zu kompilieren. Sie werden jedoch einige alte
Objektdateien vorheriger Builds entfernen wollen, denn diese wurden mit
anderen Konfigurationsoptionen kompiliert.
Um zu verhindern, dass alte Konfigurationsinformationen oder Objektdateien
benutzt werden, geben Sie vor dem erneuten Aufruf von configure
folgende Befehle ein:
shell> rm config.cache
shell> make clean
Alternativ können Sie auch make distclean laufen lassen.
Die unten stehende Liste beschreibt einige der Probleme, die beim
Kompilieren von MySQL am häufigsten auftreten:
-
Wenn Sie Probleme beim Kompilieren von `sql_yacc.cc' erhalten, die den
unten gezeigten ähneln, haben Sie wahrscheinlich keinen Arbeitsspeicher
oder Swap-Platz (Auslagerungsdatei) mehr.
Internal compiler error: Programm cc1plus got fatal signal 11
oder
Out of virtual memory
oder
Virtual memory exhausted
Das Problem liegt darin, dass
gcc riesige Mengen von Arbeitsspeicher
benötigt, um `sql_yacc.cc' mit Inline-Funktionen zu kompilieren.
Versuchen Sie, configure mit der --with-low-memory-Option
auszuführen:
shell> ./configure --with-low-memory
Diese Option veranlasst, dass -fno-inline zur Kompilierzeile
hinzugefügt wird, wenn Sie gcc benutzen, bzw. -O0, wenn Sie
etwas anderes benutzen. Sie sollten die --with-low-memory-Option
selbst dann benutzen, wenn Sie glauben, so viel Arbeitsspeicher und
Swap-Platz zu haben, dass Ihnen diese unmöglich ausgehen können. Das
Problem wurde selbst auf Systemen mit großzügiger Hardware-Ausstattung
beobachtet, und die --with-low-memory-Option behebt es
üblicherweise.
-
Vorgabemäßig sucht
configure c++ als Kompiler-Namen aus und
GNU c++ linkt mit -lg++. Wenn Sie gcc benutzen, kann
dieses Verhalten Probleme bei Konfigurationen wie dieser verursachen:
configure: error: installation oder configuration problem:
c++ compiler cannot create executables.
Eventuell stoßen Sie beim Kompilieren auch auf Probleme, die mit
g++, libg++ oder libstdc++ zu tun haben.
Eine Ursache dieser Probleme liegt darin, dass Sie kein g++ haben
dürfen, oder Sie dürfen g++ haben, aber nicht libg++ oder
libstdc++. Schauen Sie in die `config.log'-Datei! Sie sollten
die genaue Ursache enthalten, warum Ihr C++-Kompiler nicht funktioniert! Um
dieses Problem zu umgehen, können Sie gcc als Ihren C++-Kompiler
benutzen. Versuchen Sie, die Umgebungsvariable CXX auf "gcc
-O3" zu setzen. Beispiel:
shell> CXX="gcc -O3" ./configure
Das funktioniert, weil gcc C++-Quellen genau so gut wie g++
kompiliert, aber vorgabemäßig weder libg++ noch libstdc++
linkt.
Eine andere Möglichkeit, das Problem zu beheben, besteht natürlich darin,
g++, libg++ und libstdc++ zu installieren.
-
Wenn Ihr Kompilieren mit Fehlern wie dem folgenden fehlschlägt, müssen Sie
Ihre Version von
make auf GNU make aktualisieren:
making all in mit-pThreads
make: Fatal error in reader: Makefile, line 18:
Badly formed macro assignment
oder
make:Datei `Makefile' line 18: Must be a separator (:
oder
pThread.h: No such file or directory
Von Solaris und FreeBSD ist bekannt, dass sie problembehaftete
make-Programme haben.
GNU make Version 3.75 funktioniert bekanntermaßen.
-
Wenn Sie Flags definieren wollen, die von Ihrem C- oder C++-Kompiler
benutzt werden, fügen Sie die Flags den
CFLAGS- und
CXXFLAGS-Umgebungsvariablen hinzu. Sie können auf diese Weise auch
die Kompilernamen festlegen, indem Sie CC und CXX benutzen.
Beispiel:
shell> CC=gcc
shell> CFLAGS=-O3
shell> CXX=gcc
shell> CXXFLAGS=-O3
shell> export CC CFLAGS CXX CXXFLAGS
Siehe section 3.2.6 MySQL-Binärdistributionen, die von MySQL AB kompiliert wurden: Eine Liste von Flag-Definitionen, die sich
auf verschiedenen Systemen als nützlich erwiesen haben.
-
Wenn Sie einen Fehler wie den folgenden erhalten, müssen Sie Ihren
gcc-Kompiler aktualisieren:
client/libmysql.c:273: parse error before `__attribute__'
gcc 2.8.1 funktioniert bekanntermaßen, aber wir empfehlen statt
dessen gcc 2.95.2 oder egcs 1.0.3a.
-
Wenn Sie Fehler wie die unten stehenden erhalten, wenn Sie
mysqld
kompilieren, hat configure den Typ des letzten Arguments für
accept(), getsockname() oder getpeername() nicht
korrekt erkannt:
cxx: Error: mysqld.cc, line 645: In this statement, the referenced
type of the pointer value "&length" is "unsigned long", which
is not compatible with "int".
new_sock = accept(sock, (struct sockaddr *)&cAddr, &length);
Um das zu beheben, editieren Sie die `config.h'-Datei (die von
configure angelegt wird). Suchen Sie nach folgenden Zeilen:
/* Define as the base type of the last arg to accept */
#define SOCKET_SIZE_TYPE XXX
Ändern Sie XXX zu size_t oder int, abhängig von Ihrem
Betriebssystem. (Beachten Sie, dass Sie das jedes Mal tun müssen, wenn Sie
configure laufen lassen, weil configure die Datei
`config.h' neu erzeugt.)
-
Die `sql_yacc.cc'-Datei wird von `sql_yacc.yy' erzeugt.
Normalerweise muss der Build-Prozess keine `sql_yacc.cc' erzeugen,
weil MySQL schon mit einer fertig erzeugten Kopie daher kommt. Wenn Sie sie
jedoch neu erzeugen müssen, könnten Sie folgenden Fehler erhalten:
"sql_yacc.yy", line xxx fatal: default action causes potential...
Das ist ein Indiz dafür, dass Ihre Version von
yacc fehlerhaft ist.
Sie müssen statt dessen wahrscheinlich bison (die GNU-Version von
yacc) installieren und benutzen.
-
Wenn Sie
mysqld oder einen MySQL-Client debuggen wollen, lassen Sie
configure mit der --with-debug-Option laufen. Kompilieren Sie
danach neu und linken Sie Ihre Clients mit der neuen Client-Bibliothek.
See section E.2 Einen MySQL-Client debuggen.
Dieser Abschnitt beschreibt einige der Themen im Zusammenhang mit MIT-pThreads.
Beachten Sie, dass Sie auf Linux KEINE MIT-pThreads benutzen, sondern statt
dessen LinuxThreads installieren sollten!
See section 3.6.1 Linux (alle Linux-Versionen).
Wenn Ihr System keine native Thread-Unterstützung bietet, müssen Sie MySQL
unter Verwendung des MIT-pThread-Pakets bauen. Das betrifft ältere
FreeBSD-Systeme, SunOS 4.x, Solaris 2.4 und früher und einige andere.
See section 3.2.2 Betriebssysteme, die von MySQL unterstützt werden.
-
Auf den meisten Systemen können Sie die Benutzung von erzwingen, indem Sie
configure mit der --with-mit-Threads-Option laufen lassen:
shell> ./configure --with-mit-threads
Wenn Sie MIT-pThreads benutzen, wird das Bauen (Building) in ein
Nicht-Quellcode-Verzeichnis nicht unterstützt, weil wir die Änderungen an
diesem Code minimal halten wollen.
-
Die Überprüfungen, die festlegen, ob MIT-pThreads benutzt werden sollten
oder nicht, finden nur in dem Teil des Konfigurationsprozesses statt, der
mit dem Server-Code zu tun hat. Wenn Sie die Distribution mit
--without-server konfigurieren, um nicht den Client-Code zu bauen,
wissen die Clients nicht, ob sie MIT-pThreads benutzen sollen oder nicht
und werden vorgabemäßig Unix-Socket-Verbindungen benutzen. Weil
Unix-Sockets unter MIT-pThreads nicht laufen, heißt das, dass Sie
-h oder --host benutzen müssen, wenn Sie Client-Programme
laufen lassen.
-
Wenn MySQL so kompiliert wird, dass es MIT-pThreads benutzt, wird
System-Sperren (System Locking) vorgabemäßig aus Performance-Gründen
ausgeschaltet. Mit der
--use-locking-Option können Sie dem Server
mitteilen, System-Sperren zu benutzen.
-
Manchmal schlägt der pThread-
bind()-Befehl fehl und bindet nicht an
ein Socket, ohne jede Fehlermeldung (zumindest auf Solaris). Als Ergebnis
schlagen alle Verbindungen zum Server fehl. Beispiel:
shell> mysqladmin version
mysqladmin: connect to server at '' failed;
error: 'Can't connect to mysql server on localhost (146)'
Die Lösung besteht darin, den mysqld-Server zu killen und neu zu
starten. Uns ist das nur dann passiert, wenn wir den Server gezwungen
haben, herunter zu fahren und sofort danach einen Neustart durchgeführt
haben.
-
Bei MIT-pThreads läßt sich der
sleep()-Systemaufruf nicht mit
SIGINT (break) unterbrechen. Das merken Sie nur, wenn Sie
mysqladmin --sleep ausführen. Sie müssen dann warten, bis der
sleep()-Aufruf beendet wurde, bevor die Unterbrechungsanforderung
(Interrupt) bedient wird und der Prozess anhält.
-
Wenn Sie linken, erhalten Sie möglicherweise Warnmeldungen wie diese
(zumindest auf Solaris). Sie können sie ignorieren:
ld: warning: symbol `_iob' hat differing sizes:
(file /my/local/pThreads/lib/libpThread.a(findfp.o) value=0x4;
file /usr/lib/libc.so value=0x140);
/my/local/pThreads/lib/libpThread.a(findfp.o) definition taken
ld: warning: symbol `__iob' hat differing sizes:
(file /my/local/pThreads/lib/libpThread.a(findfp.o) value=0x4;
file /usr/lib/libc.so value=0x140);
/my/local/pThreads/lib/libpThread.a(findfp.o) definition taken
-
Einige weitere Warnungen können ebenfalls ignoriert werden:
implicit declaration of function `int strtoll(...)'
implicit declaration of function `int strtoul(...)'
-
Wir haben es bislang nicht geschafft,
readline mit MIT-pThreads zum
Laufen zu bringen. (Das wird zwar nicht benötigt, mag aber für einige
interessant sein.)
Sie benötigen folgendes:
MySQL bauen
-
Erzeugen Sie ein Arbeitsverzeichnis (z. B. workdir).
-
Entpacken Sie die Quelldistribution in dieses Verzeichnis.
-
Starten Sie den VC++-6.0-Kompiler.
-
Wählen Sie im
File-Menü Open Workspace.
-
Öffnen Sie den `mysql.dsw'-Workspace, den Sie im Arbeitsverzeichnis
finden.
-
Wählen Sie im
Build-Menü das Set Active Configuration-
Menü.
-
Wählen Sie
mysqld - Win32 Debug und klicken Sie auf OK.
-
Drücken Sie
F7, um mit dem Bauen des Debug-Servers, der
Bibliotheken und einiger Client-Applikationen zu beginnen.
-
Wenn das Kompilieren beendet ist, kopieren Sie die Bibliotheken und die
ausführbaren Dateien in ein separates Verzeichnis.
-
Kompilieren Sie die Release-Versionen, die Sie haben wollen, auf
dieselbe Art.
-
Erzeugen Sie das Verzeichnis für die MySQL-Dateien, z. B.
`c:\mysql'.
-
Kopieren Sie aus dem Arbeitsverzeichnis folgende Verzeichnisse in das
c:\mysql-Verzeichnis:
-
Erzeugen Sie das Verzeichnis `c:\mysql\bin' und kopieren Sie alle
Server und Clients, die Sie vorher kompiliert haben, hinein.
-
Wenn Sie wollen, können Sie auch das `lib'-Verzeichnis erzeugen und
die vorher kompilierten Bibliotheken hinein kopieren.
-
Führen Sie mit Visual Studio ein Clean durch.
Konfigurieren und starten Sie den Server auf dieselbe Weise wie bei der
Windows-Binärdistribution. See section 3.3.6.1 Vorbereitung der Windows-Umgebung.
Wenn Sie MySQL erst einmal installiert haben (aus einer Binär- oder einer
Quelldistribution), müssen Sie die Berechtigungstabellen (Grant Tables)
initialisieren, den Server starten und sicherstellen, dass der Server
korrekt funktioniert. Eventuell wollen Sie auch einrichten, dass der Server
automatisch gestartet und angehalten wird, wenn Ihr System startet oder
herunter gefahren wird.
Normalerweise installieren Sie die Berechtigungstabellen und starten den
Server wie folgt:
Bei der Installation einer Quelldistribution:
shell> ./scripts/mysql_install_db
shell> cd mysql_installations_verzeichnis
shell> ./bin/safe_mysqld --user=mysql &
Bei einer Binärdistribution (nicht RPM- oder pkg-Pakete) tun Sie folgendes:
shell> cd mysql_installations_verzeichnis
shell> ./bin/mysql_install_db
shell> ./bin/safe_mysqld --user=mysql &
Das legt die mysql-Datenbank an, die alle Zugriffsrechte auf
Datenbanken enthält, die test-Datenbank, die Sie benutzen können, um
MySQL zu testen und zusätzlich Berechtigungseinträge für den Benutzer, der
mysql_install_db ausführt sowie einen root-Benutzer (ohne
Passworte!). Durch den letzten Befehl wird der mysqld-Server
gestartet.
mysql_install_db überschreibt keine alten Berechtigungstabellen,
deshalb sollte es unter allen Umständen sicher sein. Wenn Sie die
test-Datenbank nicht haben wollen, können Sie sie mit
mysqladmin -u root drop test entfernen.
Am einfachsten läßt sich das Durchtesten vom obersten Verzeichnis der
MySQL-Distribution durchführen. Bei einer Binärdistribution ist das Ihr
Installationsverzeichnis (üblicherweise etwas wie `/usr/local/mysql').
Bei einer Quelldistribution ist es das Hauptverzeichnis Ihres
MySQL-Source-Trees.
In den unten dargestellten Befehlen dieses Abschnitts und der folgenden
Unterabschnitte ist BINDIR der Pfad zu dem Speicherort, wo Programme
wie mysqladmin und safe_mysqld installiert sind. Bei einer
Binärdistribution ist das `bin'-Verzeichnis innerhalb der
Distribution. Bei einer Quelldistribution ist BINDIR wahrscheinlich
`/usr/local/bin', es sei denn, Sie haben ein anderes
Installationsverzeichnis als `/usr/local' angegeben, als Sie
configure laufen ließen. EXECDIR ist der Speicherort, in dem
der mysqld-Server installiert ist. Bei einer Binärdistribution ist
das derselbe wie BINDIR. Bei einer Quelldistribution ist
EXECDIR wahrscheinlich `/usr/local/libexec'.
Das Durchtesten wird im Folgenden detailliert beschrieben.
-
Falls notwendig, starten Sie den
mysqld-Server und richten die
anfänglichen MySQL-Berechtigungstabellen ein, die alle Zugriffsrechte
enthalten, die festlegen, wie sich Benutzer mit dem Server verbinden
dürfen. Das wird normalerweise mit dem mysql_install_db-Skript
gemacht:
shell> scripts/mysql_install_db
Typischerweise müssen Sie mysql_install_db nur laufen lassen, wenn
Sie MySQL zum ersten Mal installieren. Wenn Sie eine existierende
Installation aktualisieren (Update), können Sie deshalb diesen Schritt
überspringen. (mysql_install_db ist jedoch ziemlich sicher und
aktualisiert keine bereits existierenden Tabellen, daher können Sie im
Zweifel immer mysql_install_db laufen lassen.)
mysql_install_db erzeugt sechs Tabellen (user, db,
host, tables_priv, columns_priv und func) in
der mysql-Datenbank. Eine Beschreibung der anfänglichen
Zugriffsrechte wird in section 5.2.5 Wie das Berechtigungssystem funktioniert festgelegt. Kurz gesagt
erlauben diese Zugriffsrechte dem MySQL-Benutzer root, alles zu tun,
und jedem, Datenbanken anzulegen oder zu benutzen, deren Name 'test'
ist oder mit 'test_' beginnt.
Wenn Sie die Zugriffsberechtigungstabellen (Grant Tables) nicht einrichten,
wird folgender Fehler in der Logdatei erscheinen, wenn Sie den Server
starten:
mysqld: Can't find file: 'host.frm'
Dasselbe kann auch bei einer MySQL-Binärdistribution passieren, wenn Sie
MySQL nicht mit exakt ./bin/safe_mysqld starten!
See section 5.7.2 safe_mysqld, der Wrapper um mysqld.
Eventuell müssen Sie mysql_install_db als root laufen lassen.
Wenn Sie wollen, können Sie jedoch den MySQL-Server als unprivilegierter
(non-root)-Benutzer laufen lassen, vorausgesetzt, dieser Benutzer
darf Dateien im Datenbank-Verzeichnis lesen und schreiben. Anweisungen, wie
Sie MySQL als unprivilegierter Benutzer laufen lassen können, finden Sie in
section 5.3.3 Wann Berechtigungsänderungen wirksam werden.
Wenn Sie Probleme mit mysql_install_db bekommen, sehen Sie bitte
unter section 3.4.1 Probleme mit mysql_install_db nach.
Es gibt eine Reihe von Alternativen zum Laufenlassen des
mysql_install_db-Skripts, was mit der MySQL-Distribution
mitgeliefert wird:
-
Sie können
mysql_install_db editieren, bevor Sie es laufen lassen,
um die anfänglichen Zugriffsrechte zu ändern, die in die Rechtetabellen
installiert werden. Das ist nützlich, wenn Sie MySQL auf einer großen Zahl
von Maschinen mit denselben Zugriffsrechten installieren wollen. In diesem
Fall müssen Sie wahrscheinlich nur ein paar zusätzliche
INSERT-Statements für die mysql.user- und
mysql.db-Tabellen hinzufügen!
-
Wenn Sie Dinge in den Berechtigungstabellen ändern wollen, nachdem diese
installiert wurden, lassen Sie
mysql_install_db laufen und geben
dann den Befehl mysql -u root mysql ein, um sich als
MySQL-root-Benutzer mit den Berechtigungstabellen zu verbinden.
Danach können Sie SQL-Statements eingeben, um die Tabellen direkt zu
verändern.
-
Es ist möglich, die Berechtigungstabellen komplett neu zu erzeugen, nachdem
Sie angelegt wurden. Das werden Sie zum Beispiel tun wollen, wenn Sie die
Tabellen bereits angelegt haben, Sie nun aber neu anlegen wollen, weil Sie
mysql_install_db editiert haben.
Zu weiteren Informationen über diese Alternativen siehe
section 5.2 Allgemeine Sicherheitsthemen und das MySQL-Zugriffsberechtigungssystem.
-
Starten Sie den MySQL-Server wie folgt:
shell> cd mysql_installations_verzeichnis
shell> bin/safe_mysqld &
Wenn Sie Probleme haben, den Server zu starten, sehen Sie unter
section 3.4.2 Probleme mit dem Start des MySQL-Servers nach.
-
Benutzen Sie
mysqladmin, um sicherzustellen, dass der Server läuft.
Die folgenden Befehle sind ein einfacher Test, um zu überprüfen, ob der
Server läuft und auf Verbindungen reagiert:
shell> BINDIR/mysqladmin version
shell> BINDIR/mysqladmin variables
Die Ausgabe von mysqladmin version kann geringfügig variieren,
abhängig von Ihrer Plattform und der Version von MySQL, sollte aber etwa
wie folgt aussehen:
shell> BINDIR/mysqladmin version
mysqladmin Ver 8.14 Distrib 3.23.32, for linux on i586
Copyright (C) 2000 MySQL AB & MySQL Finnland AB & TCX DataKonsult AB
This software comes mit ABSOLUTELY NO WARRANTY. This ist free software,
und you are welcome to modify und redistribute it under the GPL license
Server version 3.23.32-debug
Protokoll version 10
Connection Localhost via Unix socket
TCP port 3306
UNIX socket /tmp/mysql.sock
Uptime: 16 sec
Threads: 1 Questions: 9 Slow queries: 0 Opens: 7 Flush tables: 2 Open tables: 0 Queries per second avg: 0.000 Memory in use: 132K Max memory used: 16773K
Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was Sie sonst noch mit
BINDIR/mysqladmin tun können, rufen Sie es mit der
--help-Option auf.
-
Stellen Sie sicher, dass Sie den Server herunter fahren können:
shell> BINDIR/mysqladmin -u root shutdown
-
Stellen Sie sicher, dass Sie den Server erneut starten können. Tun Sie das
unter Benutzung von
safe_mysqld oder indem Sie mysqld direkt
aufrufen. Beispiel:
shell> BINDIR/safe_mysqld --log &
Wenn safe_mysqld fehlschlägt, versuchen Sie, es vom
MySQL-Installationsverzeichnis aus zu starten (falls Sie noch nicht dort
sind). Wenn das nicht funktioniert, sehen Sie unter see section 3.4.2 Probleme mit dem Start des MySQL-Servers nach.
-
Lassen Sie ein paar einfache Tests ablaufen um sicherzustellen, dass der
Server funktioniert. Die Ausgabe sollte ähnlich der folgenden sein:
shell> BINDIR/mysqlshow
+-----------+
| Databases |
+-----------+
| mysql |
+-----------+
shell> BINDIR/mysqlshow mysql
Datenbank: mysql
+--------------+
| Tables |
+--------------+
| columns_priv |
| db |
| func |
| host |
| tables_priv |
| user |
+--------------+
shell> BINDIR/mysql -e "select host,db,user from db" mysql
+------+--------+------+
| host | db | user |
+------+--------+------+
| % | test | |
| % | test_% | |
+------+--------+------+
Zusätzlich gibt es eine Benchmark-Suite im `sql-bench'-Verzeichnis
(unterhalb des MySQL-Installationsverzeichnisses), die Sie benutzen können,
um die Leistungsdaten von MySQL auf verschiedenen Plattformen zu
vergleichen. Das `sql-bench/Results'-Verzeichnis enthält die
Ergebnisse vieler Testläufe mit verschiedenen Datenbanken und Plattformen.
Um alle Tests durchzuführen, geben Sie folgende Befehle ein:
shell> cd sql-bench
shell> run-all-tests
Wenn Sie kein `sql-bench'-Verzeichnis haben, benutzen Sie
wahrscheinlich ein RPM für eine Binärdistribution. (Quelldistributions-RPMs
beinhalten das Benchmark-Verzeichnis.) In diesem Fall müssen Sie die
Benchmark-Suite zuerst installieren, bevor Sie sie benutzen können. Ab
MySQL Version 3.22 gibt es Benchmark-RPM-Dateien, die
`mysql-bench-VERSION-i386.rpm' benannt sind, die Benchmark-Code und
Daten enthalten.
Wenn Sie eine Quelldistribution haben, können Sie auch die Tests im
`tests'-Unterverzeichnis ausführen. Um beispielsweise
`auto_increment.tst' auszuführen, geben Sie folgendes ein:
shell> BINDIR/mysql -vvf test < ./tests/auto_increment.tst
Die Ergebnisse stehen dann in der `./tests/auto_increment.res'-Datei.
Der Zweck des mysql_install_db-Skripts ist, neue
MySQL-Berechtigungstabellen zu erzeugen. Es betrifft keine anderen Daten!
Es tut nichts, wenn Sie bereits MySQL-Berechtigungstabellen installiert
haben!
Wenn Sie Ihre Berechtigungstabellen neu erzeugen wollen, sollten Sie den
mysqld-Server herunter fahren, falls er läuft, und dann etwas
Ähnliches wie folgendes tun:
mv mysql-data-verzeichnis/mysql mysql-data-verzeichnis/mysql-old
mysql_install_db
Dieser Abschnitt listet Probleme auf, denen Sie vielleicht begegnen, wenn
Sie mysql_install_db laufen lassen:
mysql_install_db installiert die Berechtigungstabellen nicht.
-
Eventuell stellen Sie fest, dass
mysql_install_db bei der
Installations der Berechtigungstabellen fehlschlägt und mit folgenden
Meldungen endet:
starting mysqld daemon with databases from XXXXXX
mysql daemon ended
In diesem Fall sollten Sie einen gründlichen Blick in die Log-Datei werfen!
Diese sollte sich im Verzeichnis `XXXXXX' befinden, das in der
Fehlermeldung ausgegeben wird, und sollte anzeigen, warum mysqld
nicht startete. Wenn Sie nicht verstehen, was passiert ist, schicken Sie
einen Bug-Bericht inklusive Log. Benutzen Sie hierfür mysqlbug!
See section 2.6.2.3 Wie man Bugs oder Probleme berichtet.
- Es läuft bereits ein
mysqld-Daemon.
-
In diesem Fall müssen Sie wahrscheinlich
mysql_install_db überhaupt
nicht starten. Sie müssen mysql_install_db nur einmal starten, und
zwar, wenn Sie MySQL zum ersten Mal installieren.
- Die Installation eines zweiten
mysqld-Daemons schlägt fehl,
-
wenn bereits ein Daemon läuft.
Das kann vorkommen, wenn Sie bereits eine existierende MySQL-Installation
haben, aber eine neue Installation an einem anderen Speicherort
unterbringen wollen (zum Beispiel für Testzwecke, oder vielleicht wollen
Sie auch einfach zwei Installationen zugleich laufen lassen. Im Allgemeinen
ist der Grund für das Problem, wenn Sie versuchen, den zweiten Server
laufen zu lassen, dass der zweite Server versucht, denselben Socket und
Port wie der alte zu benutzen. In diesem Fall erhalten Sie als
Fehlermeldung:
Can't start server: Bind on TCP/IP port: Address
already in use oder Can't start server : Bind on unix socket....
See section 5.1.4 Viele MySQL-Server auf derselben Maschine laufen lassen.
- Sie haben keinen Schreibzugriff auf `/tmp'.
-
Wenn Sie keinen Schreibzugriff haben, um eine Socket-Datei am
vorgabemäßigen Ort anzulegen (in `/tmp') oder keine Berechtigung, um
temporäre Dateien in `/tmp' anzulegen, erhalten Sie einen Fehler, wenn
Sie
mysql_install_db laufen lassen oder starten oder wenn Sie
mysqld benutzen.
So können Sie einen anderen Socket und ein anderes temporäres Verzeichnis
festlegen:
shell> TMPDIR=/irgendein_temporaeres_verzeichnis/
shell> MYSQL_UNIX_PORT=/irgendein_temporaeres_verzeichnis/mysqld.sock
shell> export TMPDIR MYSQL_UNIX_PORT
See section A.4.5 Wie Sie die MySQL-Socket-Datei `/tmp/mysql.sock' schützen oder ändern.
`irgendein_temporaeres_verzeichnis' sollte der Pfad zu einem
Verzeichnis sein, für das Sie Schreibberechtigung haben.
See section F Umgebungsvariablen.
Danach sollten Sie in der Lage sein, mysql_install_db laufen zu
lassen und den Server zu starten, und zwar mit folgenden Befehlen:
shell> scripts/mysql_install_db
shell> BINDIR/safe_mysqld &
mysqld stürzt sofort ab
-
Wenn Sie RedHat Version 5.0 mit einer Version von
glibc laufen
lassen, die älter als 2.0.7-5 ist, sollten Sie sicherstellen, dass Sie alle
glibc-Patches installiert haben!
Darüber gibt es jede Menge Informationen in den MySQL-Mail-Archiven. Links
zu den Mail-Archiven finden Sie online unter
http://www.mysql.com/documentation/.
Siehe auch section 3.6.1 Linux (alle Linux-Versionen).
Sie können mysqld auch manuell starten, dabei die
--skip-grant-tables-Option benutzen und dann die
Berechtigungsinformationen selbst mit mysql eintragen:
shell> BINDIR/safe_mysqld --skip-grant-tables &
shell> BINDIR/mysql -u root mysql
Von mysql aus geben Sie die SQL-Befehle ein, die in
mysql_install_db stehen. Stellen Sie sicher, dass Sie danach
mysqladmin flush-privileges oder mysqladmin reload laufen
lassen, um dem Server mitzuteilen, die Berechtigungstabellen neu zu laden.
Wenn Sie Tabellen einsetzen werden, die Transaktionen unterstützen (InnoDB,
BDB), sollten Sie zuerst eine my.cnf-Datei anlegen und die
Startoptionen für die Tabellentypen setzen, die Sie einsetzen wollen.
See section 8 MySQL-Tabellentypen.
Im allgemeinen starten Sie den mysqld-Server auf eine der drei
folgenden Weisen:
-
Indem Sie
mysql.server aufrufen. Dieses Skript wird hauptsächlich
beim Systemstart und -herunterfahren eingesetzt. Es wird ausführlicher in
section 3.4.3 MySQL automatisch starten und anhalten beschrieben.
-
Indem Sie
safe_mysqld aufrufen. Dieses Skript versucht die korrekten
Optionen für mysqld festzustellen und läßt den Server dann mit
diesen Optionen laufen. See section 5.7.2 safe_mysqld, der Wrapper um mysqld.
-
Auf Windows NT sollten Sie
mysqld wie folgt als Systemdienst
starten:
bin\mysqld-nt --install # MySQL als Systemdienst installieren
Jetzt können Sie mysqld wie folgt starten / anhalten:
NET START mysql
NET STOP mysql
Beachten Sie, dass Sie in diesem Fall keine weiteren Optionen für
mysqld benutzen können!
Sie können den Systemdienst wie folgt entfernen:
bin\mysqld-nt --remove # MySQL als Systemdienst entfernen
-
Indem Sie
mysqld direkt aufrufen.
Wenn der mysqld-Daemon hoch fährt, wechselt er in das
Daten-Verzeichnis. Dort erwartet er, Log-Dateien und die (process ID)-Datei
schreiben zu können. Ebenfalls erwartet er dort, Datenbanken zu finden.
Der Speicherort des Daten-Verzeichnisses wird zum Zeitpunkt des Kompilierens
der Distribution fest verdrahtet. Wenn mysqld jedoch erwartet, das
Daten-Verzeichnis irgendwo sonst als an der Stelle zu finden, wo es auf
Ihrem System tatsächlich ist, funktioniert er nicht richtig. Wenn Sie
Probleme mit fehlerhaften Pfaden haben, können Sie durch den Aufruf von
mysqld mit der --help-Option herausfinden, welche Optionen
mysqld erlaubt und was die vorgabemäßigen Pfad-Einstellung sind.
Sie können die Vorgaben überschreiben, indem Sie die korrekten Pfadnamen
als Kommandozeilen-Argumente für mysqld festlegen. (Diese Optionen
können auch bei safe_mysqld benutzt werden.)
Normalerweise sollte es lediglich nötig sein, mysqld das
Basis-Verzeichnis mitzuteilen, wo MySQL installiert ist. Das können Sie mit
der Option --basedir machen. Zusätzlich können Sie --help
benutzen, um die Auswirkung der Pfadänderungsoptionen zu überprüfen
(beachten Sie, dass --help die letzte Option des
mysqld-Befehls wein muss. Beispiel:
shell> EXECDIR/mysqld --basedir=/usr/local --help
Wenn Sie die Pfadeinstellungen erst einmal festgelegt haben, die Sie
wollen, starten Sie den Server ohne die --help-Option.
Mit welcher Methode auch immer Sie den Server starten: Wenn er nicht
korrekt hoch fährt, untersuchen Sie die Log-Datei, um zu sehen, ob Sie den
Grund dafür herausfinden können. Log-Dateien liegen im Daten-Verzeichnis
(typischerweise `/usr/local/mysql/data' bei einer Binärdistribution,
`/usr/local/var' bei einer Quelldistribution und
`\mysql\data\mysql.err' unter Windows). Suchen Sie im Daten-Verzeichnis
nach Dateien mit Namen der Form `host_name.err' und
`host_name.log', wobei host_name der Name Ihres Server-Hosts
ist. Sehen Sie in den letzten paar Zeilen dieser Dateien nach:
shell> tail host_name.err
shell> tail host_name.log
Wenn Sie etwas wie das Folgende in der Log-Datei finden:
000729 14:50:10 bdb: Recovery function for LSN 1 27595 failed
000729 14:50:10 bdb: warning: ./test/t1.db: No such file or directory
000729 14:50:10 Can't init databases
Das bedeutet, dass Sie mysqld nicht mit --bdb-no-recover
gestartet haben und Berkeley DB findet, dass etwas mit seinen Log-Dateien
nicht in Ordnung ist, als es versuchte, Ihre Datenbanken
wiederherzustellen. Um weitermachen zu können, sollten Sie alle alten
Berkeley-DB-Log-Dateien aus dem Datenbankverzeichnis an eine andere Stelle
verschieben, wo Sie sie später untersuchen können. Die Log-Dateien sind wie
`log.0000000001' benannt, wobei die Nummer im Zeitablauf hochgezählt
wird.
Wenn Sie mysqld mit BDB-Tabellenunterstützung laufen lassen und
mysqld beim Start einen Speicherauszug (Core Dump) liefert, könnte
das an Problemen mit den BDB-Wiederherstellungs-Logs liegen. In diesem Fall
können Sie versuchen, mysqld mit --bdb-no-recover zu starten.
Wenn das hilft, sollten Sie danach alle `log.*'-Dateien aus dem
Daten-Verzeichnis entfernen und versuchen, mysqld erneut zu starten.
Wenn Sie folgenden Fehler bekommen, bedeutet das, dass ein anderes Programm
(oder ein anderer mysqld-Server) bereits den TCP/IP-Port oder
-Socket benutzt, den mysqld versucht zu benutzen:
Can't start server: Bind on TCP/IP-Port: Address already in use
oder
Can't start server : Bind on unix socket...
Benutzen Sie ps, um sicherzustellen, dass kein weiterer
mysqld-Server läuft. Wenn Sie keinen weiteren Server finden, können
Sie den Befehl telnet ihr-host-name tcp-ip-port-nummer eingeben und
mehrere Male EINGABE drücken. Wenn Sie keine Fehlermeldung wie
telnet: Unable to connect to remote host: Connection refused
erhalten, benutzt irgend etwas anderes den TCP/IP-Port, den mysqld
versucht zu benutzen. Siehe section 3.4.1 Probleme mit mysql_install_db und section 5.1.4 Viele MySQL-Server auf derselben Maschine laufen lassen.
Wenn mysqld gerade läuft, können Sie herausfinden, welche
Pfadeinstellungen er benutzt, indem Sie folgenden Befehl ausführen:
shell> mysqladmin variables
oder
shell> mysqladmin -h 'ihr-host-name' variables
Wenn safe_mysqld hoch den Server hoch fährt, Sie sich aber nicht mit
ihm verbinden können, stellen Sie sicher, dass Sie einen Eintrag wie den
folgenden in `/etc/hosts' haben:
127.0.0.1 localhost
Dieses Problem tritt nur auf Systemen auf, die keine funktionierende
Thread-Bibliothek besitzen, und für die MySQL so konfiguriert werden muss,
dass es MIT-pThreads benutzt.
Wenn Sie es nicht schaffen, mysqld zu starten, können Sie versuchen,
eine Trace-Datei anzulegen, um das Problem zu finden. See section E.1.2 Trace-Dateien erzeugen.
Wenn Sie InnoDB-Tabellen benutzen, sehen Sie bei den InnoDB-spezifischen
Startoptionen nach. See section 8.5.2 Mit InnoDB anfangen - Optionen.
Wenn Sie BDB-(Berkeley DB)-Tabellen benutzen, sollten Sie sich mit den
verschiedenen Startoptionen von BDB vertraut machen. See section 8.6.3 BDB-Startoptionen.
Die mysql.server- und safe_mysqld-Skripte können benutzt
werden, um den Server automatisch beim Hochfahren des Systems zu starten.
mysql.server kann ebenfalls dazu benutzt werden, den Server
anzuhalten.
Das mysql.server-Skript kann benutzt werden, um den Server zu
starten oder anzuhalten, indem man es mit den start- oder
stop-Argumenten aufruft:
shell> mysql.server start
shell> mysql.server stop
mysql.server liegt im `share/mysql'-Verzeichnis unterhalb des
MySQL-Installationsverzeichnisses oder im `support-files'-Verzeichnis
des MySQL-Source-Trees.
Bevor mysql.server den Server startet, wechselt es in das
MySQL-Installationsverzeichnis. Dann ruft es safe_mysqld auf.
Eventuell müssen Sie mysql.server editieren, wenn Sie eine
Binärdistribution haben, die Sie an eine nicht stardardmäßige Stelle
installiert haben. Ändern Sie es so ab, dass es in das richtige Verzeichnis
wechselt (cd), bevor es safe_mysqld startet. Wenn Sie wollen,
dass der Server unter einem bestimmten Benutzer läuft, fügen Sie eine
entsprechende user-Zeile zur `/etc/my.cnf'-Datei hinzu, so wie
weiter unten in diesem Abschnitt dargestellt.
mysql.server stop hält den Server an, indem es ihm ein Signal
sendet. Sie können den Server auch automatisch herunter fahren, indem Sie
mysqladmin shutdown ausführen.
Wenn Sie möchten, können Sie diese Start- und Stop-Befehle an den
entsprechenden Stellen Ihrer `/etc/rc*'-Dateien einfügen, wenn Sie
MySQL für Produktions-Applikationen benutzen. Beachten Sie, wenn Sie
mysql.server editieren und dann gelegentlich MySQL aktualisieren
(Update), dass dann Ihre geänderte Version überschrieben wird. Daher
sollten Sie eine Kopie Ihrer editierten Version machen, die Sie erneut
installieren können.
Wenn Ihr System `/etc/rc.local' benutzt, um externe Skripte zu
starten, sollten Sie folgendes anhängen:
/bin/sh -c 'cd /usr/local/mysql ; ./bin/safe_mysqld --user=mysql &'
Sie können Optionen für mysql.server in einer globalen
`/etc/my.cnf'-Datei hinzufügen. Eine typische `/etc/my.cnf'-Datei
sieht wie folgt aus:
[mysqld]
datadir=/usr/local/mysql/var
socket=/var/tmp/mysql.sock
port=3306
user=mysql
[mysql.server]
basedir=/usr/local/mysql
Das mysql.server-Skript kennt folgende Optionen:
datadir, basedir und pid-file.
Folgende Tabelle zeigt, welche Optionsgruppen jedes der Startskripts aus
den Optionsdateien liest:
| Skript | Optionsgruppen
|
mysqld | mysqld und server
|
mysql.server | mysql.server, mysqld, und server
|
safe_mysqld | mysql.server, mysqld, und server
|
See section 5.1.2 my.cnf-Optionsdateien.
Sie können die MySQL-form- und data-Dateien jederzeit für verschiedene
Versionen auf derselben Architektur benutzen, solange Sie dieselbe
Grundversion von MySQL haben. Die aktuelle Grundversion ist 3. Wenn Sie den
Zeichensatz ändern, während MySQL läuft (was auch die Sortierreihenfolge
betreffen kann), müssen Sie myisamchk -r -q auf alle Tabellen
ausführen. Ansonsten könnte es sein, dass Ihre Indexe nicht korrekt
sortiert werden.
Wenn Sie vor neuen Versionen zurück schrecken, können Sie Ihren alten
mysqld zu etwas wie mysqld-'alte-versions-nummer' umbenennen.
Wenn Ihr neuer mysqld dann etwas Unerwartetes tut, können Sie ihn
einfach anhalten und mit Ihrem alten mysqld neu starten!
Wenn Sie ein Upgrade vornehmen, sollte Sie natürlich Ihre alten Datenbanken
sichern.
Wenn Sie nach einem Upgrade auf Probleme mit neu kompilierten
Client-Programmen stoßen, zum Beispiel Commands out of sync oder
unerwartete Speicherauszüge (Core Dumps), haben sie wahrscheinlich einen
alten Header oder eine alte Bibliotheksdatei benutzt, als Sie die Programme
kompilierten. In diesem Fall sollten Sie das Datum Ihrer
`mysql.h'-Datei und `libmysqlclient.a'-Bibliothek überprüfen, um
sicherzustellen, dass sie aus der neuen MySQL-Distribution stammten. Wenn
nicht, kompilieren sie Ihre Programme bitte neu!
Wenn Sie Probleme der Art erhalten, dass Ihr neuer mysqld-Server
nicht startet oder dass Sie sich nicht ohne Passwort verbinden können,
überprüfen Sie, ob Sie nicht etwa noch die alte `my.cnf'-Datei Ihrer
alten Installation haben! Sie können das mit program-name
--print-defaults tun. Wenn es irgend etwas anderes als den Programmnamen
ausgibt, haben Sie eine aktive my.cnf-Datei, die sich auf die Dinge
auswirkt!
Es ist eine gute Idee, die Msql-Mysql-modules-Distribution neu zu
bauen und neu zu installieren, wann immer Sie ein neues Release von MySQL
installieren, speziell dann, wenn Sie Symptome wie die bemerken, dass alle
Ihre DBI-Skripte mit Core-Dumps abbrechen, nachdem Sie MySQL
aktualisiert haben.
Sie können Ihre alten data-Dateien ohne jede Änderung mit Version 4.0
benutzen. Wenn Sie Ihre Daten eines MySQL-4.0-Servers für einen älteren
Server verwenden wollen, müssen Sie mysqldump benutzen.
Alte Clients sollen mit einem Server Version 4.0 ohne jedes Problem
funktionieren.
Die folgende Liste stellt dar, auf was Sie aufpassen müssen, wenn Sie auf
Version 4.0 aktualisieren (Upgrade):
-
`safe_mysqld' wurde zu `mysqld_safe' umbenannt.
-
Die alten C-API-Funktionen
mysql_drop_db, mysql_create_db und
mysql_connect werden nicht mehr unterstützt, es sei denn, MySQL wird
mit USE_OLD_FUNCTIONS kompiliert.
-
Sie sollten
TRUNCATE TABLE benutzen, wenn Sie alle Zeilen aus einer
Tabelle löschen wollen und Ihnen egal ist, wie viele Zeilen gelöscht
wurden. (TRUNCATE TABLE ist schneller als DELETE FROM tabelle).
-
Sie bekommen einen Fehler, wenn Sie ein aktives
LOCK TABLES oder
eine aktive Transaktion am Laufen haben, wenn Sie versuchen, TRUNCATE
TABLE oder DROP DATABASE auszuführen.
-
Sie sollten Ganzzahl-(Integer)-Werte in BIGINT-Spalten benutzen (anstelle
von Zeichenketten wie in MySQL 3.23). Man kann immer noch Zeichenketten
benutzen, aber die Benutzung von Ganzzahlen ist viel effizienter.
-
Das Format von
SHOW OPEN TABLE hat sich geändert.
-
Multithreaded Clients sollten
mysql_thread_init() und
mysql_thread_end() benutzen. See section 9.4.8 Wie man einen threaded Client herstellt.
MySQL-Version 3.23 unterstützt Tabellen des neuen MyISAM-Typs und
des alten ISAM-Typs. Sie müssen Ihre alten Tabellen nicht
konvertieren, um sie mit Version 3.23 einsetzen zu können. Vorgabemäßig
werden alle neuen Tabellen mit dem Typ MyISAM angelegt (es sei denn,
Sie starten mysqld mit der --default-table-type=isam-Option).
Sie können eine ISAM-Tabelle zu einer MyISAM-Tabelle mit
ALTER TABLE tabelle TYPE=MyISAM konvertieren oder mit dem
Perl-Skript mysql_convert_table_format.
Clients der Versionen 3.22 und 3.21 funktionieren ohne jedes Problem mit
einem Server der Version 3.23.
Die folgende Liste stellt dar, auf was Sie aufpassen müssen, wenn Sie auf
Version 3.23 aktualisieren (Upgrade):
-
Alle Tabellen, die den
tis620-Zeichensatz benutzen, müssen mit
myisamchk -r oder REPAIR TABLE in Ordnung gebracht werden.
-
Wenn Sie ein
DROP DATABASE auf eine mit symbolischem Link verknüpfte
Datenbank ausführen, werden sowohl der symbolische Links als auch die
Datenbank gelöscht. (Das war in Version 3.22 nicht der Fall, weil configure
den readlink-Systemaufruf nicht erkannte).
-
OPTIMIZE TABLE funktioniert jetzt nur bei MyISAM-Tabellen.
Bei anderen Tabellentypen können Sie ALTER TABLE benutzen, um die
Tabelle zu optimieren. Während der Ausführung von OPTIMIZE TABLE
wird die Tabelle jetzt vor dem Zugriff anderer Threads gesperrt.
-
Der MySQL-Client
mysql wir jetzt vorgabemäßig mit der Option
--no-named-commands (-g) gestartet. Diese Option kann mit
--enable-named-commands (-G) abgeschaltet werden. Dies kann ein paar
Inkompatibilitätsprobleme verursachen, zum Beispiel in SQL-Skripten, die
benannte (named) Befehle ohne ein Semikolon! Befehle im Langformat dagegen
funktionieren noch auf der ersten Zeile.
some cases, für Beispiel in SQL Skripts that use named Befehle ohne a
semicolon! Long format Befehle still work from the first line.
-
If you are using the
german character sort order, you must repair
all your Tabellen mit isamchk -r, as we have made some changes in
the sort order!
-
The default return type of
IF will now depend on both arguments
und not only the first argument.
-
AUTO_INCREMENT funktioniert nicht mit negativen Zahlen. Der Grund
liegt darin, dass negative Zahlen beim Übergang von -1 auf 0 Probleme
verursachen. AUTO_INCREMENT wird jetzt bei MyISAM-Tabellen auf einem
niedrigeren Level gehandhabt und ist viel schneller als vorher. Bei
MyISAM-Tabellen werden alte Zahlen auch nicht mehr wieder benutzt, selbst
wenn Sie einige Zeilen aus der Tabelle löschen.
-
CASE, DELAYED, ELSE, END, FULLTEXT,
INNER, RIGHT, THEN und WHEN sind jetzt
reservierte Wörter.
-
FLOAT(X) ist jetzt ein echter Fließkomma-Typ und kein Wert mit
einer festen Anzahl von Dezimalstellen.
-
Wenn Sie
DECIMAL(length,dec) deklarieren, beinhaltet das
Längen-Argument nicht mehr den Platz für das Vorzeichen oder den
Dezimalpunkt.
-
Eine
TIME-Zeichenkette muss jetzt von einem der folgenden Formate
sein:
[[[DAYS] [H]H:]MM:]SS[.bruchteil] oder
[[[[[H]H]H]H]MM]SS[.bruchteil]
-
LIKE vergleicht jetzt Zeichenketten unter Verwendung derselben
Vergleichsregeln wie '='. Wenn Sie das alte Verhalten benötigen,
können Sie MySQL mit dem CXXFLAGS=-DLIKE_CMP_TOUPPER-Flag
kompilieren.
-
REGEXP arbeitet jetzt bei normalen (nicht binären) Zeichenketten
unabhängig von der Groß-/Kleinschreibung.
-
Wenn Sie Tabellen prüfen / reparieren, sollten Sie
CHECK TABLE oder
myisamchk für MyISAM-Tabellen (.MYI) benutzen und
isamchk für ISAM-Tabellen (.ISM).
-
Wenn Sie wollen, dass
mysqldump-Dateien zwischen MySQL-Version 3.22
und Version 3.23 kompatibel sind, sollten Sie nicht die --opt- oder
--full-Option für mysqldump benutzen.
-
Überprüfen Sie Ihre Aufrufe von
DATE_FORMAT() und stellen Sie
sicher, dass vor jedem Formatierungszeichen ein `%' steht. (Spätere
MySQL-Versionen 3.22 ließen diese Syntax zu.)
-
mysql_fetch_fields_direct ist jetzt eine Funktion (es war ein Makro)
und gibt einen Zeiger auf MYSQL_FIELD anstelle eines
MYSQL_FIELD zurück.
-
mysql_num_fields() kann nicht mehr für ein MYSQL*-Objekt
benutzt werden (es ist jetzt eine Funktion, die MYSQL_RES* als
Argument nimmt. Sie sollten jetzt statt dessen mysql_field_count()
benutzen.
-
In MySQL-Version 3.22 war die Ausgabe von
SELECT DISTINCT ... fast
immer sortiert. In Version 3.23 müssen Sie GROUP BY oder ORDER
BY benutzen, um eine sortierte Ausgabe zu erhalten.
-
SUM() gibt jetzt NULL zurück statt 0, wenn es keine überein
stimmenden Zeilen gibt. Das ist in Übereinstimmung mit ANSI-SQL.
-
Ein
AND oder OR mit NULL-Werten gibt jetzt NULL
anstelle von 0 zurück. Das betrifft hauptsächlich Anfragen, die NOT
bei einem AND/OR-Ausdruck wie NOT NULL = NULL
benutzen.
LPAD() und RPAD() kürzen die Ergebnis-Zeichenkette, wenn sie
länger als das Längen-Argument ist.
Nichts, was die Kompatibilität betrifft, hat sich zwischen Version 3.21 und
3.22 geändert. Die einzige Falle ist die, dass neue Tabellen, die unter
Verwendung des DATE-Typs erzeugt werden, die neue Art der
Datenspeicherung benutzen. Diese neuen Felder kann man daher nicht von
einer alten Version von mysqld ansprechen.
Nachdem Sie MySQL-Version 3.22 installiert haben, starten Sie den neuen
Server und lassen dann das mysql_fix_privilege_tables-Skript laufen.
Dieses fügt die neuen Zugriffsberechtigungen ein, die Sie benötigen, um den
GRANT-Befehl zu benutzen. Wenn Sie das vergessen, erhalten Sie ein
Access denied, wenn Sie versuchen, ALTER TABLE, CREATE
INDEX oder DROP INDEX zu benutzen. Wenn Ihr MySQL-Root ein Passwort
benötigt, müssen Sie dieses als Argument zu
mysql_fix_privilege_tables angeben.
Die C-API-Schnittstelle für mysql_real_connect() hat sich geändert.
Wenn Sie ein altes Client-Programm haben, das diese Funktion aufruft,
müssen Sie eine 0 als neues db-Argument einfügen (oder den
Client neu kodieren, so dass er das db-Element für schnellere
Verbindungen benutzt). Zusätzlich müssen Sie mysql_init() aufrufen,
bevor Sie mysql_real_connect() aufrufen! Diese Änderung wurde
durchgeführt, damit die neue mysql_options()-Funktion in der
MYSQL-Handler-Struktur Optionen speichern kann.
The mysqld-Variable key_buffer wurde umbenannt in
key_buffer_size, Sie können aber in Ihren Startdateien immer noch
den alten Namen verwenden.
Wenn Sie eine Version benutzen, die älter als Version 3.20.28 ist, und auf
Version 3.21 umstellen wollen, müssen Sie folgendes tun:
Sie können den mysqld-Server Version 3.21 mit safe_mysqld
--old-protocol starten, um ihn mit Clients aus einer Distribution Version
3.20 zu benutzen. In diesem Fall gibt die neue Client-Funktion
mysql_errno() überhaupt keine Server-Fehler zurück, nur
CR_UNKNOWN_ERROR (funktioniert aber bei Client-Fehlern), und der
Server benutzt die alte password()-Überprüfung statt der neuen.
Wenn Sie die --old-protocol-Option NICHT für mysqld
benutzen, müssen Sie folgende Änderungen durchführen:
-
Jeder Client-Code muss neu kompiliert werden. Wenn Sie ODBC benutzen,
müssen Sie die neuen MyODBC-2.x-Treiber verwenden.
-
Sie müssen das Skript
Skripts/add_long_password laufen lassen, um
das Password-Feld in der mysql.user-Tabelle zu
CHAR(16) zu ändern.
-
Alle Passwörter müssen in der
mysql.user-Tabelle neu zugewiesen
werden (um 62-Bit- statt 31-Bit-Passwörter zu erhalten).
-
Das Tabellenformat hat sich nicht geändert, daher müssen Sie keinerlei
Tabellen konvertieren.
MySQL-Version 3.20.28 und höher kann das neue user-Tabellenformat
handhaben, ohne sich auf Clients auszuwirken. Wenn Sie eine MySQL-Version
vor Version 3.20.28 haben, funktionieren Passwörter damit nicht mehr, wenn
Sie die user-Tabelle konvertieren. Um auf Nummer Sicher zu gehen,
sollten Sie mindestens auf Version 3.20.28 aktualisieren und erst dann auf
Version 3.21.
Der neue Client-Code funktioniert bei einem 3.20.x mysqld-Server.
Wenn Sie daher Probleme mit 3.21.x bekommen, können Sie den alten
3.20.x-Server benutzen, ohne die Clients neu kompilieren zu müssen.
Wenn Sie nicht die --old-protocol-Option für mysqld benutzen,
werden alte Clients folgende Fehlermeldung ausgeben:
ERROR: Protocol mismatch. Server Version = 10 Client Version = 9
Die neue Perl-DBI/DBD-Schnittstelle unterstützt auch die alte
mysqlperl-Schnittstelle. Die einzige Änderung, die Sie machen
müssen, wenn Sie mysqlperl benutzen, ist, die Argumente für die
connect()-Funktion zu ändern. Die neuen Argumente sind: host,
database, user und password (die user- und
password-Argumente haben die Plätze getauscht.
See section 9.2.2 Die DBI-Schnittstelle.
Folgende Änderungen können Anfragen in alten Applikationen betreffen:
-
HAVING muss jetzt vor einer möglichen ORDER BY-Klausel
spezifiziert werden.
-
Die Parameter für
LOCATE() wurden getauscht.
-
Es gibt einige neue reservierte Wörter. Die wichtigsten sind
DATE,
TIME und TIMESTAMP.
Wenn Sie MySQL-Version 3.23 benutzen, können Sie die .frm-,
.MYI- und .MYD-Dateien zwischen verschiedenen Architekturen
kopieren, die dasselbe Fließkomma-Format unterstützen. (MySQL kümmert sich
um eventuelle Byte-Tausch-Belange.)
Die MySQL-ISAM-Daten und Index-Dateien (`.ISD' und
`*.ISM', je nachdem) sind Architektur-abhängig und in manchen Fällen
Betriebssystem-abhängig. Wenn Sie Ihre Applikationen auf eine andere
Maschine mit einer unterschiedlichen Architektur oder einem anderen
Betriebssystem verlagern wollen, wollten Sie nicht einfach eine Datenbank
verschieben, indem Sie deren Dateien auf die andere Maschine kopieren.
Benutzen Sie statt dessen mysqldump.
Vorgabemäßig erzeugt mysqldump eine Datei mit SQL-Statements. Sie
können diese Datei auf die andere Maschine übertragen und Sie als Eingabe
für den mysql-Client benutzen.
mysqldump --help zeigt Ihnen, welche Optionen verfügbar sind. Wenn
Sie die Daten mit einer neueren Version von MySQL benutzen werden, sollten
Sie mysqldump --opt mit der neueren Version benutzen, um einen
schnellen, kompakten Dump zu erhalten.
Die einfachste (wenngleich nicht schnellste) Art, eine Datenbank von einer
Maschine auf eine andere zu bringen, ist, die folgenden Befehle auf der
Maschine auszuführen, auf der die Datenbank liegt:
shell> mysqladmin -h 'anderer hostname' create db_name
shell> mysqldump --opt db_name \
| mysql -h 'anderer hostname' db_name
Wenn Sie eine Datenbank von einer entfernten Maschine über ein langsames
Netzwerk kopieren wollen, können Sie folgendes benutzen:
shell> mysqladmin create db_name
shell> mysqldump -h 'anderer hostname' --opt --compress db_name \
| mysql db_name
Sie können das Ergebnis auch in einer Datei speichern, diese Datei auf die
Zielmaschine übertragen und dort in die Datenbank laden. Sie können zum
Beispiel wie folgt die Datenbank in eine Datei auf der Quellmaschine
ausgeben (dumpen):
shell> mysqldump --quick db_name | gzip > db_name.inhalte.gz
(Die in diesem Beispiel erzeugte Datei ist komprimiert.) Übertragen Sie die
Datei, die die Datenbankinhalte enthält, auf die Zielmaschine und geben Sie
dort diese Befehle ein:
shell> mysqladmin create db_name
shell> gunzip < db_name.inhalte.gz | mysql db_name
Sie können auch mysqldump und mysqlimport benutzen, um den
Datenbank-Transfer zu bewerkstelligen.
Das ist bei großen Tabellen wesentlich schneller als die Benutzung von
mysqldump. In den unten dargestellten Befehlen repräsentiert
DUMPDIR den vollen Pfadnamen des Verzeichnisses, das Sie benutzen,
um die Ausgabe von mysqldump zu speichern.
Legen Sie zunächst das Verzeichnis für die Ausgabe-Dateien an und geben Sie
die Datenbank aus (Dump):
shell> mkdir DUMPDIR
shell> mysqldump --tab=DUMPDIR db_name
Übertragen Sie dann die Dateien des DUMPDIR-Verzeichnisses in ein
entsprechendes Verzeichnis auf der Zielmaschine und laden Sie dort die
Dateien in MySQL:
shell> mysqladmin create db_name # Datenbank erzeugen
shell> cat DUMPDIR/*.sql | mysql db_name # Tabellen in der Datenbank erzeugen
shell> mysqlimport db_name DUMPDIR/*.txt # Daten in die Tabellen laden
Vergessen Sie auch nicht, die mysql-Datenbank zu kopieren, den dort
befinden Sie die Berechtigungstabellen (user, db,
host). Eventuell müssen Sie die Befehle als
MySQL-root-Benutzer auf der neuen Maschine eingeben, um die
mysql-Datenbank angelegt zu bekommen.
Nachdem Sie die mysql-Datenbank auf die neue Maschine kopiert haben,
führen Sie mysqladmin flush-privileges aus, damit der Server die
Berechtigungsinformationen neu einliest.
Die Anmerkungen weiter unten, die glibc betreffen, gelten nur
dann, wenn Sie MySQL selbst bauen. Wenn Sie Linux auf einer x86-Maschine
fahren, ist es in den meisten Fällen wesentlich besser, einfach unsere
Binärdateien zu benutzen. Wir linken unsere Binärdateien an die am besten
gepatchte Version von glibc, die wir bieten können, und mit den
besten Kompiler-Optionen, wobei wir versuchen, MySQL für Hochlast-Server
geeignet zu machen. Wenn Sie also den Text unten lesen und sich nicht
sicher sind, was Sie tun sollen, sollten Sie zunächst unsere Binärdateien
ausprobieren, um zu sehen, ob diese Ihren Anforderungen entsprechen.
Kümmern Sie sich nur dann um einen eigenen Build, wenn Sie feststellen,
dass unsere Binärdateien nicht gut genug sind. In diesem Fall wären wir für
einen Hinweis dazu dankbar, damit wir beim nächsten Mal eine bessere
Binärdatei bauen können. Für eine typische Benutzung, selbst bei einer
großen Zahl gleichzeitiger Verbindungen und / oder Tabellen, die größer
als 2 GB sind, sind unsere Binärdateien in den meisten Fällen die beste
Wahl.
MySQL benutzt auf Linux LinuxThreads. Wenn Sie eine alte Linux-Version
benutzen, die keine glibc2 hat, müssen Sie LinuxThreads
installieren, bevor Sie MySQL kompilieren. Sie erhalten LinuxThreads unter
http://www.mysql.com/downloads/os-linux.html.
ACHTUNG: Wir haben einige seltsame Probleme bei Linux 2.2.14 und
MySQL auf SMP-Systemen festgestellt. Wenn Sie ein SMP-System haben,
empfehlen wir, so schnell wie möglich auf Linux 2.4 zu aktualisieren
(Upgrade)! Dadurch wird Ihr System ausserdem schneller und stabiler!
Beachten Sie, dass glibc-Versionen vor und einschließlich Version
2.1.1 einen schweren Fehler im pThread_mutex_timedwait-Handling
haben, was benutzt wird, wenn Sie INSERT DELAYED verwenden. Wir
empfehlen, vor einem Upgrade der glibc INSERT DELAYED nicht zu
verwenden.
Wenn Sie planen, mehr als 1000 gleichzeitige Verbindungen zu haben, müssen
Sie einige Änderungen an LinuxThreads vornehmen, es neu kompilieren und mit
der neuen `libpThread.a' linken. Setzen Sie PTHREAD_THREADS_MAX in
`sysdeps/unix/sysv/linux/bits/local_lim.h' auf 4096 herauf und setzen
Sie STACK_SIZE in `linuxThreads/internals.h' auf 256 KB
herunter. Die Pfade sind relativ zum Wurzelverzeichnis von glibc.
Beachten Sie, dass MySQL bei etwa 600 bis 1000 Verbindungen nicht stabil
läuft, wenn STACK_SIZE auf den Vorgabewert von 2 MB gesetzt wird.
Wenn Sie Probleme damit bekommen, dass MySQL nicht genug Dateien oder
Verbindungen öffnen kann, haben Sie möglicherweise Linux nicht so
konfiguriert, dass es genug Dateien handhaben kann.
In Linux 2.2 und Folgenden können Sie die Anzahl der allozierten
Datei-Handler herausbekommen, wenn Sie folgendes eingeben:
cat /proc/sys/fs/file-max
cat /proc/sys/fs/dquot-max
cat /proc/sys/fs/super-max
Wenn Sie mehr als 16M Speicher haben, sollten Sie etwas Ähnliches wie
folgendes in Ihr Boot-Skript (`/etc/rc/boot.local' auf SuSE)
eintragen:
echo 65536 > /proc/sys/fs/file-max
echo 8192 > /proc/sys/fs/dquot-max
echo 1024 > /proc/sys/fs/super-max
Das können Sie auch von der Kommandozeile aus als Root eingeben, aber in
diesem Fall werden die alten Beschränkungen wieder benutzt, wenn Sie Ihren
Computer neu starten.
Zusätzlich sollten Sie in /etc/my.cnf einfügen:
[safe_mysqld]
open-files-limit=8192
Das sollte MySQL erlauben, bis zu 8192 Verbindungen und Dateien zu
erzeugen.
Die STACK_SIZE-Konstante in LinuxThreads steuert das Spacing von
Thread-Stacks im Adressraum. Sie muss Groß genug sein, damit reichlich
Platz für den Stack jedes individuellen Threads bleibt, aber klein genug,
um den Stack irgend eines Threads davon abzuhalten, mit den globalen
mysqld-Daten zu kollidieren. Wie wir durch Experimentieren heraus
fanden, unmappt die Linux-Implementation von mmap() erfolgreich eine
bereits gemappte Region, wenn Sie sie anweisen, eine Adresse auszumappen,
die bereits in Benutzung ist, wobei sie alle Daten der gesamten Seite auf
Null setzt, statt einen Fehler zurück zu geben. Daher beruht die Sicherheit
von mysqld oder jeder anderen Thread-Applikation auf dem
"Gentleman"-Verhalten des Codes, der Threads erzeugt. Der Benutzer muss
Vorkehrungen treffen, die sicherstellen, dass die Anzahl laufender Threads
jederzeit ausreichend gering ist, damit die Thread-Stacks sich vom globalen
Heap fernhalten. Bei mysqld sollten Sie dieses "Gentleman"-Verhalten
forcieren, indem Sie einen vernünftigen Wert für die the
max_connections-Variable setzen.
Wenn Sie MySQL selbst bauen und sich nicht mit dem Patchen von LinuxThreads
herum plagen wollen, sollten Sie max_connections auf einen Wert
nicht größer als 500 setzen. Dieser Wert sollte sogar noch kleiner sein,
wenn Sie einen großen Schlüsselpuffer (Key Buffer), große Heap-Tabellen
oder andere Dinge haben, die mysqld dazu bringen könnten, eine Menge
Speicher zu allozieren, oder wenn Sie einen 2.2-Kernel mit einem 2GB-Patch
fahren. Wenn Sie unsere Binärdateien oder RPM-Versionen 3.23.23 oder später
benutzen, können Sie max_connections sicher auf 1500 setzen, unter
der Annahme, dass es keine großen Schlüsselpuffer oder Heap-Tabellen mit
vielen Daten gibt. Je mehr Sie STACK_SIZE in LinuxThreads reduzieren
können, desto mehr können Sie sicher Threads erzeugen. Wir empfehlen einen
Wert zwischen 128K und 256K.
Wenn Sie viele gleichzeitige Verbindungen benutzen, bekommen Sie vielleicht
Probleme durch ein "Feature" im 2.2-Kernel, der einen Prozess dafür
bestraft, dass er sich aufspaltet (fork) oder einen Kindprozess klont, um
einen Fork-Bombenangriff (Fork Bomb Attack) zu verhindern. Das bringt MySQL
dazu, nicht so gut zu skalieren, wenn Sie die Anzahl gleichzeitiger Clients
erhöhen. Wir konnten beobachten, dass sich das auf Einprozessor-Systemen
mit sehr langsamer Thread-Erzeugung bemerkbar macht, was sich darin zeigt,
dass es sehr lange dauern kann, sich mit MySQL zu verbinden (bis zu einer
Minute), und genau so lange, um es herunter zu fahren. Auf
Multiprozessor-Systemen haben wir einen allmählichen Abfall der
Anfrage-Geschwindigkeit beobachtet, wenn die Anzahl der Clients zunimmt. Im
Verlauf der Suche nach einer Lösung haben wir von einem unserer Benutzer
einen Kernel-Patch erhalten, von dem dieser sagt, dass er auf seiner Site
eine beträchtliche Rolle spielt. Der Patch ist hier verfügbar
(http://www.mysql.com/Downloads/Patches/linux-fork.patch).
Inzwischen haben wir recht ausführliche Tests dieses Patchs sowohl auf
Entwicklungs- als auch auf Produktionssystemen gemacht. Er hat die
Performance von MySQL erheblich verbessert, ohne irgend welche
Probleme zu verursachen, und wir empfehlen ihn jetzt denjenigen unserer
Benutzer, die immer noch Hochlast-Server auf 2.2-Kerneln fahren. Dieses
Problem wurde im 2.4-Kernel behoben. Wenn Sie daher nicht zufrieden mit der
momentanen Performance Ihres Systems sind, ist es wahrscheinlich einfacher,
auf 2.4 zu aktualisieren, statt den 2.2-Kernel zu patchen, was zusätzlich
zur Behebung dieses Fairness-Bugs auch noch Multiprozessor-Systemen einen
netten Schub gibt.
Wir haben MySQL auf dem 2.4-Kernel auf einer Zweiprozessor-Maschine
getestet und haben festgestellt, dass MySQL VIEL bessere Leistungsdaten
bringt - es gab praktisch keine Verlangsamung bei Anfragen bis ganz herauf
zu 1000 Clients, und der Skalierungsfaktor von MySQL (berechnet als
Verhältnis von maximalem Durchsatz zum Durchsatz mit 1 Client) war 100%.
Ähnliches haben wir auf einer Vierprozessor-Maschine beobachtet - praktisch
keine Verlangsamung, während die Anzahl der Clients bis auf 1000 stieg
sowie ein Skalierungsfaktor von 300%. Für einen unter Hochlast fahrenden
Multiprozessor-Server empfehlen wir daher ausdrücklich den 2.4-Kernel.
Weiter haben wir festgestellt, dass es essentiell wichtig ist, den
mysqld-Prozess auf dem 2.4-Kernel mit der höchstmöglichen Priorität
laufen zu lassen, um maximale Performance zu erreichen. Das kann dadurch
erreicht werden, dass man den renice -20 $$-Befehl zu
safe_mysqld hinzufügt. Bei unseren Tests auf der
Vierprozessor-Maschine ergab die Erhöhung der Priorität eine 60%-ige
Steigerung des Durchsatzes bei 400 Clients.
Wir sind derzeit dabei, mehr Informationen über die Performance von
MySQL auf dem 2.4-Kernel auf 4-Weg- und 8-Weg-Systemen zu bekommen.
Wenn Sie Zugang zu einem solchen System haben und einige Benchmarks gemacht
haben, schicken Sie bitte eine Mail mit den Ergebnissen an
docs@mysql.com - wir werden Sie dem Handbuch hinzufügen.
Es gibt eine weitere Sache, die die Performance von MySQL stark
beeinträchtigt, besonders auf SMP-Systemen. Die Implementation von mutex
in LinuxThreads in glibc-2.1 ist sehr schlecht für Programme mit
vielen Threads, die den mutex nur für kurze Zeit behalten. Wenn Sie MySQL
mit unveränderten LinuxThreads linken, führt ironischerweise
auf einem SMP-System in manchen Fällen das Entfernen von Prozessoren zu
einer Leistungssteigerung von MySQL. Für glibc 2.1.3 haben wir ein
Patch bereit gestellt, um dieses Verhalten zu korrigieren:
linuxthreads-2.1-patch
Bei Verwendung von glibc-2.2.2 benutzt MySQL-Version 3.23.36 den
adaptiven mutex, der sogar viel besser als der gepatchte von
glibc-2.1.3 ist. Seien Sie jedoch davor gewarnt, dass unter
bestimmten Umständen der aktuelle mutex-Code in glibc-2.2.2
überdrehen kann, was die Performance von MySQL beeinträchtigt. Die Gefahr,
dass solche Umstände eintreten, kann dadurch verringert werden, dass der
mysqld-Prozess auf die höchste Priorität gesetzt wird. Zusätzlich
konnten wir das Überdrehverhalten mit einem Patch korrigieren, der
hier
erhältlich ist. Der Patch kombiniert die Korrektur des Überdrehens, die
maximale Anzahl von Threads und das Stack-Spacing in einem. Sie wenden es
auf das linuxThreads-Verzeichnis mit patch -p0
</tmp/linuxThreads-2.2.2.patch an. Wir hoffen, dass der Patch in irgend
einer Form in zukünftigen Releases von glibc-2.2 enthalten sein
wird. Wie es auch sei, wenn Sie mit glibc-2.2.2 linken, müssen Sie
immer noch STACK_SIZE und PTHREAD_THREADS_MAX korrigieren.
Wir hoffen, dass diese Vorgabewerte zukünftig auf akzeptablere Werte für
eine MySQL-Hochlast-Einrichtung gesetzt werden, so dass Ihr eigener Build
auf ./configure; make; make install reduziert werden kann.
Wir empfehlen, dass Die die oben genannten Patches benutzen, um eine
spezielle statische Version von libpThread.a zu bauen, die Sie nur
für statisches Linken mit MySQL benutzen. Wir wissen, dass die
Patches für MySQL sicher sind und seine Performance erheblich
verbessern, aber wir können diesbezüglich nichts über andere Applikationen
sagen. Wenn Sie andere Applikationen mit der gepatchten Version der
Bibliothek linken oder eine gepatchte gemeinsam benutzte (shared) Version
bauen und auf Ihrem System installieren, tun Sie das auf eigenes Risiko,
was andere Applikationen betrifft, die von LinuxThreads abhängen.
Wenn Sie während der Installation von MySQL irgend welche seltsamen
Probleme bekommen oder gebräuchliche Utilities hängen bleiben, ist es sehr
wahrscheinlich, dass diese entweder Bibliotheks- oder Compiler-bezogen
sind. In diesem Fall wird die Benutzung unserer Binärdatei sie beheben.
Ein bekanntes Problem der Binärdistribution ist, dass Sie auf älteren
Linux-Systemen, die libc benutzen (wie RedHat 4.x oder Slackware)
nicht-schwere (non-fatal) Probleme mit der Auflösung von Hostnamen
bekommen.
See section 3.1.1 MySQL auf Linux installieren.
Wenn Sie LinuxThreads benutzen, werden Sie feststellen, dass mindestens
drei Prozesse laufen. Das sind in Wirklichkeit Threads. Es gibt einen
Thread für den LinuxThreads-Manager, einen Thread, um Verbindungen zu
handhaben und einen Thread, um Alarme und Signale zu handhaben.
Beachten Sie, dass der Linux-Kernel und die LinuxThread-Bibliothek
vorgabemäßig nur 1024 Threads haben können. Das bedeutet, dass Sie auf
einem ungepatchten System nur höchstens 1021 Verbindungen zu MySQL haben
können. Die Seite http://www.volano.com/linuxnotes.html enthält
Informationen, wie man diese Beschränkung umgeht.
Wenn Sie einen toten mysqld-Daemon-Prozess mit ps sehen,
bedeutet das üblicherweise, dass Sie einen Bug in MySQL oder eine zerstörte
Tabelle gefunden haben. See section A.4.1 Was zu tun ist, wenn MySQL andauernd abstürzt.
Um auf Linux einen Speicherauszug (Core Dump) zu erhalten, wenn
mysqld mit einem SIGSEGV-Signal stirbt, können Sie mysqld mit
der --core-file-Option starten. Beachten Sie, dass Sie
wahrscheinlich core file size hoch setzen müssen, indem Sie
ulimit -c 1000000 zu safe_mysqld hinzufügen oder
safe_mysqld mit --core-file-sizes=1000000 starten.
See section 5.7.2 safe_mysqld, der Wrapper um mysqld.
Wenn Sie Ihren eigenen MySQL-Client linken und bei der Ausführung diesen
Fehler erhalten,
ld.so.1: ./my: fatal: libmysqlclient.so.4: open failed: No such file or directory
kann das Problem durch eine der folgenden Methoden behoben werden:
-
Linken Sie den Client mit dem folgenden Flag (anstelle von
-Lpath):
-Wl,r/path-libmysqlclient.so.
-
Kopieren Sie
libmysqclient.so nach `/usr/lib'.
-
Fügen Sie der
LD_RUN_PATH-Umgebungsvariablen den Pfadnamen des
Verzeichnisses hinzu, wo libmysqlclient.so liegt, bevor Sie Ihren
Client laufen lassen.
Wenn Sie den Fujitsu-Compiler (fcc / FCC) benutzen, werden Sie beim
Kompilieren von MySQL einige Probleme bekommen, weil die
Linux-Header-Dateien sehr gcc-orientiert sind.
Folgende configure-Zeile sollte mit fcc/FCC funktionieren:
CC=fcc CFLAGS="-O -K fast -K lib -K omitfp -Kpreex -D_GNU_SOURCE -DCONST=konstante -DNO_STRTOLL_PROTO" CXX=FCC CXXFLAGS="-O -K fast -K lib -K omitfp -K preex --no_exceptions --no_rtti -D_GNU_SOURCE -DCONST=konstante -Dalloca=__builtin_alloca -DNO_STRTOLL_PROTO '-D_EXTERN_INLINE=static __inline'" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --enable-assembler --with-mysqld-ldflags=-all-static --disable-shared --with-low-memory
MySQL benötigt zumindest Linux-Version 2.0.
ACHTUNG:
Wir haben Berichte von MySQL-Benutzern erhalten, die schwer wiegende
Stabilitätsprobleme mit Linux-Kernel 2.2.14 mitgeteilt haben. Wenn Sie
diesen Kernel benutzen, sollten Sie auf 2.2.19 (oder neuer) oder auf einen
2.4-Kernel aktualisieren. Wenn Sie eine Mehrprozessormaschine haben,
sollten Sie auf jeden Fall in Betracht ziehen, 2.4 zu benutzen, weil Ihnen
das erhebliche Geschwindigkeitssteigerung geben wird.
Die Binärdistribution wird mit -static gelinkt, was normalerweise
heißt, dass Sie sich nicht um die Version der Systembibliotheken kümmern
müssen, die Sie haben. Ausserdem brauchen Sie nicht LinuxThread
installieren. Ein Programm, das mit -static gelinkt ist, ist etwas
größer als ein dynamisch gelinktes Programm, und gleichzeitig etwas
schneller (3-5%). Ein Problem liegt jedoch darin, dass Sie bei einem
statisch gelinkten Programm keine benutzerdefinierten Funktionen (UDF)
benutzen können. Wenn Sie UDF-Funktionen schreiben oder benutzen wollen
(das ist nur etwas für C- oder C++-Programmierer), müssen Sie MySQL selbst
kompilieren und das dynamische Linken benutzen.
Wenn Sie ein libc-basierendes System benutzen (statt eines
glibc2-Systems), bekommen Sie bei der Binärdistribution
wahrscheinlich Probleme mit der Auflösung von Hostnamen und mit
getpwnam(). (Das liegt daran, dass glibc leider von einigen
externen Bibliotheken abhängt, um Hostnamen aufzulösen und und
getpwent(), selbst wenn es mit -static kompiliert wird.) In
diesem Fall erhalten Sie wahrscheinlich folgende Fehlermeldung, wenn Sie
mysql_install_db ausführen:
Sorry, the host 'xxxx' could not be looked up
oder den folgenden Fehler, wenn Sie versuchen, mysqld mit der
--user-Option laufen zu lassen:
getpwnam: No such file or directory
Sie können dieses Problem auf eine der folgenden Weisen lösen:
-
Holen Sie sich eine MySQL-Quelldistribution (eine RPM oder die
tar.gz-Distribution) und installieren Sie statt dessen diese.
-
Führen Sie
mysql_install_db --force aus. Das führt nicht den
resolveip-Test in mysql_install_db aus. Der Nachteil ist,
dass Sie keine Hostnamen in the Berechtigungstabellen benutzen können,
sondern nur IP-Nummern (ausser für localhost). Wenn Sie ein altes
MySQL-Release benutzen, das --force nicht unterstützt, müssen Sie
den resolveip-Test in mysql_install mit einem Editor
deaktivieren.
-
Starten Sie
mysqld mit su anstelle von --user.
Die Linux-Intel-Binärdatei und die RPM-Releases von MySQL sind für höchst
mögliche Geschwindigkeit konfiguriert. Wir versuchen immer, den schnellsten
stabilen Kompiler zu benutzen, der verfügbar ist.
MySQL-Perl-Unterstützung erfordert Perl-Version 5.004_03 oder neuer.
Auf einigen Linux-2.2-Versionen erhalten Sie womöglich den Fehler
Resource temporarily unavailable, wenn Sie eine Menge neuer
Verbindungen zu einem mysqld-Server über TCP/IP aufmachen.
Das Problem liegt darin, dass Linux eine Verzögerung zwischen dem
Schließen eines TCP/IP-Sockets und dem tatsächlichen Freigeben durch das
System hat. Da es nur Platz für eine bestimmte Anzahl von TCP/IP-Slots
gibt, bekommen Sie den genannten Fehler, wenn Sie viele neue
TCP/IP-Verbindungen innerhalb kurzer Zeit aufbauen, zum Beispiel, wenn Sie
den MySQL-`test-connect'-Benchmark über TCP/IP laufen lassen.
Wir haben dieses Problem mehrfach an verschiedene Linux-Mailing-Listen
geschrieben, konnten aber bislang keine saubere Lösung erhalten.
Die einzige bekannte 'Behebung' des Problems liegt darin, persistente
Verbindungen bei Ihren Clients zu verwenden oder Sockets zu benutzen, wenn
Sie den Datenbankserver und die Clients auf derselben Maschine laufen
lassen. Wir hoffen, dass zukünftig der Linux 2.4-Kernel dieses
Problem lösen wird.
MySQL erfordert libc-Version 5.4.12 oder neuer. Bekannt ist, dass
libc 5.4.46 funktioniert. glibc-Version 2.0.6 und später
sollten ebenfalls funktionieren. Es hat einige Probleme mit den
glibc-RPMs von RedHat gegeben. Wenn Sie Probleme haben, prüfen Sie
daher, ob es Updates gibt! Die glibc-2.0.7-19- und -2.0.7-29-RPMs
funktionieren bekanntermaßen ebenfalls.
Bei einigen älteren Linux-Distributionen kann configure einen Fehler
wie folgt produzieren:
Syntaxfehler in sched.h. Ändern Sie _P zu __P in der
/usr/include/sched.h-Datei. Siehe das Installationskapitel im
Referenzhandbuch.
Machen Sie, was die (englischsprachige) Fehlermeldung sagt. Fügen Sie also
einen zusätzlichen Unterstrich zum _P-Makro hinzu, das nur einen
Unterstrich hat, und versuchen Sie es noch einmal.
Möglicherweise erhalten Sie beim Kompilieren Warnungen. Die folgenden davon
können ignoriert werden:
mysqld.cc -o objs-thread/mysqld.o
mysqld.cc: In function `void init_signals()':
mysqld.cc:315: warning: assignment of negative value `-1' to `long unsigned int'
mysqld.cc: In function `void * signal_hand(void *)':
mysqld.cc:346: warning: assignment of negative value `-1' to `long unsigned int'
In Debian-GNU/Linux müssen Sie folgendes tun, damit MySQL beim Hochfahren
des Systems automatisch startet:
shell> cp support-files/mysql.server /etc/init.d/mysql.server
shell> /usr/sbin/update-rc.d mysql.server defaults 99
mysql.server befindet sich im `share/mysql'-Verzeichnis
unterhalb des MySQL-Installationsverzeichnisses oder im
`support-files'-Verzeichnis des MySQL-Source-Trees.
Wenn mysqld beim Start immer einen Speicherauszug (Core Dump)
erzeugt, kann das Problem darin liegen, dass Sie eine alte
`/lib/libc.a' haben. Versuchen Sie sie umzubenennen, entfernen Sie
dann `sql/mysqld', führen Sie ein neues make install durch und
versuchen Sie es noch einmal. Dieses Problem wurde von einigen
Slackware-Installationen berichtet.
Wenn Sie beim Linken von mysqld folgenden Fehler erhalten, bedeutet
das, dass Ihre `libg++.a' nicht korrekt installiert ist:
/usr/lib/libc.a(putc.o): In function `_IO_putc':
putc.o(.text+0x0): multiple definition of `_IO_putc'
Sie können vermeiden, dass `libg++.a' benutzt wird, indem Sie
configure wie folgt ablaufen lassen:
shell> CXX=gcc ./configure
Bei einigen Implementationen ist readdir_r() fehlerhaft. Das äußert
sich darin, dass SHOW DATABASES immer einen leeren Satz (Empty Set)
zurück gibt. Das kann behoben werden, indem HAVE_READDIR_R aus
MySQL-Version 3.23.12 ist die erste MySQL-Version, die auf Linux-Alpha
getestet wurde. Wenn Sie planen, MySQL auf Linux-Alpha einzusetzen, stellen
Sie sicher, dass Sie diese oder eine neuere Version haben.
Wir haben MySQL auf Alpha mit unseren Benchmarks und unserer Test-Suite
getestet, und es scheint gut zu funktionieren. Hauptsächlich noch nicht
getestet haben wird, wie die Dinge mit vielen gleichzeitigen Verbindungen
funktionieren.
Wir kompilieren die Standard-MySQL-Binärdatei mit SuSE 6.4, Kernel
2.2.13-SMP, Compaq-C-Kompiler Version 6.2-504 und Compaq-C++-Kompiler
Version 6.3-005 auf einer Compaq-DS20-Maschine mit einem
Alpha-EV6-Prozessor.
Sie finden die genannten Kompiler auf
http://www.support.compaq.com/alpha-tools). Durch die Verwendung
dieser Kompiler anstelle von gcc erhalten wir eine 9% bis 14% bessere
Performance für MySQL.
Beachten Sie, dass die Konfigurationszeile die Binärversion auf die
aktuelle CPU optimiert. Das heißt, dass Sie unsere Binärdatei nur benutzen
können, wenn Sie einen Alpha-EV6-Prozessor haben. Ausserdem haben wir
statisch kompiliert, um Bibliothek-Probleme zu vermeiden.
CC=ccc CFLAGS="-fast" CXX=cxx CXXFLAGS="-fast -noexceptions -nortti" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --disable-shared --with-extra-charsets=complex --enable-thread-safe-client --with-mysqld-ldflags=-non_shared --with-client-ldflags=-non_shared
Bei Benutzung von egcs funktionierte bei uns die folgende
Konfigurationszeile:
CFLAGS="-O3 -fomit-frame-pointer" CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -fomit-frame-pointer -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --disable-shared
Einige bekannte Probleme, wenn MySQL auf Linux-Alpha läuft:
-
Das Debuggen von threaded Applikationen wie MySQL funktioniert nicht mit
gdb 4.18. Statt dessen sollten Sie gdb 5.0 herunter laden und
benutzen!
-
Wenn Sie versuchen,
mysqld unter Benutzung von gcc statisch
zu linken, wird das resultierende Image beim Starten einen Speicherauszug
(Core Dump) erzeugen. Mit anderen Worten: Benutzen Sie NICHT
--with-mysqld-ldflags=-all-static mit gcc.
MySQL sollte auf MkLinux mit dem neuesten glibc-Paket funktionieren
(getestet mit glibc 2.0.7).
Um MySQL auf Qube2 zum Laufen zu bringen (Linux Mips), benötigen Sie die
neuesten glibc-Bibliotheken (glibc-2.0.7-29C2 funktioniert
bekanntermaßen). Ausserdem müssen Sie den egcs-C++-Kompiler
(egcs-1.0.2-9, gcc 2.95.2 oder neuer) benutzen.
Um MySQL auf Linux Ia64 zu kompilieren, mussten wir folgendes tun (wir
vermuten, dass das leichter wird, wenn die neue gcc-Version für ia64
herausgebracht wird).
Unter Verwendung von gcc-2.9-final:
CFLAGS="-O2" CXX=gcc CXXFLAGS="-O2 -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --enable-assembler --with-mysqld-ldflags=-all-static --disable-shared --with-extra-charsets=complex
Nach make werden Sie einen Fehler erhalten, dass
sql/opt_range.cc nicht kompiliert (interner Kompiler-Fehler). Um das
zu beheben, gehen Sie ins sql-Verzeichnis und tippen Sie erneut make
ein. Kopieren Sie die Kompilierzeile, ändern Sie aber -O2 zu -O0. Die
Datei sollte nunmehr kompilieren.
Jetzt können Sie folgendes tun:
cd ..
make
make_install
und mysqld sollte lauffähig sein.
Auf Ia64 benutzen die MySQL-Client-Binärdateien gemeinsam genutzte (shared)
Bibliotheken. Wenn Sie daher unsere Binärdistribution an anderer Stelle als
`/usr/local/mysql' benutzen, müssen Sie entweder
`/etc/ld.so.conf' ändern oder den Pfad zum Verzeichnis hinzufügen, wo
Sie `libmysqlclient.so' haben, und zwar in der
LD_LIBRARY_PATH-Umgebungsvariablen.
See section A.3.1 Probleme beim Linken mit der MySQL-Client-Bibliothek.
Dieser Abschnitt beschreibt Installation und Benutzung von MySQL auf
Windows. Diese Information steht zusätzlich in der `README'-Datei, die
mit der MySQL-Windows-Distribution mitgeliefert wird.
MySQL benutzt TCP/IP, um einen Client mit einem Server zu verbinden. (Das
erlaubt jeder beliebigen Maschine in Ihrem Netzwerk, sich mit Ihrem
MySQL-Server zu verbinden.) Aus diesem Grund müssen Sie MySQL auf Ihrer
Maschine installieren, bevor Sie MySQL starten. Sie finden TCP/IP auf Ihrer
Windows-CD-ROM.
Beachten Sie, dass Sie bei Verwendung eines alten Win95-Releases (zum
Beispiel OSR2) wahrscheinlich ist, dass Sie ein altes Winsock-Paket haben!
MySQL erfordert Winsock 2! Sie erhalten das neueste Winsock von
http://www.microsoft.com/. Win98 enthält die neue
Winsock-2-Bibliothek, deshalb trifft das Gesagte nicht auf Win98 zu.
Um den mysqld-Server zu starten, öffnen Sie ein MS-DOS-Fenster
(MS-DOS-Eingabeaufforderung) und geben Sie ein:
C:\> C:\mysql\bin\mysqld
Das startet mysqld im Hintergrund ohne Fenster.
Sie können den MySQL-Server killen, indem Sie eingeben:
C:\> C:\mysql\bin\mysqladmin -u root shutdown
Beachten Sie, dass Win95 und Win98 die Erzeugung von Named Pipes nicht
unterstützen. Auf Win95 und Win98 können Sie Named Pipes nur benutzen, um
sich zu einem entfernten MySQL-Server zu verbinden, der auf einem
NT-Server-Host läuft. (Natürlich muss auch der MySQL-Server Named Pipes
unterstützen. Beispielsweise läßt die Verwendung von mysqld-opt
unter NT keine Named-Pipe-Verbindungen zu. Sie sollten daher entweder
mysqld-nt oder mysqld-max-nt verwenden.)
Wenn mysqld nicht startet, überprüfen Sie bitte die
`\mysql\data\mysql.err'-Datei um zu sehen, ob der Server eine Meldung
ausgegeben hat, die auf die Ursache des Problems hinweist. Sie können auch
versuchen, den Server mit mysqld --standalone zu starten. In diesem
Fall erscheinen vielleicht nützliche Informationen auf dem Bildschirm, die
Ihnen bei der Lösung des Problems helfen.
Die letzte Option besteht darin, mysqld mit --standalone
--debug zu starten. In diesem Fall schreibt mysqld eine Log-Datei
`C:\mysqld.trace', die die Ursache enthalten könnte, warum
mysqld nicht startet. See section E.1.2 Trace-Dateien erzeugen.
Der Win95-/Win98-Abschnitt trifft auch auf NT/Win2000 zu, mit folgenden
Unterschieden:
Damit MySQL mit TCP/IP auf NT läuft, müssen Sie Service-Pack 3 (oder neuer)
installieren!
Beachten Sie, dass alles Folgende, das für NT zutrifft, ebenfalls für
Win2000 zutrifft!
Für NT/Win2000 ist der Servername mysqld-nt. Normalerweise sollten
Sie MySQL auf NT/Win2000 als Systemdienst installieren:
C:\> C:\mysql\bin\mysqld-nt --install
oder
C:\> C:\mysql\bin\mysqld-max-nt --install
(Unter Windows NT können Sie in der Tat jede der Server-Binärdateien als
Systemdienst installieren, aber nur diejenigen, die Namen haben, die auf
-nt.exe enden, bieten Unterstützung für Named Pipes.)
Sie können MySQL mit diesen Befehlen starten und anhalten:
C:\> NET START mysql
C:\> NET STOP mysql
Beachten Sie, dass Sie in diesem Fall keine weiteren Optionen für
mysqld-nt angeben können!
Sie können mysqld-nt auf NT auch als allein ablaufendes Programm
(Stand-alone) laufen lassen, wenn Sie mysqld-nt mit irgend welchen
Optionen starten wollen! Wenn Sie mysqld-nt auf NT ohne Optionen
laufen lassen, versucht mysqld-nt, sich mit den Vorgabeoptionen als
Systemdienst zu starten. Wenn Sie mysqld-nt angehalten haben, müssen
Sie es mit NET START mysql neu starten.
Der Systemdienst wird installiert mit dem Namen MySQL. Einmal
installiert, muss er mit dem Systemdienst-Steuerungs-Manager (SCM) in der
Systemsteuerung gestartet werden, oder indem Sie den NET START
MySQL-Befehl benutzen. Wenn irgend welche Optionen angegeben werden
sollen, müssen diese als ``Startparameter'' im SCM-Dienstprogramm angegeben
werden, bevor Sie den MySQL-Dienst starten. Wenn mysqld-nt läuft,
kann er mit mysqladmin oder dem SCM-Dienstprogramm angehalten werden, oder
indem Sie den Befehl NET STOP MySQL benutzen. Wenn Sie SCM benutzen
mysqld-nt, um den Server anzuhalten, gibt es eine seltsame Meldung
von SCM über mysqld shutdown normally. Wenn er als Systemdienst
läuft, hat mysqld-nt keinen Zugriff auf die Konsole. Daher werden
auch keine Meldungen angezeigt.
Auf NT erhalten Sie möglicherweise folgende Systemdienst-Fehlermeldungen:
| Zugriff verboten | Bedeutung: mysqld-nt.exe kann nicht
gefunden werden.
|
| Kann nicht registrieren | Bedeutung: Der Pfad ist falsch.
|
| Installation des Systemdienstes fehlgeschlagen. | Bedeutung: Der
Systemdienst ist bereits installiert oder der
Systemdienst-Steuerungs-Manager ist in einem schlechten Zustand.
|
Wenn Sie Problem haben, mysqld-nt als Systemdienst zu installieren,
versuchen Sie, ihn mit dem vollen Pfad zu installieren:
C:\> C:\mysql\bin\mysqld-nt --install
Wenn das nicht funktioniert, können Sie erreichen, dass mysqld-nt
korrekt startet, indem Sie den Pfad in der Registrierung korrigieren!
Wenn Sie nicht wollen, dass mysqld-nt als Systemdienst startet,
können Sie ihn wie folgt starten:
C:\> C:\mysql\bin\mysqld-nt --standalone
oder
C:\> C:\mysql\bin\mysqld --standalone --debug
Letztgenanntes gibt Ihnen eine Debug-Spur in `C:\mysqld.trace'.
See section E.1.2 Trace-Dateien erzeugen.
MySQL unterstützt TCP/IP auf allen Windows-Plattformen und Named Pipes auf
NT. Vorgabemäßig werden Named Pipes für lokale Verbindungen auf NT und TCP/IP für
alle anderen Fälle benutzt, wenn der Client TCP/IP installiert hat. Der
Hostname legt fest, welches Protokoll benutzt wird:
Hostname | Protokoll
| | NULL (keiner) | Auf NT zuerst Named Pipes versuchen. Wenn das
nicht funktioniert, TCP/IP benutzen. Auf Win95/Win98 wird TCP/IP benutzt.
|
| . | Named Pipes
|
| localhost | TCP/IP zum aktuellen Host
|
| hostname | TCP/IP
|
Sie können erzwingen, dass ein MySQL-Client Named Pipes benutzt, indem Sie
die --pipe-Option oder . als Hostnamen angeben. Benutzen Sie
die --socket-Option, um den Namen der Pipe festzulegen.
Sie können feststellen, ob MySQL funktioniert, indem Sie die folgenden
Befehle eingeben:
C:\> C:\mysql\bin\mysqlshow
C:\> C:\mysql\bin\mysqlshow -u root mysql
C:\> C:\mysql\bin\mysqladmin version status proc
C:\> C:\mysql\bin\mysql test
Wenn mysqld nur langsam auf Verbindungen auf Win95/Win98 antwortet,
gibt es wahrscheinlich ein Problem mit Ihrem DNS. Starten Sie in diesem
Fall mysqld mit --skip-name-resolve und benutzen Sie nur
localhost und IP-Nummern in den MySQL Berechtigungstabellen. Sie
können DNS bei einer Verbindung zu einem mysqld-nt-MySQL-Server, der
auf NT läuft, ebenfalls dadurch vermeiden, dass Sie das
--pipe-Argument verwenden, um die Benutzung von Named Pipes
festzulegen. Das funktioniert bei den meisten MySQL-Clients.
Es gibt zwei Versionen des MySQL-Kommadozeilen-Werkzeugs:
mysql | Kompiliert auf nativem Windows, was sehr
eingeschränkte Texteditiermöglichkeiten bietet.
|
mysqlc | Kompiliert mit dem Cygnus-GNU-Kompiler und
-Bibliotheken, was readline-Editiermöglichkeit bietet.
|
Wenn Sie mysqlc.exe benutzen wollen, müssen Sie
`C:\mysql\lib\cygwinb19.dll' in Ihr Windows-Systemverzeichnis kopieren
(`\windows\system' oder ein ähnlicher Ort).
Vorgabemäßig geben die Berechtigungen auf Windows allen lokalen Benutzern
volle Zugriffsrechte auf alle Datenbanken, ohne ein Passwort anzugeben. Um
MySQL sicherer zu machen, sollten Sie für alle Benutzer ein Passwort setzen
und die Zeile in der Tabelle mysql.user, die Host='localhost'
und User='' enthält, löschen.
Sie sollten auch für den root-Benutzer ein Passwort vergeben. Das
folgende Beispiel entfernt den anonymen Benutzer, der von jedem genutzt
werden kann, um auf die test-Datenbank zuzugreifen und setzt dann
für den root-Benutzer ein Passwort:
C:\> C:\mysql\bin\mysql mysql
mysql> DELETE FROM user WHERE Host='localhost' AND User='';
mysql> QUIT
C:\> C:\mysql\bin\mysqladmin reload
C:\> C:\mysql\bin\mysqladmin -u root password ihr_passwort
Nachdem Sie das Passwort gesetzt haben, sollten Sie den
mysqld-Server herunter fahren, was Sie mit folgendem Befehl
bewerkstelligen können:
C:\> mysqladmin --user=root --password=ihr_passwort shutdown
Wenn Sie die alte Shareware-Version von MySQL-Version 3.21 unter Windows
benutzen, schlägt der genannte Befehl mit einem Fehler fehl:
parse error near 'SET OPTION password'. Die Lösung besteht darin,
auf die aktuelle MySQL-Version zu aktualisieren, die frei verfügbar ist.
Mit den neuen MySQL-Versionen können Sie auf einfache Art neue Benutzer
hinzufügen und Zugriffsrechte mit den GRANT- und
REVOKE-Befehlen ändern.
See section 5.3.1 GRANT- und REVOKE-Syntax.
Hier ist eine Anmerkung dazu, wie man sich über eine sichere Verbindung zu
einem entfernten MySQL-Server mit SSH verbindet (von David Carlson
dcarlson@mplcomm.com):
-
Installieren Sie einen SSH-Client auf Ihrer Windows-Maschine. Das beste
nicht kostenlose Werkzeug, das ich gefunden habe, ist
SecureCRT von
http://www.vundyke.com/. Eine andere Option ist f-secure von
http://www.f-secure.com/. Sie finden kostenlose Werkzeuge über
Google auf
http://directory.google.com/Top/Computers/Security/Products_and_Tools/Cryptography/SSH/Clients/Windows/.
-
Starten Sie Ihren Windows-SSH-Client.
Konfigurieren Sie:
Host_Name = ihr_mysql_server_URL_oder_IP.
Konfigurieren Sie: userid=ihre_userid, um sich an Ihrem Server
anzumelden (wahrscheinlich nicht dasselbe wie Ihr MySQL-Benutzername /
-Passwort).
-
Konfigurieren Sie Port-Forwarding. Machen Sie entweder ein Remote Forward
(einstellen:
local_port: 3306, remote_host:
ihr_mysql_servername_oder_ip, remote_port: 3306 ) oder ein lokales
Forward (einstellen: port: 3306, host: localhost,
remote port: 3306).
-
Speichern Sie alles, damit Sie es beim nächsten Mal nicht noch einmal
eingeben müssen.
-
Melden Sie sich an Ihrem Server mit der SSH-Sitzung, die Sie gerade erzeugt
haben.
-
Starten Sie auf Ihrer Windows-Maschine irgend eine Applikation wie Access.
-
Erzeugen Sie unter Windows eine neue Datei und stellen Sie eine Verknüpfung
zu MySQL her, indem Sie den ODBC-Treiber so benutzen, wie Sie es
normalerweise tun, AUSSER dass Sie
localhost als MySQL-Host-Server
eingeben - NICHT yourmysqlservername.
Jetzt sollten Sie eine ODBC-Verbindung zu MySQL haben, die mit SSH
verschlüsselt ist.
Ab MySQL-Version 3.23.16 werden die mysqld-max- und
mysql-max-nt-Server in der MySQL-Distribution mit der
-DUSE_SYMDIR-Option kompiliert. Das gibt Ihnen die Möglichkeit,
Datenbanken auf verschiedene Festplatten zu verteilen, indem Sie
symbolische Links darauf machen (in ähnlicher Weise, wie symbolische Links
unter Unix funktionieren).
Unter Windows legen Sie einen symbolischen Link auf eine Datenbank an,
indem Sie eine Datei erzeugen, die den Pfad zum Zielverzeichnis enthält,
und diese Datei im `mysql_data'-Verzeichnis unter dem Dateiname
`Datenbank.sym' speichern. Beachten Sie, dass der symbolische Link nur
dann benutzt wird, wenn das Verzeichnis `mysql_data_dir\datenbank'
nicht existiert.
Wenn Ihr MySQL-Daten-Verzeichnis beispielsweise `C:\mysql\data' ist und
Sie die Datenbank foo dort haben wollen, die aber in
`D:\data\foo' liegt, erzeugen Sie die Datei
`C:\mysql\data\foo.sym', die als Text D:\data\foo\ enthält.
Dann werden alle Tabellen, die in der Datenbank foo sind, in
`D:\data\foo' erzeugt.
Beachten Sie, dass wir dieses Feature nicht vorgabemäßig aktiviert haben,
weil es mit Geschwindigkeitsnachteilen verbunden ist. Es ist selbst dann
nicht aktiviert, wenn Sie MySQL mit Unterstützung dafür kompiliert haben.
Um symbolische Links zu aktivieren, müssen Sie in Ihre my.cnf- oder
my.ini-Datei folgenden Eintrag machen:
[mysqld]
use-symbolic-links
In MySQL 4.0 werden symbolische Links vorgabemäßig aktiviert sein. Wenn
Sie dies deaktivieren wollen, benutzen Sie die skip-symlink-Option.
In Ihren Quell-Dateien sollten Sie `windows.h' einschließen, bevor
Sie `mysql.h' einschließen:
#if defined(_WIN32) || defined(_WIN64)
#include <windows.h>
#endif
#include <mysql.h>
Sie können Ihren Code entweder mit der dynamischen
`libmysql.lib'-Bibliothek linken, die nur ein Wrapper zum Laden der
`libmysql.dll' bei Bedarf ist, oder mit der statischen
`mysqlclient.lib'-Bibliothek.
Beachten Sie, dass MySQL-Client-Bibliotheken als threaded Bibliotheken
kompiliert werden, daher sollten Sie auch Ihren Code so kompilieren, dass
er multi-threaded ist!
MySQL-Windows hat sich mittlerweile als sehr stabil erwiesen. Diese Version
von MySQL hat dieselben Features wie die entsprechende Unix-Version,
allerdings mit folgenden Ausnahmen:
- Windows 95 und Threads
-
Windows 95 hat ein etwa 200 Bytes großes Hauptspeicher-Leck (Memory Leak) für
jede Thread-Erzeugung. Jede Verbindung zu MySQL erzeugt eine neues Thread,
daher sollten Sie
mysqld nicht für längere Zeiträume auf Windows 95
laufen lassen, wenn Ihr Server viele Verbindungen handhabt! Windows NT und
Windows 98 haben diesen Bug nicht.
- Gleichzeitige Lesezugriffe
-
MySQL vertraut auf
pread()- und pwrite()-Aufrufe, um in der
Lage zu sein, INSERT und SELECT zu mischen. Momentan benutzen
wir mutexes, um pread() / pwrite() zu emulieren. Langfristig
werden wir die Dateiebenen-Schnittstelle durch eine virtuelle Schnittstelle
ersetzen, um die readfile()- / writefile()-Schnittstelle auf
NT mit höherer Geschwindigkeit benutzen zu können.
Die aktuelle Implementation begrenzt die Anzahl offener Dateien, die MySQL
benutzen kann, auf 1024, was bedeutet, dass Sie nicht so viele
gleichzeitige Threads auf NT benutzen können wie auf Unix.
- Blockierendes Lesen
-
MySQL benutzt blockierendes Lesen (Blocking Read) für jede Verbindung. Das
bedeutet in der Anwendung:
-
Eine Verbindung wird nicht automatisch nach 8 Stunden abgebaut, wie es
unter der Unix-Version von MySQL der Fall ist.
-
Wenn eine Verbindung hängen bleibt, ist es unmöglich, sie abzubrechen, ohne
MySQL zu killen.
-
mysqladmin kill funktioniert nicht für schlafende Verbindungen.
-
mysqladmin shutdown kann nicht abgebrochen werden, solange es noch
schlafende Verbindungen gibt.
Geplant ist, dieses Problem zu beheben, sobald unsere Windows-Entwickler
ein nettes Workaround heraus gefunden haben.
- UDF-Funktionen
-
Momentan unterstützt MySQL-Windows keine benutzerdefinierten Funktionen
(UDF, user defined functions).
DROP DATABASE
-
Sie können keine Datenbank löschen, die durch irgend einen Thread in
Benutzung ist.
- MySQL vom Task-Manager aus killen
-
Sie können MySQL nicht vom Task-Manager oder mit dem Shutdown-Dienstprogramm unter
Windows 95 killen. Sie müssen es mit
mysqladmin shutdown herunter
fahren.
- Von Groß-/Kleinschreibung unabhängige Namen
-
Unter Windows sind Dateinamen unabhängig von der Groß-/Kleinschreibung.
Daher sind Datenbank- und Tabellennamen in MySQL für Windows ebenfalls
unabhängig von der Groß-/Kleinschreibung. Die einzige Einschränkung ist
die, dass Datenbank- und Tabellennamen innerhalb eines bestimmten
Statements dieselbe Groß-/Kleinschreibung haben müssen.
See section A.5.1 Groß-/Kleinschreibung beim Suchen.
- Das `\'-Verzeichnis-Zeichen
-
Bestandteile von Pfadnamen werden unter Windows mit dem `\'-Zeichen
getrennt, das in MySQL als Fluchtzeichen (Escape Character) dient. Wenn Sie
LOAD DATA INFILE oder SELECT ... INTO OUTFILE benutzen,
müssen Sie `\' an solchen Stellen doppelt eingeben:
mysql> LOAD DATA INFILE "C:\tmp\skr.txt" INTO TABLE skr;
mysql> SELECT * INTO OUTFILE 'C:\tmp\skr.txt' FROM skr;
Alternativ können Sie auch Dateinamen im Unix-Stil mit `/'-Zeichen
benutzen:
mysql> LOAD DATA INFILE "C:/tmp/skr.txt" INTO TABLE skr;
mysql> SELECT * INTO OUTFILE 'C:/tmp/skr.txt' FROM skr;
Can't open named pipe-Fehler
-
Wenn Sie MySQL-Version 3.22 auf NT mit den neuesten MySQL-Clients benutzen,
erhalten Sie folgende Fehlermeldung:
error 2017: can't open named pipe to host: . pipe...
Das liegt daran, dass die MySQL-Version für NT auf NT vorgabemäßig Named
Pipes benutzt. Sie können diesen Fehler vermeiden, indem Sie bei den neuen
MySQL-Clients die
--host=localhost-Option benutzen oder eine
Optionsdatei `C:\my.cnf' anlegen, die folgendes enthält:
[client]
host = localhost
Access denied for user-Fehler
-
Wenn Sie den Fehler
Access denied for user: 'ein-benutzer@unknown'
to database 'mysql' erhalten, wenn Sie auf einen MySQL-Server auf
derselben Maschine zugreifen, heißt das, dass MySQL Ihren Hostnamen nicht
richtig auflösen kann.
Um das zu beheben, legen Sie eine Datei `\windows\hosts' mit folgender
Zeile an:
127.0.0.1 localhost
ALTER TABLE
-
Wenn Sie ein
ALTER TABLE-Statement ausführen, ist die Tabelle gegen
Benutzung durch andere Threads gesperrt. Das hat damit zu tun, dass Sie
unter Windows keine Datei löschen können, die durch andere Threads in
Benutzung ist. (Zukünftig finden wir möglicherweise einen Weg, dieses
Problem zu umgehen.)
DROP TABLE auf eine Tabelle, die durch eine
-
MERGE-Tabelle in Benutzung ist, funktioniert nicht. Der
MERGE-Handler führt sein Tabellen-Mapping versteckt vor MySQL durch.
Weil Windows das Löschen von Dateien verbietet, die offen sind, müssen Sie
zuerst alle MERGE-Tabellen flushen (mit FLUSH TABLES) oder
die MERGE-Tabelle löschen, bevor Sie die Tabelle löschen. Wir werden
das zusammen mit der Einführung von Sichten (VIEWs) beheben.
Hier sind einige Themen für diejenigen, die uns beim Windows-Release helfen
wollen:
-
Einen Ein-Benutzer-Server
MYSQL.DLL herstellen. Das könnte alles
beinhalten, was einen Standard-Server ausmacht, ausser Thread-Erzeugung.
Das würde es erheblich erleichtern, MySQL in Applikationen zu benutzen, die
keinen echten Client/Server und keinen Zugriff auf den Server von anderen
Hosts benötigen.
-
Ein paar nette Start- und Stop-Icons zur MySQL-Installation hinzufügen.
-
Ein Werkzeug bauen, das Registrierungseinträge für die MySQL-Startoptionen
handhabt. Das Lesen der Registrierungseinträge ist bereits in
`mysqld.cc' kodiert, sollte aber umgeschrieben werden, damit es mehr
Parameter-orientiert ist. Das Werkzeug sollte auch in der Lage sein, die
`C:\my.cnf'-Optionsdatei zu aktualisieren, wenn der Benutzer diese
lieber als die Registrierungsdatei benutzen will.
-
Wenn man
mysqld als Systemdienst mit --install (auf NT)
installiert, wäre es nett, wenn man vorgabemäßige Optionen auf der
Kommandozeile hinzufügen könnte. Im Moment muss man diese fehlende
Möglichkeit durch eine Liste der Parameter in der `C:\my.cnf'-Datei
ersetzen.
-
Es wäre eine feine Sache, wenn man
mysqld vom Task-Manager aus
killen könnte. Momentan muss man mysqladmin shutdown benutzen.
-
readline auf Windows portieren, damit es im
mysql-Kommandozeilen-Werkzeug benutzt werden kann.
-
GUI-Versionen der Standard-MySQL-Clients (
mysql,
mysqlshow, mysqladmin und mysqldump) wären nett.
-
Nett wäre auch, wenn die Socket-Lese- und Schreib-Funktionen in
`net.c' unterbrechbar wären. Das würde es ermöglichen, offen Threads
mit
mysqladmin kill auf Windows zu killen.
-
following two lines?
mysqld always starts in the "C" locale und not in the default locale.
We would like to have mysqld use the current locale für the sort order.
-
Benutzerdefinierte Funktionen (UDF) mit
.DLLs implementieren.
-
Makros hinzufügen, um die schnelleren, Thread-sicheren
Inkrementierungs-/Dekrementierungsmethoden nutzen zu können, die Windows
bietet.
Weitere Windows-spezifische Themen sind in der `README'-Datei
beschrieben, die mit der MySQL-Windows-Distribution ausgeliefert wird.
Auf Solaris bekommen Sie vielleicht schon Probleme, bevor Sie überhaupt
Ihre MySQL-Distribution entpackt haben! Solaris-tar kann nicht mit
langen Dateinamen umgehen. Daher sehen Sie vielleicht einen Fehler wie den
folgenden, wenn Sie MySQL entpacken:
x mysql-3.22.12-beta/bench/Results/ATIS-mysql_odbc-NT_4.0-cmp-db2,informix,ms-sql,mysql,oracle,solid,sybase, 0 Bytes, 0 tape blocks
tar: directory checksum error (Verzeichnis-Prüfsummenfehler)
In diesem Fall müssen Sie GNU-tar (gtar) benutzen, um die
Distribution zu entpacken. Sie finden eine vorkompilierte Version für
Solaris auf http://www.mysql.com/downloads/.
Native Sun-Threads funktinieren nur auf Solaris 2.5 und höher. Auf 2.4 und
früher benutzt MySQL automatisch MIT-pThreads.
See section 3.3.6 Anmerkungen zu MIT-pThreads.
Vielleicht erhalten Sie von configure folgenden Fehler:
checking for restartable system calls... configure: error can not run test
programs while cross compiling
Das bedeutet, dass mit Ihrer Kompiler-Installation etwas nicht stimmt! In
diesem Fall sollten Sie Ihren Kompiler auf eine neuere Version
aktualisieren. Eventuell sind Sie in der Lage, das Problem zu lösen, indem
Sie folgende Zeile in die `config.cache'-Datei einfügen:
ac_cv_sys_restartable_syscalls=$
Wenn Sie Solaris auf einer SPARC benutzen, ist der empfohlene Kompiler
gcc 2.95.2. Sie finden ihn auf http://gcc.gnu.org/.
Beachten Sie, dass egcs 1.1.1 und gcc 2.8.1 auf SPARC nicht
zuverlässig laufen!
Die empfohlene configure-Zeile ist bei der Benutzung von gcc
2.95.2:
CC=gcc CFLAGS="-O3" \
CXX=gcc CXXFLAGS="-O3 -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" \
./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-low-memory --enable-assembler
Wenn Sie eine Ultra-Sparc haben, erhalten Sie 4 % mehr Performance, wenn
Sie "-mcpu=v8 -Wa,-xarch=v8plusa" zu CFLAGS und CXXFLAGS hinzufügen.
Wenn Sie einen Sun Workshop (Fortre) 5.3 (oder neueren) Kompiler haben,
können Sie configure wie folgt laufen lassen:
CC=cc CFLAGS="-Xa -fast -xO4 -native -xstrconst -mt" \
CXX=CC CXXFLAGS="-noex -xO4 -mt" \
./configure --prefix=/usr/local/mysql --enable-assembler
In den MySQL-Benchmarks haben wir auf einer Ultra-Sparc 6%
Geschwindigkeitssteigerung erreicht, wenn wir Sun Workshop 5.3 benutzen, im
Vergleich mit der Benutzung von gcc mit -mcpu-Flags.
Wenn Sie Probleme mit fdatasync oder sched_yield bekommen,
können Sie diese beheben, indem Sie LIBS=-lrt zur
Konfigurationszeile hinzufügen.
Der folgende Absatz ist nur für ältere Kompiler als WorkShop 5.3 relevant:
Eventuell müssen Sie auch das configure-Skript editieren und
folgende Zeile ändern:
#if !defined(__STDC__) || __STDC__ != 1
Ändern zu:
#if !defined(__STDC__)
Wenn Sie __STDC__ mit der -Xc-Option anschalten, kann der
Sun-Kompiler nicht mit der Solaris-`pThread.h'-Header-Datei
kompilieren. Das ist ein Bug von Sun (Kompiler-Problem oder beschädigte
Include-Datei).
Wenn mysqld beim Laufenlassen eine Fehlermeldung wie die unten
stehende ausgibt, haben Sie versucht, MySQL mit dem Sun-Kompiler zu
kompilieren, ohne die Multi-Thread-Option (-mt) anzuschalten:
libc internal error: _rmutex_unlock: rmutex not held
Fügen Sie -mt zu CFLAGS und CXXFLAGS hinzu und
versuchen Sie es noch einmal.
Wenn Sie folgenden Fehler beim Kompilieren von MySQL mit gcc
erhalten, ist Ihr gcc nicht für Ihre Version von Solaris
konfiguriert:
shell> gcc -O3 -g -O2 -DDBUG_OFF -o thr_alarm ...
./thr_alarm.c: In function `signal_hand':
./thr_alarm.c:556: too many arguments to function `sigwait'
Die einzige richtige Möglichkeit in diesem Fall ist, sich die neueste
Version von gcc zu besorgen und Sie mit Ihrem aktuellen
gcc-Kompiler zu kompilieren. Zumindest auf Solaris 2.5 haben fast
alle Binärversionen von gcc alte, unbrauchbare Include-Dateien, die
alle Programme beschädigen, die Threads benutzen (und möglicherweise auch
andere Programme)!
Solaris stellt keine statischen Versionen aller Systembibliotheken zur
Verfügung (libpThreads und libdl). Daher können Sie MySQL
nicht mit --static kompilieren. Wenn Sie es dennoch versuchen,
erhalten Sie folgenden Fehler:
ld: fatal: library -ldl: not found
oder
undefined reference to `dlopen'
oder
cannot find -lrt
Wenn zu viele Prozesse zu schnell hintereinander versuchen, sich mit
mysqld zu verbinden, werden Sie folgenden Fehler im MySQL-Log sehen:
Error in accept: Protocol error
Als Workaround können Sie versuchen, den Server mit der
--set-variable back_log=50-Option zu starten. See section 5.1.1 mysqld-Kommandozeilenoptionen.
Wenn Sie Ihren eigenen MySQL-Client linken, erhalten Sie möglicherweise
folgenden Fehler, wenn Sie versuchen, ihn auszuführen:
ld.so.1: ./my: fatal: libmysqlclient.so.#: open failed: No such file or directory
Dieses Problem kann mit einer der folgenden Methoden vermieden werden:
-
Linken Sie den Client mit folgendem Flag (anstelle von
-Lpath):
-Wl,r/full-path-to-libmysqlclient.so.
-
Kopieren Sie `libmysqclient.so' nach `/usr/lib'.
-
Fügen Sie den Pfadnamen des Verzeichnisses, wo `libmysqlclient.so'
liegt, der
LD_RUN_PATH-Umgebungsvariablen hinzu, bevor Sie Ihren
Client laufen lassen.
Wenn Sie die --with-libwrap-configure-Option benutzen, müssen Sie
auch die Bibliotheken einschließen, die `libwrap.a' benötigt:
--with-libwrap="/opt/NUtcpwrapper-7.6/lib/libwrap.a -lnsl -lsocket
Wenn Sie Probleme mit configure haben, wenn Sie versuchen, mit -lz
zu linken und keine zlib installiert haben, haben Sie zwei
Möglichkeiten:
-
Wenn Sie in der Lage sein wollen, dass komprimierte Kommunikationsprotokoll
zu benutzen, müssen Sie zlib von ftp.gnu.org laden und installieren.
-
Konfigurieren Sie mit
--with-named-z-libs=no.
Wenn Sie gcc benutzen und Probleme mit dem Laden von UDF-Funktionen
in MySQL haben, versuchen Sie, -lgcc zur Link-Zeile für die
UDF-Funktion hinzuzufügen.
Wenn Sie wollen, dass MySQL automatisch startet, kopieren Sie
`Support-files/mysql.server' nach `/etc/init.d' und erzeugen Sie
einen symbolischen Link darauf, den Sie `/etc/rc3.d/S99mysql.server'
nennen.
Normalerweise können Sie eine Solaris-2.6-Binärdatei für Solaris 2.7 und
2.8 benutzen. Die meisten Dinge, die Solaris 2.6 betreffen, treffen auch
für Solaris 2.7 und 2.8 zu.
Beachten Sie, dass MySQL-Version 3.23.4 und höher in der Lage sein sollte,
automatisch neue Versionen von Solaris zu erkennen und Workarounds für die
folgenden Probleme zu aktivieren!
Solaris 2.7 / 2.8 hat einige Bugs in den Include-Dateien. Eventuell sehen
Sie folgenden Fehler, wenn Sie gcc benutzen:
/usr/include/widec.h:42: warning: `getwc' redefined
/usr/include/wchar.h:326: warning: this is the location of the previous
definition
Wenn das auftritt, können Sie folgendes tun, um das Problem zu lösen:
Kopieren Sie /usr/include/widec.h nach
.../lib/gcc-lib/os/gcc-version/include und ändern Sie Zeile 41 von:
#if !defined(lint) && !defined(__lint)
nach
#if !defined(lint) && !defined(__lint) && !defined(getwc)
Alternativ können Sie `/usr/include/widec.h' direkt editieren. Egal,
wie Sie vorgehen: Nachdem Sie die Fehlerbehebung durchgeführt haben,
sollten Sie `config.cache' entfernen und configure noch einmal
laufen lassen!
Wenn Sie beim Laufenlassen von make folgende Fehler bekommen, liegt
das daran, dass configure die `curses.h'-Datei nicht erkannte
(vermutlich aufgrund des Fehlers in `/usr/include/widec.h'):
In file included by mysql.cc:50:
/usr/include/term.h:1060: syntax error before `,'
/usr/include/term.h:1081: syntax error before `;'
Das Problem lösen Sie auf eine der folgenden Weisen:
-
Konfigurieren Sie mit
CFLAGS=-DHAVE_CURSES_H CXXFLAGS=-DHAVE_CURSES_H ./configure.
-
Editieren Sie `/usr/include/widec.h', wie weiter oben gezeigt, und
lassen Sie configure noch einmal laufen.
-
Entfernen Sie die
#define HAVE_TERM-Zeile aus der
`config.h'-Datei und lassen Sie make noch einmal laufen.
Wenn Sie das Problem bekommen, dass Ihr Linker -lz nicht finden
kann, wenn Sie Ihr Client-Programm linken, liegt das wahrscheinlich daran,
dass Ihre `libz.so'-Datei in `/usr/local/lib' installiert ist.
Sie können das mit einer der folgenden Methoden beheben:
-
Fügen Sie `/usr/local/lib' zu
LD_LIBRARY_PATH hinzu.
-
Fügen Sie einen Link auf `libz.so' von `/lib' hinzu.
-
Wenn Sie Solaris 8 benutzen, können Sie die optionale zlib aus Ihrer
Solaris-8-CD-Distribution installieren.
-
Konfigurieren Sie MySQL mit der
--with-named-z-libs=no-Option.
Auf Solaris 2.8 auf x86 erzeugt mysqld einen Speicherauszug (Core
Dump), wenn Sie darin 'strip' laufen lassen.
Wenn Sie gcc oder egcs auf Solaris x86 benutzen und Probleme
mit Speicherauszügen (Core Dumps) unter Last erleben, sollten Sie folgenden
configure-Befehl benutzen:
CC=gcc CFLAGS="-O3 -fomit-frame-pointer -DHAVE_CURSES_H" \
CXX=gcc \
CXXFLAGS="-O3 -fomit-frame-pointer -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti -DHAVE_CURSES_H" \
./configure --prefix=/usr/local/mysql
Das vermeidet Probleme mit der libstdc++-Bibliothek und mit
C++-Ausnahmefehlern.
Wenn das nicht hilft, sollten Sie eine Debug-Version kompilieren und sie
mit einer Trace-Datei oder unter gdb laufen lassen. See section E.1.3 mysqld unter gdb debuggen.
FreeBSD 3.x wird für MySQL empfohlen, weil das Thread-Paket sehr viel
integrierter ist.
Die einfachste und daher empfohlene Art der Installation ist die Benutzung
der mysql-server- und mysql-client-Ports, die auf
http://www.freebsd.org verfügbar sind.
Durch deren Benutzung erhalten Sie:
-
Ein funktionierendes MySQL mit allen Optimierungen bereits aktiviert, von
denen bekannt ist, dass Sie auf Ihrer Version von FreeBSD funktionieren.
-
Automatische Konfiguration, automatisches Build.
-
Start-Skripte, die in /usr/local/etc/rc.d installiert werden.
-
Die Möglichkeit festzustellen, welche Dateien installiert sind, mit
pkg_info -L. Und die Möglichkeit, sie mit pkg_delete zu entfernen, wenn Sie
MySQL nicht mehr auf dieser Maschine haben wollen.
Empfohlen wird die Benutzung von MIT-pThreads auf FreeBSD 2.x und von
nativen Threads auf Version 3 und höher. Es ist möglich, auf einigen späten
2.2.x-Versionen mit nativen Threads zu arbeiten, aber Sie können beim
Herunterfahren von mysqld Probleme bekommen.
Die MySQL-`Makefile'-Dateien erfordern GNU-make (gmake). Wenn
Sie MySQL kompilieren wollen, müssen Sie zuerst GNU-make
installieren.
Stellen Sie sicher, dass Ihr Namensauflöser (Name Resolver) korrekt
eingerichtet ist. Ansonsten erleben Sie vielleicht Resolver-Verzögerungen
oder -Fehler, wenn Sie sich mit mysqld verbinden.
Stellen Sie sicher, dass der localhost-Eintrag in der
`/etc/hosts'-Datei stimmt. Ansonsten werden Sie Probleme haben, sich
mit der Datenbank zu verbinden. Die `/etc/hosts'-Datei sollte mit
folgender Zeile beginnen:
127.0.0.1 localhost localhost.ihre.domain
Wenn Sie bemerken, dass configure MIT-pThreads benutzen wird, lesen
Sie die Anmerkungen zu MIT-pThreads. See section 3.3.6 Anmerkungen zu MIT-pThreads.
Wenn make install meldet, dass es `/usr/include/pThreads' nicht
finden kann, hat configure nicht entdeckt, dass Sie MIT-pThreads
benötigen. Das kann durch die Ausführung folgender Befehle behoben werden:
shell> rm config.cache
shell> ./configure --with-mit-threads
FreeBSD ist dafür bekannt, dass es vorgabemäßig einen sehr niedrigen Wert
für Datei-Handles eingestellt hat. See section A.2.16 File Not Found.
Kommentieren Sie den Abschnitt ulimit -n section in safe_mysqld aus oder
erhöhen Sie die Werte für den mysqld-Benutzer in /etc/login.conf
(und bauen Sie es neu mit cap_mkdb /etc/login.conf). Stellen Sie ausserdem
sicher, dass Sie die korrekte Klasse für diesen Benutzer in der
Passwort-Datei einstellen, wenn Sie nicht den Vorgabewert benutzen
(benutzen Sie chpass mysqld-user-name). See section 5.7.2 safe_mysqld, der Wrapper um mysqld.
Wenn Sie Probleme mit dem aktuellen Datum in MySQL erhalten, wird das
Setzen der TZ-Variablen das wahrscheinlich beheben.
See section F Umgebungsvariablen.
Um ein sicheres, stabiles System zu erhalten, sollten Sie ausschließlich
FreeBSD-Kernels benutzen, die als -STABLE markiert sind.
Um auf NetBSD zu kompilieren, benötigen Sie GNU make. Ansonsten wird
das Kompilieren abstürzen, wenn make versucht, lint auf
C++Dateien laufen zu lassen.
Auf OpenBSD-Version 2.5 können Sie MySQL mit nativen Threads mit folgenden
Optionen kompilieren:
CFLAGS=-pThread CXXFLAGS=-pThread ./configure --with-mit-threads=no
Unsere Benutzer haben berichtet, dass OpenBSD 2.8 einen Thread-Bug hat, der
Probleme mit MySQL verursacht. Die OpenBSD-Entwickler haben das Problem
behoben, aber seit dem 25. Januar 2001 ist es nur im ``-current''-Zweig
verfügbar. Die Symptome dieses Thread-Bugs sind langsames Antworten, hohe
Lase, hohe Prozessorauslastung und Abstürze.
Wenn Sie folgenden Fehler beim Kompilieren von MySQL erhalten, ist Ihr
ulimit-Wert für virtuellen Speicher zu niedrig:
item_func.h: In method `Item_func_ge::Item_func_ge(const Item_func_ge &)':
item_func.h:28: virtual memory exhausted
make[2]: *** [item_func.o] Error 1
Versuchen Sie, ulimit -v 80000 zu benutzen, und lassen Sie
make erneut laufen. Wenn das nicht funktioniert und Sie bash
benutzen, versuchen Sie, statt dessen csh oder sh zu
benutzen. Einige BSDI-Benutzer haben Probleme mit bash und
ulimit berichtet.
Wenn Sie gcc benutzen, müssen Sie eventuell auch den
--with-low-memory-Flag für configure benutzen, um in der Lage
zu sein, `sql_yacc.cc' zu kompilieren.
Wenn Sie Probleme mit dem aktuellen Datum in MySQL erhalten, wird das
Setzen der TZ-Variablen das wahrscheinlich beheben.
See section F Umgebungsvariablen.
Aktualisieren Sie auf BSD/OS Version 3.1. Wenn das nicht möglich ist,
installieren Sie BSDI-Patch M300-038.
Benutzen Sie zur Konfiguration von MySQL folgenden Befehl:
shell> env CXX=shlicc++ CC=shlicc2 \
./configure \
--prefix=/usr/local/mysql \
--localstatedir=/var/mysql \
--without-perl \
--with-unix-socket-path=/var/mysql/mysql.sock
Folgendes funktioniert bekanntermaßen ebenfalls:
shell> env CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 \
./configure \
--prefix=/usr/local/mysql \
--with-unix-socket-path=/var/mysql/mysql.sock
Wenn Sie wollen, können Sie die Verzeichnisorte ändern oder aber die
Vorgabewerte benutzen, indem Sie einfach keine Speicherorte angeben.
Wenn Sie Performance-Probleme unter Hochlast bekommen, versuchen Sie die
--skip-thread-priority-Option für mysqld! Dies führt alle
Threads mit derselben Priorität aus. Auf BSDI-Version 3.1 gibt Ihnen das
bessere Performance (zumindest solange, bis BSDI ihren Thread-Scheduler in
Ordnung bringt).
Wenn Sie beim Kompilieren den Fehler virtual memory exhausted
erhalten, probieren Sie es mit ulimit -v 80000 und lassen Sie
make noch einmal laufen. Wenn das nicht funktioniert und Sie
bash benutzen, versuchen Sie, statt dessen csh oder sh
zu benutzen. Einige BSDI-Benutzer haben Probleme mit bash und
ulimit berichtet.
BSDI-Version 4.x hat einige auf Threads bezogene Bugs. Wenn Sie auf dieser
Plattform MySQL benutzen wollen, sollten Sie alle Patches installieren, die
sich auf Threads beziehen. Zumindest M400-023 sollte installiert sein.
Auf einigen Systemen mit BSDI-Version 4.x bekommen Sie vielleicht Probleme
mit gemeinsam verwendeten (shared) Bibliotheken. Das äußert sich darin,
dass Sie keinerlei Client-Programme wie mysqladmin ausführen können.
In diesem Fall müssen Sie MySQL so rekonfigurieren, dass keine gemeinsam
genutzten Bibliotheken benutzt werden, indem Sie die
--disable-shared-Option für configure benutzen.
Einige Kunden hatten auf BSDI 4.0.1 Probleme damit, dass die
mysqld-Binärdatei nach einiger Zeit keine Tabellen mehr öffnen
konnte. Das liegt an einigen Bugs, die sich auf Bibliothek / System
beziehen, und die mysqld veranlassen, das aktuelle Verzeichnis zu
wechseln, ohne danach gefragt zu haben!
Die Lösung besteht darin, entweder auf 3.23.34 zu aktualisieren oder nach
dem Laufenlassen von configure die Zeile #define
HAVE_REALPATH aus config.h zu entfernen, bevor Sie make laufen
lassen.
Beachten Sie, dass sich aus dem Gesagten ergibt, dass Sie auf BSDI keine
symbolischen Links von Datenbankverzeichnissen zu einem anderen
Datenbankverzeichnis oder symbolische Links von einer Tabelle zu einer
anderen Datenbank herstellen können! (Ein symbolischer Link auf eine andere
Platte ist okay.)
MySQL sollte ohne jedes Problem auf Mac OS X Public Beta (Darwin) laufen.
Die pThread-Patches für dieses Betriebssystem benötigen Sie nicht!
Bevor Sie versuchen, MySQL auf Mac OS X Server zu konfigurieren, müssen Sie
das pThread-Paket von http://www.prnet.de/RegEx/mysql.html
installieren.
Unsere Binärdatei für Mac OS X wird kompiliert auf Rhapsody 5.5, mit
folgender Konfigurationszeile:
CC=gcc CFLAGS="-O2 -fomit-frame-pointer" CXX=gcc CXXFLAGS="-O2 -fomit-frame-pointer" ./configure --prefix=/usr/local/mysql "--with-comment=Official MySQL binary" --with-extra-charsets=complex --disable-shared
Wenn Sie der Ressourcen-Datei Ihrer Shell Aliase hinzufügen wollen, um auf
mysql und mysqladmin von der Kommandozeile aus zuzugreifen,
geben Sie ein:
alias mysql '/usr/local/mysql/bin/mysql'
alias mysqladmin '/usr/local/mysql/bin/mysqladmin'
Einige Binärdistributionen von MySQL für HP-UX werden als HP-Depot-Datei
und als Tar-Datei ausgeliefert. Um die Depot-Datei benutzen zu können,
müssen Sie mindestens HP-UX 10.x haben, um auf HP's Software-Depot-Werkzeuge
zugreifen zu können.
Die HP-Version von MySQL wurde auf einem HP 9000/8xx-Server unter HP-UX
10.20 kompiliert und benutzt MIT-pThreads. Unter dieser Konfiguration
arbeitet sie bekanntermaßen gut. MySQL-Version 3.22.26 und neuer kann auch
mit HP's nativem Thread-Paket gebaut werden.
Weitere Konfigurationen, die ebenfalls funktionieren können:
-
HP 9000/7xx mit HP-UX 10.20+
-
HP 9000/8xx mit HP-UX 10.30
Folgende Konfigurationen werden fast mit Sicherheit nicht laufen:
-
HP 9000/7xx oder 8xx mit HP-UX 10.x, wobei x < 2
-
HP 9000/7xx oder 8xx mit HP-UX 9.x
Um die Distribution zu installieren, benutzen Sie die unten stehenden
Befehle, wobei /pfad/zum/depot der volle Pfadname der Depot-Datei
ist:
-
Um alles inklusive Server, Client- und Entwicklungs-Werkzeuge zu installieren:
shell> /usr/sbin/swinstall -s /pfad/zum/depot mysql.full
-
Um nur den Server zu installieren:
shell> /usr/sbin/swinstall -s /pfad/zum/depot mysql.server
-
Um nur das Client-Paket zu installieren:
shell> /usr/sbin/swinstall -s /pfad/zum/depot mysql.client
-
Um nur die Entwicklungs-Werkzeuge zu installieren:
shell> /usr/sbin/swinstall -s /pfad/zum/depot mysql.developer
Das Depot speichert Binärdateien und Bibliotheken in `/opt/mysql' und
Daten in `/var/opt/mysql'. Es legt auch die entsprechenden Einträge in
`/etc/init.d' und `/etc/rc2.d' an, um den Server automatisch beim
Hochfahren zu starten. Das setzt root-Rechte zum Installieren
voraus.
Um die HP-UX-tar.gz-Distribution zu installieren, müssen Sie GNU tar
haben.
Es gibt einige kleine Probleme, wenn Sie MySQL auf HP-UX kompilieren. Wir
empfehlen, anstelle des nativen HP-UX-Kompilers gcc zu benutzen,
weil gcc besseren Code produziert!
Wir empfehlen die Benutzung von gcc 2.95 auf HP-UX. Benutzen Sie keine
hohen Optimierungs-Flags (wie -O6), weil das eventuell für HP-UX nicht
sicher ist.
Beachten Sie, dass MIT-pThreads nicht mit dem HP-UX-Kompiler kompiliert
werden können, weil dieser keine .S-(Assembler)-Dateien kompilieren
kann.
Folgende Konfigurationszeile sollte funktionieren:
CFLAGS="-DHPUX -I/opt/dce/include" CXXFLAGS="-DHPUX -I/opt/dce/include -felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" CXX=gcc ./configure --with-pThread --with-named-Thread-libs='-ldce' --prefix=/usr/local/mysql --disable-shared
Wenn Sie gcc 2.95 selbst kompilieren, sollten Sie ihn NICHT mit den
DCE-Bibliotheken (libdce.a oder libcma.a) linken, wenn Sie
MySQL mit MIT-pThreads kompilieren wollen. Wenn Sie DCE- und
MIT-pThreads-Pakete mischen, erhalten Sie einen mysqld, mit dem Sie
sich nicht verbinden können. Entfernen Sie die DCE-Bibliotheken, während
Sie gcc 2.95 kompilieren!
Für HP-UX Version 11.x empfehlen wir MySQL-Version 3.23.15 oder später.
Wegen einiger kritischer Bugs in den Standard-HP-UX-Bibliotheken sollten
Sie folgende Patches installieren, bevor Sie MySQL auf HP-UX 11.0 laufen
lassen:
PHKL_22840 Streams cumulative
PHNE_22397 ARPA cumulative
Das löst das Problem, dass man EWOULDBLOCK von recv()
und EBADF von accept() in threaded Applikationen erhält.
Wenn Sie gcc 2.95.1 auf einem nicht-gepatchten HP-UX-11.x-System
benutzen, erhalten Sie den Fehler:
In file included by /usr/include/unistd.h:11,
by ../include/global.h:125,
by mysql_priv.h:15,
by item.cc:19:
/usr/include/sys/unistd.h:184: declaration of C function ...
/usr/include/sys/pThread.h:440: previous declaration ...
In file included by item.h:306,
by mysql_priv.h:158,
by item.cc:19:
Das Problem liegt darin, dass HP-UX pThreads_atfork() nicht
konsistent definiert. Es hat konfliktbehaftete Prototypes in
`/usr/include/sys/unistd.h':184 und
`/usr/include/sys/pThread.h':440 (Details weiter unten).
Eine Lösung besteht darin, `/usr/include/sys/unistd.h' nach
`mysql/include' zu kopieren und `unistd.h' zu editieren, wobei es
so abgeändert wird, dass es der Definition in `pThread.h' entspricht.
Hier ist der Diff:
183,184c183,184
< extern int pThread_atfork(void (*prepare)(), void (*parent)(),
< void (*child)());
---
> extern int pThread_atfork(void (*prepare)(void), void (*parent)(void),
> void (*child)(void));
Danach sollte folgende Konfigurationszeile funktionieren:
CFLAGS="-fomit-frame-pointer -O3 -fpic" CXX=gcc CXXFLAGS="-felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti -O3" ./configure --prefix=/usr/local/mysql --disable-shared
Hier sind ein paar Informationen über das Kompilieren von MySQL mit dem
HP-UX:x-Kompiler, die uns ein Benutzer der HP-UX-Version 11.x geschickt
hat:
Environment:
proper compilers.
setenv CC cc
setenv CXX aCC
flags
setenv CFLAGS -D_REENTRANT
setenv CXXFLAGS -D_REENTRANT
setenv CPPFLAGS -D_REENTRANT
% aCC -V
aCC: HP ANSI C++ B3910B X.03.14.06
% cc -V /tmp/empty.c
cpp.ansi: HP92453-01 A.11.02.00 HP C Preprocessor (ANSI)
ccom: HP92453-01 A.11.01.00 HP C Compiler
cc: "/tmp/empty.c", line 1: warning 501: Empty source file.
configuration:
./configure --with-pThread \
--prefix=/source-control/mysql \
--with-named-Thread-libs=-lpThread \
--with-low-memory
added '#define _CTYPE_INCLUDED' to include/m_ctype.h. This
symbol ist the one defined in HP's /usr/include/ctype.h:
/* Don't include std ctype.h when this is included */
#define _CTYPE_H
#define __CTYPE_INCLUDED
#define _CTYPE_INCLUDED
#define _CTYPE_USING /* Don't put names in global namespace. */
-
Ich muss den Compile-Time-Flag
-D_REENTRANT benutzen, um den
Kompiler dazu zu bringen, den Prototype für localtime_r zu erkennen.
Alternativ hätte ich auch den Prototype für localtime_r bereit
stellen können. Aber ich wollte weitere Bugs abfangen, in die ich sonst
gerannt wäre. Ich war nicht sicher, wo ich es benötigen würde, daher fügte
ich es zu allen Flags hinzu.
-
Die Optimierungs-Flags, die MySQL benutzt (-O3), werden von den
HP-Kompilern nicht erkannt. Ich habe die Flags nicht geändert.
Wenn Sie folgenden Fehler von configure erhalten:
checking for cc option to accept ANSI C... no
configure: error: MySQL requires a ANSI C compiler (and a C++ compiler). Try gcc. See the installation chapter in the reference manual.
Überprüfen Sie, dass Sie den Pfad zum K&R-Kompiler nicht vor dem Pfad zum
HP-UX-C- und C++-Kompiler haben.
Automatische Erkennung von xlC fehlt bei Autoconf, daher wird ein
configure-Befehl wie folgender benötigt, wenn Sie MySQL kompilieren
(dieses Beispiel benutzt den IBM-Kompiler):
export CC="xlc_r -ma -O3 -qstrict -qoptimize=3 -qmaxmem=8192 "
export CXX="xlC_r -ma -O3 -qstrict -qoptimize=3 -qmaxmem=8192"
export CFLAGS="-I /usr/local/include"
export LDLFAGS="-L /usr/local/lib"
export CPPFLAGS=$CFLAGS
export CXXFLAGS=$CFLAGS
./configure --prefix=/usr/local \
--localstatedir=/var/mysql \
--sysconfdir=/etc/mysql \
--sbindir='/usr/local/bin' \
--libexecdir='/usr/local/bin' \
--enable-thread-safe-client \
--enable-large-files
Das sind die Optionen, die benutzt werden, um die MySQL-Distribution zu
kompilieren, die sich auf http://www-frec.bull.com/ befindet.
Wenn Sie in obiger Konfigurationszeile -O3 zu -O2 ändern,
müssen Sie auch die -qstrict-Option entfernen (das ist eine
Beschränkung im IBM-C-Kompiler).
Wenn Sie gcc oder egcs benutzen, um MySQL zu kompilieren,
MÜSSEN Sie den -fno-exceptions-Flag benutzen, weil das
Exception-Handling in gcc / egcs nicht Thread-sicher ist!
(Das wurde mit egcs 1.1. getestet.) Es gibt auch ein paar bekannte
Probleme mit dem IBM-Assembler, die dazu führen können, dass schlechter
Code erzeugt wird, wenn er zusammen mit gcc benutzt wird.
Wir empfehlen folgende configure-Zeile für egcs und
gcc 2.95 auf AIX:
CC="gcc -pipe -mcpu=power -Wa,-many" \
CXX="gcc -pipe -mcpu=power -Wa,-many" \
CXXFLAGS="-felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti" \
./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-low-memory
-Wa,-many ist notwendig, damit das Kompilieren gelingt. Das Problem
ist IBM bekannt, hat es aber nicht eilig, es zu beheben, weil ein
Workaround verfügbar ist. Wir wissen nicht, ob -fno-exceptions für
gcc 2.95 erforderlich ist, aber weil MySQL keine Exceptions benutzt
und die obige Option schnelleren Code erzeugt, empfehlen wir, dass Sie
diese Option für egcs / gcc immer benutzen.
Wenn Sie ein Problem mit Assembler-Code bekommen, versuchen Sie, -mcpu=xxx
so anzupassen, dass es zu Ihrem Prozessor passt. Typischerweise wird man
power2, power oder powerpc benutzen, alternativ kann man eventuell 604 oder
604e benutzen. Ich bin nicht ganz sicher, aber ich würde sagen, dass
"power" meist sicher sein sollte, selbst auf einer power2-Maschine.
Wenn Sie nicht wissen, welchen Prozessor Sie haben, geben Sie "uname -m"
ein. Das gibt eine Zeichenkette zurück, die etwa wie "000514676700"
aussieht, mit dem Format xxyyyyyymmss, wobei xx und ss immer die Nullen
sind (0). yyyyyy ist eine eindeutige System-ID und mm ist die ID des
CPU-Planars. Eine Tabelle dieser Werte liegt auf
http://www.rs6000.ibm.com/doc_link/en_US/a_doc_lib/cmds/aixcmds5/uname.htm.
Darin finden Sie Maschinentyp und Maschinenmodell, was Sie benutzen können,
um herauszufinden, welchen Prozessortyp Sie haben.
Wenn Sie Probleme mit Signalen haben (MySQL stirbt unerwartet unter hoher
Last), haben Sie vielleicht einen Betriebssystem-Bug bei Threads und
Signalen gefunden. In diesem Fall können Sie MySQL anweisen, keine Signale
zu benutzen, indem Sie es wie folgt konfigurieren:
shell> CFLAGS=-DDONT_USE_THR_ALARM CXX=gcc \
CXXFLAGS="-felide-constructors -fno-exceptions -fno-rtti -DDONT_USE_THR_ALARM" \
./configure --prefix=/usr/local/mysql --with-debug --with-low-memory
Das berührt nicht die Performance von MySQL, hat aber den Nebeneffekt, dass
Sie keine Clients auf einer Verbindung mit mysqladmin kill oder
mysqladmin shutdown killen können, die ``schlafen''. Statt dessen
wird der Client sterben, wenn er den nächsten Befehl sendet.
Bei einigen Versionen von AIX für das Linken mit libbind.a bei
getservbyname zu einem Speicherauszug (Core Dump). Das ist ein
AIX-Bug, der IBM berichtet werden sollte.
Bei AIX 4.2.1 und gcc müssen Sie folgende Änderungen durchführen:
Nach dem Konfigurieren müssen Sie `config.h' und
`include/my_config.h' editieren und die Zeile ändern, in der steht:
#define HAVE_SNPRINTF 1
zu
#undef HAVE_SNPRINTF
Schließlich müssen Sie in `mysqld.cc' einen Prototype für initgoups
hinzufügen:
#ifdef _AIX41
extern "C" int initgroups(const char *,int);
#endif
Auf SunOS 4 werden MIT-pThreads benötigt, um MySQL zu kompilieren, was
letztlich bedeutet, dass Sie GNU-make benötigen.
Einige SunOS-4-Systeme haben Probleme mit dynamischen Bibliotheken und
libtool. Sie können folgende configure-Zeile benutzen, um das
Problem zu vermeiden:
shell> ./configure --disable-shared --with-mysqld-ldflags=-all-static
Wenn Sie readline kompilieren, erhalten Sie vielleicht Warnungen
über duplizierte Defines. Diese können ignoriert werden.
Wenn Sie mysqld kompilieren, gibt es ein paar implicit
declaration of function-Warnungen. Diese können ignoriert werden.
Wenn Sie egcs 1.1.2 auf Digital Unix benutzen, sollten Sie auf gcc 2.95.2
aktualisieren, weil egcs auf DEC einige schwer wiegende Bugs hat!
Wenn Sie threaded Programme unter Digital Unix kompilieren, empfiehlt die
Dokumentation, die -pThread-Option für cc und cxx und
die Bibliotheken -lmach -lexc zu benutzen (zusätzlich zu
-lpThread). Sie sollten configure wie folgt laufen lassen:
CC="cc -pThread" CXX="cxx -pThread -O" \
./configure --with-named-thread-libs="-lpThread -lmach -lexc -lc"
Wenn Sie mysqld kompilieren, sehen Sie eventuell eine Reihe von
Warnungen wie die folgende:
mysqld.cc: In function void handle_connections()':
mysqld.cc:626: passing long unsigned int *' as argument 3 of
accept(int,sockadddr *, int *)'
Sie können diese Warnungen ignorieren. Sie treten auf, weil
configure nur Fehler entdecken kann, keine Warnungen.
Wenn Sie den Server direkt von the Kommandozeile starten, haben Sie
vielleicht Probleme, dass er stirbt, wenn Sie sich ausloggen. (Wenn Sie
sich ausloggen, erhalten Ihre offenen Prozesse ein SIGHUP-Signal.)
Wenn das der Fall ist, starten Sie den Server wie folgt:
shell> nohup mysqld [options] &
nohup bewirkt, dass der folgende Befehl jegliche
SIGHUP-Signale, die vom Terminal gesendet werden, ignoriert.
Alternativ starten Sie den Server mit safe_mysqld, was mysqld
mit nohup für Sie aufruft.
See section 5.7.2 safe_mysqld, der Wrapper um mysqld.
Wenn Sie ein Problem beim Kompilieren von mysys/get_opt.c bekommen,
entfernen Sie einfach die Zeile #define _NO_PROTO am Anfang dieser Datei!
Wenn Sie den CC-Kompiler von Compaq benutzen, sollte die folgende
Konfigurationszeile funktionieren:
CC="cc -pThread"
CFLAGS="-O4 -ansi_alias -ansi_args -fast -inline speed all -arch host"
CXX="cxx -pThread"
CXXFLAGS="-O4 -ansi_alias -ansi_args -fast -inline speed all -arch host"
export CC CFLAGS CXX CXXFLAGS
./configure \
--prefix=/usr/local/mysql \
--with-low-memory \
--enable-large-files \
--enable-shared=yes \
--with-named-Thread-libs="-lpThread -lmach -lexc -lc"
gnumake
Wenn Sie ein Problem mit libtool beim Kompilieren mit gemeinsam genutzten
(shared) Bibliotheken bekommen wie oben, wenn Sie mysql linken,
sollten Sie dies folgendermaßen umgehen können:
cd mysql
/bin/sh ../libtool --mode=link cxx -pThread -O3 -DDBUG_OFF \
-O4 -ansi_alias -ansi_args -fast -inline speed \
-speculate all \ -arch host -DUNDEF_HAVE_GETHOSTBYNAME_R \
-o mysql mysql.o readline.o sql_string.o completion_hash.o \
../readline/libreadline.a -lcurses \
../libmysql/.libs/libmysqlclient.so -lm
cd ..
gnumake
gnumake install
Skripts/mysql_install_db
Wenn Sie Probleme beim Kompilieren haben und DEC CC und gcc
installiert sind, versuchen Sie, configure wie folgt laufen zu
lassen:
CC=cc CFLAGS=-O CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 \
./configure --prefix=/usr/local/mysql
Wenn Sie Probleme mit der `c_asm.h'-Datei bekommen, können Sie wie
folgt eine 'dummy'-`c_asm.h'-Datei erzeugen und benutzen:
touch include/c_asm.h
CC=gcc CFLAGS=-I./include \
CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 \
./configure --prefix=/usr/local/mysql
Beachten Sie, dass die im Folgenden beschriebenen Probleme mit dem
ld-Programm behoben werden können, indem Sie das neueste
DEC-(Compaq)-Patch-Kit herunterladen, und zwar von folgender Seite:
http://ftp.Support.compaq.com/public/unix/.
Auf OSF1 V4.0D und Kompiler "DEC C V5.6-071 auf Digital Unix V4.0 (Rev.
878)" zeigt der Kompiler einige seltsame Verhaltensweisen (undefinierte
asm-Symbole). Ausserdem scheint /bin/ld beschädigt zu sein
(Probleme mit _exit undefined-Fehlern, die auftreten, wenn Sie
mysqld linken). Auf diesem System konnten wir MySQL mit folgender
configure-Zeile kompilieren, nachdem wir /bin/ld mit der
Version von OSF 4.0C ersetzt haben:
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure --prefix=/usr/local/mysql
Beim Digital-Kompiler "C++ V6.1-029" sollte folgendes funktionieren:
CC=cc -pThread
CFLAGS=-O4 -ansi_alias -ansi_args -fast -inline speed -speculate all -arch host
CXX=cxx -pThread
CXXFLAGS=-O4 -ansi_alias -ansi_args -fast -inline speed -speculate all -arch host -noexceptions -nortti
export CC CFLAGS CXX CXXFLAGS
./configure --prefix=/usr/mysql/mysql --with-mysqld-ldflags=-all-static --disable-shared --with-named-thread-libs="-lmach -lexc -lc"
In einigen Versionen von OSF1 ist die alloca()-Funktion beschädigt.
Beheben Sie dies, indem Sie die Zeile in `config.h' entfernen, die
'HAVE_ALLOCA' definiert.
Die alloca()-Funktion kann ebenfalls einen falschen Prototyp in
/usr/include/alloca.h haben. Die Warnung, die hieraus resultiert,
kann ignoriert werden.
configure benutzt automatisch folgenden Thread-Bibliotheken:
--with-named-thread-libs="-lpThread -lmach -lexc -lc".
Wenn Sie gcc benutzen, können Sie auch versuchen, configure
wie folgt laufen zu lassen:
shell> CFLAGS=-D_PTHREAD_USE_D4 CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 ./configure ....
Wenn Sie Probleme mit Signalen haben (MySQL stirbt unerwartet unter
Hochlast), haben Sie vielleicht einen Betriebssystem-Bug bei Threads und
Signalen gefunden. In diesem Fall können Sie MySQL anweisen, keine Signale
zu benutzen, indem Sie es wie folgt konfigurieren:
shell> CFLAGS=-DDONT_USE_THR_ALARM \
CXXFLAGS=-DDONT_USE_THR_ALARM \
./configure ...
Das berührt nicht die Performance von MySQL, hat aber den Nebeneffekt, dass
Sie keine Clients auf einer Verbindung mit mysqladmin kill oder
mysqladmin shutdown killen können, die ``schlafen''. Statt dessen
wird der Client sterben, wenn er den nächsten Befehl sendet.
Bei gcc 2.95.2 erhalten Sie wahrscheinlich folgenden
Kompilierfehler:
sql_acl.cc:1456: Internal compiler error in `scan_region', at except.c:2566
Please submit a full bug report.
Um das zu beheben, wechseln Sie ins sql-Verzeichnis und machen ein
``Kopieren und Einfügen'' der letzten gcc-Zeile, ändern aber
-O3 zu -O0 (oder fügen -O0 unmittelbar nach gcc
hinzu, falls Sie keine -O-Option auf Ihrer Kompilierzeile haben.)
Danach wechseln Sie einfach direkt zurück in oberste Verzeichnis und lassen
make noch einmal laufen.
Wenn Sie Irix-Version 6.5.3 oder neuer benutzen, kann mysqld nur
dann Threads erzeugen, wenn Sie ihn als Benutzer mit
CAP_SCHED_MGT-Zugriffsrechten (wie root) laufen lassen oder
dem mysqld-Server dieses Recht mit dem folgenden Befehl geben:
shell> chcap "CAP_SCHED_MGT+epi" /opt/mysql/libexec/mysqld
Sie müssen eventuell in `config.h' einige Dinge umdefinieren, nachdem
Sie configure laufen gelassen haben und vor dem Kompilieren.
In einigen Irix-Implementationen ist die alloca()-Funktion
beschädigt. Wenn der mysqld-Server bei manchen
SELECT-Statements stirbt, entfernen Sie die Zeilen aus
`config.h', die HAVE_ALLOC und HAVE_ALLOCA_H definieren.
Wenn mysqladmin create nicht funktioniert, entfernen Sie die Zeile
aus `config.h', die HAVE_READDIR_R definiert. Eventuell müssen
Sie auch die HAVE_TERM_H-Zeile entfernen.
SGI empfiehlt, dass Sie alle Patches auf dieser Seite auf einmal
installieren:
http://Support.sgi.com/surfzone/patches/patchset/6.2_indigo.rps.html
Als absolutes Minimum sollten Sie das letzte Kernel-Rollup installieren,
das letzte rld-Rollup und das letzte libc-Rollup.
In jedem Fall brauchen Sie für die pThread-Unterstützung alle POSIX-Patches
auf dieser Seite:
http://Support.sgi.com/surfzone/patches/patchset/6.2_posix.rps.html
Wenn Sie beim Kompilieren von `mysql.cc' etwa folgenden Fehler
erhalten:
"/usr/include/curses.h", line 82: error(1084): invalid combination of type
Geben Sie folgendes im obersten Verzeichnis Ihres MySQL-Source-Trees ein:
shell> extra/replace bool curses_bool < /usr/include/curses.h > include/curses.h
shell> make
Es wurden ausserdem Scheduling-Probleme berichtet. Wenn nur ein Thread
läuft, läuft alles recht langsam. Das können Sie vermeiden, indem Sie einen
weiteren Client-Starten. Daraus kann sich eine zwei- bis zehnfache
Geschwindigkeitssteigerung für den anderen Thread ergeben. Das liegt an
einem Problem mit Irix-Threads, das kaum zu verstehen ist. Eventuell müssen
Sie improvisieren, um eine Lösung zu finden, bis dies behoben ist.
Wenn Sie mit gcc kompilieren, können Sie folgenden
configure-Befehl benutzen:
CC=gcc CXX=gcc CXXFLAGS=-O3 \
./configure --prefix=/usr/local/mysql --enable-thread-safe-client --with-named-thread-libs=-lpThread
Auf Irix 6.5.11 mit nativen Irix-C- und C++-Kompilern der Version 7.3.1.2
soll auch folgendes funktionieren:
CC=cc CXX=CC CFLAGS='-O3 -n32 -TARG:platform=IP22 -I/usr/local/include \
-L/usr/local/lib' CXXFLAGS='-O3 -n32 -TARG:platform=IP22 \
-I/usr/local/include -L/usr/local/lib' ./configure --prefix=/usr/local/mysql \
--with-berkeley-db --with-innodb \
--with-libwrap=/usr/local --with-named-curses-libs=/usr/local/lib/libncurses.a
Die aktuelle Portierung wird auf ``sco3.2v5.0.4''-
und-``sco3.2v5.0.5''-Systemen getestet. Die Portierung auf ``sco 3.2v4.2''
ist ebenfalls weit fortgeschritten.
Momentan ist der empfohlene Kompiler auf OpenServer gcc 2.95.2. Damit
sollten Sie in der Lage sein, MySQL einfach durch folgendes zu kompilieren:
CC=gcc CXX=gcc ./configure ... (options)
-
Bei OpenServer 5.0.X müssen Sie GDS in Skunkware 95 (95q4c) benutzen. Das
ist deshalb notwendig, weil GNU-
gcc 2.7.2 in Skunkware 97 kein
GNU-as hat. Sie können auch egcs 1.1.2 oder neuer benutzen
http://www.egcs.com/. Wenn Sie egcs 1.1.2 benutzen, müssen
Sie folgenden Befehl eingeben:
shell> cp -p /usr/include/pThread/stdtypes.h /usr/local/lib/gcc-lib/i386-pc-sco3.2v5.0.5/egcs-2.91.66/include/pThread/
-
Sie brauchen die Portierung von GCC 2.5.x für dieses Produkt und das
Entwicklungssystem. Sie werden auf dieser Version von Caldera (SCO) Unix benötigt.
Sie können nicht lediglich das GCC-Dev-System benutzen.
-
Sie sollten zuerst das FSU-PThreads-Paket holen und installieren. Dieses
finden Sie auf
http://www.cs.wustl.edu/~schmidt/ACE_wrappers/FSU-threads.tar.gz.
Sie finden ein vorkompiliertes Paket auf
http://www.mysql.com/Downloads/SCO/FSU-threads-3.5c.tar.gz.
-
FSU-PThreads kann mit SCO Unix 4.2 mit TCP/IP kompiliert werden. Oder mit
OpenServer 3.0 oder Open Desktop 3.0 (OS 3.0 ODT 3.0), mit installiertem
Caldera (SCO) Entwicklungssystem unter Benutzung einer guten Portierung von GCC 2.5.x
ODT oder OS 3.0. Hierbei brauchen Sie eine gute Portierung von GCC 2.5.x.
Ohne gute Portierung gibt es eine Menge Probleme. Die Portierung für dieses
Produkt erfordert das Caldera (SCO) Unix-Entwicklungssystem. Ohne dieses fehlen die
Bibliotheken und der Linker, die benötigt werden.
-
Um FSU-PThreads auf Ihrem System zu bauen, tun Sie folgendes:
-
Lassen Sie
./configure im `Threads/src'-Verzeichnis laufen und
wählen Sie die SCO-OpenServer-Option. Dieser Befehl kopiert
`Makefile.SCO5' nach `Makefile'.
-
Lassen Sie
make laufen.
-
Um in das vorgabemäßige `/usr/include'-Verzeichnis zu installieren,
loggen Sie sich als Root ein und wechseln (
cd) Sie in das
`thread/src'-Verzeichnis. Führen Sie dann make install aus.
-
Denken Sie daran, GNU
make zu benutzen, wenn Sie MySQL machen.
-
Wenn Sie
safe_mysqld nicht als Root starten, erhalten Sie
wahrscheinlich nur die 110 offenen Dateien pro Prozess. mysqld macht
darüber in der Log-Datei einen Eintrag.
-
Bei SCO 3.2V5.0.5 sollten Sie FSU-PThreads-Version 3.5c oder neuer
benutzen. Ausserdem sollten Sie gcc 2.95.2 oder neuer benutzen!
Folgender
configure-Befehl sollte funktionieren:
shell> ./configure --prefix=/usr/local/mysql --disable-shared
-
Bei SCO 3.2V4.2 sollten Sie FSU-PThreads-Version 3.5c oder neuer benutzen.
Folgender
configure-Befehl sollte funktionieren:
shell> CFLAGS="-D_XOPEN_XPG4" CXX=gcc CXXFLAGS="-D_XOPEN_XPG4" \
./configure \
--prefix=/usr/local/mysql \
--with-named-thread-libs="-lgThreads -lsocket -lgen -lgThreads" \
--with-named-curses-libs="-lcurses"
Möglicherweise bekommen Sie Probleme mit einigen Include-Dateien. In diesem
Fall finden Sie neue, SCO-spezifische Include-Dateien auf
http://www.mysql.com/Downloads/SCO/SCO-3.2v4.2-includes.tar.gz.
Entpacken Sie diese Datei ins `include'-Verzeichnis Ihres
MySQL-Source-Trees.
Anmerkungen zur Caldera (SCO) Entwicklung:
-
MySQL kann FSU-PThreads automatisch erkennen und
mysqld mit
-lgThreads -lsocket -lgThreads linken.
-
Die Caldera (SCO) Entwicklungsbibliotheken sind re-entrant in FSU-PThreads. Caldera
behauptet, dass seine Bibliotheken-Funktionen re-entrant sind, daher müssen
sie mit FSU-PThreads re-entrant sein. FSU-PThreads auf OpenServer versucht,
das SCO-Scheme zu benutzen, um Bibliotheken re-entrant zu machen.
-
FSU-PThreads (zumindest die Version auf http://www.mysql.com/) wird
mit gelinktem GNU-
malloc ausgeliefert. Wenn Sie Problemen mit der
Speicherbenutzung begegnen, stellen Sie sicher, dass `gmalloc.o' in
`libgThreads.a' und `libgThreads.so' beinhaltet ist.
-
In FSU-PThreads achten folgende Systemaufrufe auf pThreads:
read(),
write(), getmsg(), connect(), accept(),
select() und wait().
Wenn Sie DBI auf Caldera (SCO) installieren wollen, müssen Sie `Makefile' in
DBI-xxx und jedem Unterverzeichnis editieren.
Beachten Sie, dass folgendes gcc 2.95.2 oder neuer voraussetzt:
ALT: NEU:
CC = cc CC = gcc
CCCDLFLAGS = -KPIC -W1,-Bexport CCCDLFLAGS = -fpic
CCDLFLAGS = -wl,-Bexport CCDLFLAGS =
LD = ld LD = gcc -G -fpic
LDDLFLAGS = -G -L/usr/local/lib LDDLFLAGS = -L/usr/local/lib
LDFLAGS = -belf -L/usr/local/lib LDFLAGS = -L/usr/local/lib
LD = ld LD = gcc -G -fpic
OPTIMISE = -Od OPTIMISE = -O1
OLD:
CCCFLAGS = -belf -dy -w0 -U M_XENIX -DPERL_SCO5 -I/usr/local/include
NEW:
CCFLAGS = -U M_XENIX -DPERL_SCO5 -I/usr/local/include
Das liegt daran, dass der Perl-dynaloader keine DBI-Module lädt, die
mit icc oder cc kompiliert wurden.
Perl funktioniert am besten, wenn es mit cc kompiliert wird.
Sie benötigen mindestens MySQL-Version 3.22.13, weil diese Version einige
Portabilitätsprobleme unter Unixware behebt.
Wir waren in der Lage, MySQL mit folgendem configure-Befehl auf
Unixware Version 7.0.1 zu kompilieren:
CC=cc CXX=CC ./configure --prefix=/usr/local/mysql
Wenn Sie gcc benutzen wollen, müssen Sie gcc 2.95.2 oder
neuer benutzen.
MySQL benutzt eine ganze Menge offener Dateien. Deswegen sollten Sie Ihrer
`CONFIG.SYS'-Datei folgendes hinzufügen:
SET EMXOPT=-c -n -h1024
Wenn Sie das nicht tun, erhalten Sie wahrscheinlich folgenden Fehler:
File 'xxxx' not found (Errcode: 24)
Wenn Sie MySQL auf OS/2 Warp 3 einsetzen, wird FixPack 29 oder höher
benötigt. Bei OS/2 Warp 4 wird FixPack 4 oder höher benötigt. Das erfordert
die PThreads-Bibliothek. MySQL muss auf einer Partition installiert werden,
die lange Dateinamen unterstützt, also zum Beispiel HPFS, FAT32 usw.
Das `INSTALL.CMD'-Skript muss von OS/2's eigener `CMD.EXE' aus
laufen gelassen werden und funktioniert eventuell nicht mit Ersatz-Shells
wie `4OS2.EXE'.
Das `scripts/mysql-install-db'-Skript wurde umbenannt. Es heißt jetzt
`install.cmd' und ist ein REXX-Skript, welches die vorgabemäßigen
MySQL-Sicherheitseinstellungen einstellt und die WorkPlace-Shell-Icons für
MySQL erstellt.
Unterstützung für dynamische Module wird einkompiliert, ist aber noch nicht
komplett durchgetestet. Dynamische Module sollten unter Benutzung der
PThreads-Runtime-Bibliothek kompiliert werden.
gcc -Zdll -Zmt -Zcrtdll=pthrdrtl -I../include -I../regex -I.. \
-o example udf_example.cc -L../lib -lmysqlclient udf_example.def
mv example.dll example.udf
Beachten Sie: Aufgrund von Beschränkungen in OS/2 dürfen
UDF-module-name-stems nicht länger als 8 Zeichen sein. Module werden im
`/mysql2/udf'-Verzeichnis gespeichert; das
safe-mysqld.cmd-Skript trägt dieses Verzeichnis in die
BEGINLIBPATH-Umgebungsvariable ein. Wenn Sie UDF-Module benutzen,
werden festgelegte Erweiterungen ignoriert - es wird nicht angenommen, dass
sie `.udf' sind.
Unter Unix zum Beispiel könnte das gemeinsam genutzte (shared) Module
`example.so' benannt sein. Sie würden daraus eine Funktion wie folgt
laden:
mysql> CREATE FUNCTION metaphon RETURNS STRING SONAME "example.so";
Unter OS/2 würde das Modul `example.udf' heißen, aber Sie würden
nicht die Modul-Erweiterung angeben:
mysql> CREATE FUNCTION metaphon RETURNS STRING SONAME "example";
Wir sind sehr daran interessiert, MySQL auf BeOS ans Laufen zu bringen,
aber leider kennen wir niemanden, der sich mit BeOS auskennt oder Zeit hat,
eine Portierung durchzuführen.
Wir sind daran interessiert, jemanden für eine Portierung zu finden, und
wir werden ihn / sie bei allen technischen Fragen helfen, die bei einer
Portierung auftreten können.
Wir haben vor einiger Zeit mit einigen BeOS-Entwicklern gesprochen, die uns
sagten, dass MySQL zu 80% auf BeOS portiert ist, aber wir haben schon eine
Weile nichts von ihnen gehört.
Wir sind sehr daran interessiert, MySQL auf NetWare ans Laufen zu bringen,
aber leider kennen wir niemanden, der sich mit NetWare auskennt oder Zeit hat,
eine Portierung durchzuführen.
Wir sind daran interessiert, jemanden für eine Portierung zu finden, und
wir werden ihn / sie bei allen technischen Fragen helfen, die bei einer
Portierung auftreten können.
DBI/DBD-Schnittstelle
Perl-Unterstützung für MySQL wird durch die DBI/DBD-
Client-Schnittstelle zur Verfügung gestellt. See section 9.2 MySQL-Perl-API. Der Perl-
DBD/DBI-Client-Code erfordert Perl Version 5.004 oder
später. Die Schnittstelle funktioniert nicht, wenn Sie eine
ältere Version von Perl haben.
MySQL-Perl-Unterstützung erfordert ausserdem, dass Sie MySQL-Client-
Programmierunterstützung installiert haben. Wenn Sie MySQL von RPM-
Dateien installiert haben, sind Client-Programme im Client-RPM
enthalten, aber Client-Programmierunterstützung ist im Entwickler-RPM.
Stellen Sie sicher, dass Sie auch das letztgenannte RPM installiert
haben.
Ab Version 3.22.8 wird Perl-Unterstützung getrennt von der Haupt-MySQL-
Unterstützung ausgeliefert. Wenn Sie Perl-Unterstützung installieren
wollen, können Sie die benötigten Dateien von
http://www.mysql.com/downloads/api-dbi.html herunter laden.
Die Perl-Distributionen werden als komprimierte tar-Archive zur
Verfügung gestellt und haben Namen wie `MODULE-VERSION.tar.gz',
wobei MODULE der Modulname und VERSION die Versionsnummer
ist. Sie sollten die Data-Dumper-, DBI- und Msql-
Mysql-modules-Distributionen laden und sie in dieser Reihenfolge
installieren. Die Installationsprozedur ist unten dargestellt. Das
Beispiel gilt für das Data-Dumper-Modul, ist aber für alle drei
Distributionen dieselbe:
-
Entpacken Sie die Distribution ins aktuelle Verzeichnis.
shell> gunzip < Data-Dumper-VERSION.tar.gz | tar xvf -
Dieser Befehl erzeugt ein Verzeichnis namens `Data-Dumper-
VERSION'.
-
Wechseln Sie ins oberste Verzeichnis der entpackten Distribution:
shell> cd Data-Dumper-VERSION
-
Bauen Sie die Distribution und kompilieren Sie alles:
shell> perl Makefile.PL
shell> make
shell> make test
shell> make install
Der make test-Befehl ist wichtig, weil er sicherstellt, dass die
Module funktionieren. Beachten Sie, dass der MySQL-Server während der
Befehlsausführung bei der Msql-Mysql-modules-Installation laufen
muss, um den Schnittstellen-Code auszuführen, den ansonsten schlägt der
Test fehl.
Es ist eine gute Idee, die Msql-Mysql-modules-Distribution neu zu
kompilieren und zu installieren, wenn Sie ein neues Release von MySQL
installieren, insbesondere, wenn Sie Symptome feststellen wie dass alle
Ihre DBI-Skripte einen Coredump liefern, nachdem Sie auf eine
höhere Version von MySQL aktualisiert haben.
Wenn Sie keine Rechte haben, die Perl-Module im Systemverzeichnis zu
installieren, oder wenn Sie lokale Perl-Module installieren wollen,
könnte Ihnen der folgende Link helfen:
http://www.iserver.com/support/contrib/perl5/modules.html
Suchen Sie nach der Überschrift
Installing New Modules that Require Locally Installed Modules.
Um das MySQL-DBD-Modul mit ActiveState-Perl unter Windows zu
installieren, gehen Sie wie folgt vor:
-
Laden Sie ActiveState-Perl von
http://www.activestate.com/Products/ActivePerl/
und installieren Sie es.
-
Öffnen Sie eine MS-DOS-Eingabeaufforderung.
-
Setzen Sie - falls erforderlich - die HTTP_proxy-Variable, zum Beispiel
wie folgt:
set HTTP_proxy=my.proxy.com:3128
-
Starten Sie das PPM-Programm:
C:\> c:\perl\bin\ppm.pl
-
Falls noch nicht geschehen, installieren Sie
DBI:
ppm> install DBI
-
Wenn das erfolgreich verlief, führen Sie folgenden Befehl aus:
install
ftp://ftp.de.uu.net/pub/CPAN/authors/id/JWIED/DBD-mysql-1.2212.x86.ppd
Das sollte zumindest bei ActiveState-Perl Version 5.6 funktionieren.
Wenn Sie es nicht schaffen, dass oben Genanntes funktioniert, sollten
Sie statt dessen den MyODBC-Treiber installieren und sich mit
dem MySQL-Server über ODBC verbinden:
use DBI;
$dbh= DBI->connect("DBI:ODBC:$dsn","$user","$password") ||
die "Fehler $DBI::errstr beim Verbinden mit $dsn\n";
Die MySQL-Perl-Distribution enthält DBI,
DBD:MySQL und DBD:ODBC.
-
Laden Sie die Perl-Distribution für Windows von
http://www.mysql.com/download.html.
-
Entpacken Sie die Distribution in
C:, so dass Sie ein
`C:\PERL'-Verzeichnis erhalten.
-
Fügen Sie Ihrem Pfad `C:\PERL\BIN' hinzu.
-
Fügen Sie Ihrem Pfad das Verzeichnis `C:\PERL\BIN\MSWIN32-x86-
thread' oder `C:\PERL\BIN\MSWIN32-x86' hinzu.
-
Testen Sie, ob
perl funktioniert, indem Sie perl -v in
einer MS-DOS-Eingabeaufforderung ausführen.
Wenn Perl ausgibt, dass es das `../mysql/mysql.so'-Modul nicht
finden kann, liegt das Problem wahrscheinlich darin, dass Perl die
gemeinsam genutzte `libmysqlclient.so' nicht findet.
Das können Sie mit einer der folgenden Methoden beheben:
-
Kompilieren Sie die
Msql-Mysql-modules-Distribution mit
perl Makefile.PL -static -config statt mit perl
Makefile.PL.
-
Kopieren Sie
libmysqlclient.so in das Verzeichnis, in dem Ihre
anderen gemeinsam genutzten Bibliotheken liegen (wahrscheinlich
`/usr/lib' oder `/lib').
-
Unter Linux können Sie der `/etc/ld.so.conf'-Datei den Pfadnamen
des Verzeichnisses hinzufügen, in dem `libmysqlclient.so' liegt.
-
Fügen Sie der
LD_RUN_PATH-Umgebungsvariablen den Pfadnamen des
Verzeichnisses hinzu, in dem `libmysqlclient.so' liegt.
Wenn Sie folgende Fehler von DBD-mysql erhalten, benutzen Sie
wahrscheinlich gcc (oder eine alte Binärdatei, die mit gcc
kompiliert wurde):
/usr/bin/perl: can't resolve symbol '__moddi3'
/usr/bin/perl: can't resolve symbol '__divdi3'
Fügen Sie -L/usr/lib/gcc-lib/... -lgcc zum Link-Befehl hinzu,
wenn die `mysql.so'-Bibliothek gebaut wird (überprüfen Sie die
Ausgabe von make nach `mysql.so', wenn Sie den Perl-Client
kompilieren). Die -L-Option sollte den Pfadnamen des
Verzeichnisses angeben, in dem `libgcc.a' auf Ihrem System liegt.
Ein weiterer Grund für dieses Problem kann sein, dass Perl und MySQL
nicht beide mit gcc kompiliert wurden. In diesem Fall können Sie
die fehlende Übereinstimmung (Mismatch) durch Kompilieren von beiden mit
gcc aufheben.
Wenn Sie folgende Fehler von Msql-Mysql-modules erhalten, wenn
Sie die Tests laufen lassen:
t/00base............install_driver(mysql) failed: Can't load
'../blib/arch/auto/DBD/mysql/mysql.so' for module DBD::mysql:
../blib/arch/auto/DBD/mysql/mysql.so: undefined symbol: uncompress at
/usr/lib/perl5/5.00503/i586-linux/DynaLoader.pm line 169.
Bedeutet das, dass Sie die Kompressionsbibliothek (-lz) in die Link-
Zeile einschließen müssen. Das kann man durch folgende Änderung in der
Datei `lib/DBD/mysql/Install.pm' tun:
$sysliblist .= " -lm";
ändern in
$sysliblist .= " -lm -lz";
Danach müssen Sie 'make realclean' laufen lassen und danach mit
der Installation von Anfang an beginnen.
Wenn Sie das Perl-Modul auf einem System laufen lassen wollen, das
dynamisches Linken nicht unterstützt (wie Caldera/SCO), können Sie eine
statische Version von Perl erzeugen, die DBI und DBD-mysql
enthält. Das bringt man zum Laufen, indem man eine Version von Perl
erzeugt, in der der DBI-Code eingelinkt ist, und diese über das
aktuelle Perls installiert. Dann benutzen Sie diese, um eine Version von
Perl zu bauen, die zusätzlich den DBD-Code eingelinkt hat, und
installieren diese.
Unter Caldera (SCO) müssen folgende Umgebungsvariablen gesetzt sein:
shell> LD_LIBRARY_PATH=/lib:/usr/lib:/usr/local/lib:/usr/progressive/lib
or
shell>
LD_LIBRARY_PATH=/usr/lib:/lib:/usr/local/lib:/usr/ccs/lib:/usr/progressive/lib:/usr/skunk/lib
shell>
LIBPATH=/usr/lib:/lib:/usr/local/lib:/usr/ccs/lib:/usr/progressive/lib:/usr/skunk/lib
shell>
MANPATH=scohelp:/usr/man:/usr/local1/man:/usr/local/man:/usr/skunk/man:
Erzeugen Sie zuerst ein Perl, das ein statisch gelinktes DBI
enthält, indem Sie diese Befehle im Verzeichnis ausführen, in dem Ihre
DBI-Distribution liegt:
shell> perl Makefile.PL -static -config
shell> make
shell> make install
shell> make perl
Dann müssen Sie das neue Perl installieren. Die Ausgabe von make
perl zeigt den genauen make-Befehl an, den Sie für die
Installation ausführen müssen. Unter Caldera (SCO) ist das make -f
Makefile.aperl inst_perl MAP_TARGET=perl.
Benutzen Sie als nächstes dieses soeben erzeugte Perl, um ein weiteres
Perl zu erzeugen, dass auch ein statisch gelinktes DBD::mysql
enthält, indem Sie diese Befehle im Verzeichnis ausführen, in dem Ihre
Msql-Mysql-modules-Distribution liegt:
shell> perl Makefile.PL -static -config
shell> make
shell> make install
shell> make perl
Zum Schluss müssen Sie dieses neue Perl installieren. Hierbei zeigt die
Ausgabe von make perl wiederum, welcher Befehl benutzt werden
muss.
Go to the first, previous, next, last section, table of contents.
|